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Credit Suisse und Eaton engagieren sich im Green Data Net

Was macht der Nissan im Rechenzentrum?

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2. Heutige Rechenzentren passen den Energieverbrauch auf die Auslastung der IT an.

Das ist zunächst einmal gar nicht verkehrt. Denn große Hardware-Cluster, auf denen Hypervisoren und Cloud-Orchestrierungs-Werkzeuge laufen, bringen eine bessere Auslastung mit sich, verschwenden weniger Ressourcen und erhöhen die Elastizität der Systeme, skalieren bei Bedarf. Zudem sorgen die jüngeren Chip-Generationen und Power-Management-Systeme dafür, dass Energie nur bei Bedarf zugeführt wird.

Der Nissan als Energiespeicher im Rechenzentrum
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Auch die Facility-Seite kann mit Innovationen aufwarten. So skaliert auch die Kette der Stromversorgung besser als je zuvor. Dazu kommen modulare Bauweisen und auch hier lassen sich Systeme, die nicht gebraucht werden, quasi in einen Wartemodus schalten. Mehr Intelligenz in der Steuerung erlaubt zudem, dass weniger Komponenten redundant vorgehalten werden müssen. Usus ist eine „Freie Kühlung“.

Das alles führt dazu, dass Rechenzentren, die früher praktisch eine konstante Last abgerufen haben, nun unbeständiger, in schwankenden Mengen Strom benötigen. Der Bedarf richtet sich nach der jeweiligen IT-Last.

3. Der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien steigt. Das bedeutet, dass neue Prioritäten geschaffen werden, neue Regeln, wer wann wie mit Energie versorgt wird, da Sonne und Wind nun einmal nicht gleichmäßig zur Verfügung stehen.

Dazu kommt ein wirtschaftlicher Faktor. Zunächst einmal wird der Strom verbraucht, den Sonne, Wind, Wasser, Biogas erzeugen. Energieproduzenten herkömmlicher Art, liefern zu, wenn das nicht ausreicht. Da diese Anlagen aber die gesamte Zeit unterhalten werden müssen, produzieren diese zurzeit ein ökonomisches Defizit. Der Verkauf deckt die Kosten der Erzeugung nicht.

Und wie jeder aus den aktuellen Diskussionen über Stromtrassen weiß, braucht Europa eine neue Generation des Strometzes. Die geschätzten Kosten: Rund eine Billion Euro.

Die Investitionen müssen sich auf Folgendes beziehen:

  • die Verbesserung der Ausbeute bei den erneuerbaren Energien, insbesondere um die Schwankungen zu reduzieren.
  • die Optimierung bei der Verteilung
  • dort Strom zu erzeugen, wo er benötigt wird
  • und die Stand-by-Kapazitäten effizienter zu machen.

Das Ziel von Green Data Net

Die Initiative Green Data Net soll dabei helfen. Das Projekt wird eine Reihe Technologien und Techniken entwickeln, mit denen städtische Rechenzentren 80 Prozent erneuerbarer Energien nutzen und ihre durchschnittliche Power Usage Effectiveness (PUE) von 1,6-2,0 heutzutage auf weniger als 1,3 senken können. Im Fokus dabei steht die Energie-Überwachung und -Optimierung von IT, Strom, Kühlung und Speicherung auf drei Ebenen: Server und Racks, einzelne Rechenzentren sowie Netzwerke von Rechenzentren.

So soll sich die Nachfrage nach Strom aus dem Versorgungsnetz senken. Green Data Net arbeitet darauf hin, dass sich lokale Photovoltaik-Energie in Kombination mit lokalen Energiespeichern integrieren lässt. Dieses Konzept soll zudem eine Verknüpfung von Rechenzentren mit Smart Grids ermöglichen.

Und hier kommt Nissan ins Spiel. Denn in diesem Projekt werden wiederverwertete elektrische Lithium-Ionen-Autobatterien als nützliche Lösung für Rechenzentren erachtet, um als Smart-Grid-Knoten zu fungieren. Ein Pilotprojekt ist in Zusammenarbeit mit ICTRoom aus den Niederlanden geplant, ein auf Rechenzentren spezialisiertes Consulting- und Konstruktionsunternehmen.

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