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Silver Peak Systems und EMC packen WAN-Optimierung in Vplex-Geo

WAN-Optimierung und Virtual Storage im Verbund

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Unabhängigkeit von Transportprotokollen

Im Vergleich zu Lösungen anderer Anbieter unterstützen die WAN-Optimierungssysteme von Silver Peak alle Arten von IP-gestützten Anwendungen. Um dies sicherzustellen, muss ein WAN-Optimierungssystem auf der Netzwerk-Ebene (Network Layer) arbeiten. Dadurch erfolgt die Optimierung unabhängig vom Transportprotokoll. Dies ist für Vplex-Geo von entscheidender Bedeutung. Denn in einer Vplex-Umgebung kommen unterschiedliche Protokolle zum Einsatz, wenn Daten über das Weitverkehrsnetz transportiert werden.

Speziell dann, wenn Vplex-Appliances über WAN-Verbindungen mit niedrigerer Bandbreite gekoppelt sind, ist es notwendig, den Bandbreitenbedarf zu reduzieren. Dies lässt sich mithilfe von Datendeduplizierung erreichen. Besonders effizient ist Deduplication auf Byte-Ebene. Bei diesem Ansatz wird jedes Byte einer Datei daraufhin überprüft, ob es mit Daten identisch ist, die bereits übermittelt wurden.

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Dazu speichern die Appliances an den Endpunkten der Übertragungsstrecke die übermittelten Daten auf Festplatten. Werden identische Muster entdeckt, übertragen die Systeme nur noch Zeiger, nicht erneut die Datenpakete. Auf diese Weise arbeitet die Network-Memory-Technik von Silver Peak. Damit lassen sich zwischen 50 und 98 Prozent der zu übertragenden Daten einsparen.

Der Vorteil von Network Memory ist, dass es den Bandbreitenbedarf drastisch senkt. Praxistests in Vplex-Geo-Umgebungen haben ergeben, dass teilweise statt 600 MBit/s nur noch 30 MBit/s benötigt werden.

Paketverlustrate reduzieren

Selbst Paketverluste in geringem Umfang, etwa von 1 oder 2 Prozent, beeinträchtigen die Performance von Storage-Applikationen. Bereits bei einer Paketverlustrate von 0,1 Prozent und einer Latenzzeit bei 50 ms erreicht der Datendurchsatz bestenfalls 10 MBit/s. Geht 1 Prozent der Datenpakete verloren und beträgt die Verzögerungszeit 100 ms, sind maximal 1 MBit/s möglich. Diese Werte treten auch dann auf, wenn der WAN-Link eine größere Kapazität hat, etwa 100 oder 600 MBit/s.

Die Paketverlustrate lässt sich mithilfe von "Forward Error Correction" (FEC) reduzieren. Bei FEC wird zusammen mit einer festgelegten Zahl von Paketen ein Fehlerkorrektur-Paket übertragen. Die Vplex-Appliances sind mithilfe dieser Technik von Silver Peak in der Lage, verloren gegangene Datenpakete zur rekonstruieren.

Datenpakete in der richtigen Reihenfolge übermitteln

Eine weitere Methode, um negative Effekte durch Paketverluste zu verhindern, ist "Packet Order Correction" (POC). Sie stellt sicher, dass Pakete in der korrekten Reihenfolge weitergeleitet werden. POC markiert Datenpakete, bevor sie über die WAN-Strecke laufen. Dieses "Tagging" sorgt dafür, dass die Pakete nach dem Empfang in die richtige Reihenfolge gebracht werden können.

FEC und POC erlauben es, in Vplex-Geo-Umgebungen preisgünstige MPLS-Verbindungen (Multi-Protocol Label Switching) und VPNs (Virtual Private Networks) einzusetzen. Dies bietet in Verbindung mit Quality-of-Service-Mechanismen die Gewähr, dass Vplex-Daten mit Vorrang über WANs übertragen werden und sich der Bandbreitenbedarf in im Rahmen hält.

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