Software-RAIDs einrichten

Vorbereitungen für ein Linux-RAID

| Autor: Thomas Joos

Software-RAIDs in Linux
Software-RAIDs in Linux (Software-RAIDs in Linux)

Auch auf Linux-Systemen lassen sich RAID-Systeme auf Softwarebasis betreiben. In Linux werden die RAIDs oft auch als „mdraid“ oder „MD/RAID“ bezeichnet. Die Umsetzung von Software-RAIDs in Linux erfolgt meistens mit dem Treiber „mdadm“. Dieser ist in den meisten Linux-Distributionen verfügbar.

Linux unterstützt mehr Software-RAIDs als Windows und macOS. Welches RAID-System Sie nutzen können, hängt meistens von der Anzahl an Festplatten ab, die auf dem System zur Verfügung stehen. Folgende RAID-Systeme stehen zur Verfügung:

RAID 0 – Auch in Linux gibt es die Möglichkeit Software-RAIDs auf Basis der Zusammenfassung von mindestens zwei Datenträger zu einem gemeinsamen Datenträger zu erstellen.

RAID 1 – Festplattenspiegelung mit mindestens zwei Datenträger.

RAID 4 – Funktioniert ähnlich zu RAID 5. Allerdings werden die Paritätsdaten auf einer eigenen Festplatte gespeichert. Daher sind hier mindestens 4 Datenträger notwendig. Der Verlust eines Datenträgers kann kompensiert werden.

RAID 5 – Hier werden drei Festplatten benötigt. Im Gegensatz zu RAID 4 werden die Paritätsdaten auf den drei Festplatten verteilt. Der Verlust von einem Datenträger kann kompensiert werden.

RAID 6 – Mindestens 6 Festplatten sind notwendig. Der Verlust von zwei Festplatten kann kompensiert werden.

RAID 10 – Hier werden die Geschwindigkeitsvorteilte von RAID 0 mit der Datenspiegelung von RAID 1 kombiniert. Es sind mindestens 4 Festplatten notwendig.