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Definition Was ist Storage-Virtualisierung?

| Redakteur: Rainer Graefen

Während die Virtualisierung von Rechenleistung oder Netzwerkbandbreite auf einer modifizierten Technik beruht, kämpft man bei der Speichervirtualisierung immer mit der „Gravitation“ von Daten. Die Entwicklung der Speichervirtualisierung zeigt, dass das eine große Herausforderung ist.

Speichervirtualisierung einfach erklärt.
Speichervirtualisierung einfach erklärt.
( eugenesergeev - Fotolia.com)

Unter Speichervirtualisierung oder Storage-Virtualisierung versteht man das Zusammenlegen physikalischen Speichers aus mehreren Netzwerkspeichersystemen; aus Sicht des Administrators existiert dann ein einziger, von einer Zentralkonsole aus gesteuerter Speicher.

Eines erschwert allerdings die Speichervirtualisierung: Daten sind an den tatsächlichen Speicherort gebunden und müssen zuerst kopiert werden, bevor sich die (virtuelle) Speicherkonfiguration ohne Datenverluste ändern lässt.

Die Speichervirtualisierung wurde zuerst im Mainframe verwendet, im Storage Area Network (SAN) wurde es einer größeren Anzahl von Unix- und x86-Administratoren zugänglich gemacht.

Das SAN trat in Konkurrenz zum NAS (Network Attached Stroage) und versammelte alle kritischen Unternehmensspeicher hinter einem Fibre-Channel-Netzwerk.

Durch die virtuelle Zusammenfassung von Speichersystemen entsteht ein sogenannter Speicherpool, aus dem die benötigten Kapazitäten für die Fachanwendungen bereit gestellt werden. Die Speichervirtualisierung hilft dem Systemadministrator dabei, Aufgaben wie die Datensicherung, Archivierung und Wiederherstellung leichter und in kürzerer Zeit zu erfüllen, indem sie die eigentliche Komplexität einer SAN-Infrastruktur verbirgt.

User können die Virtualisierung durch Software-Anwendungen oder durch Hard- und Software-Hybridanwendungen implementieren. Die Technologie kann auf verschiedenen Ebenen eines Speichernetzwerkes eingesetzt werden.

Wie die historische Entwicklung der Speichervirtualisierung allerdings zeigt, ist es mit der Zusammenfassung von Speicherkapazitäten allein nicht getan.

Zusätzlich benötigt wurde im Lauf der Zeit das Thin Provisioning, Hybrid Storage inklusive der Real-Time-Analyse der heißen Daten, massiver Schnittstellensupport durch Hypervisoren und hier als neueste Erweiterungsnotwendigkeit die Wiederbelebung von Speicherklassen in Form von virtuellen Volumes (Vvol) durch VMware. Das Ziel der automatischen Provisionierung von Speicher rückt näher, erreicht es noch lange nicht. Denn eines funktioniert bei der „composable“ Infrastruktur mehr schlecht als recht: das „Dekomponieren“.

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