Teil 1: Migrationsprobleme; 32 versus 64-Bit-Version

Von Windows XP auf Windows 7 migrieren: Tipps für den Umstieg

03.03.2010 | Redakteur: Ulrich Roderer

Intels Prozessorcheck für die XP-Migration nach Windows 7
Intels Prozessorcheck für die XP-Migration nach Windows 7

Seit Windows 7 zur Verfügung steht, denken immer mehr IT-Verantwortliche über einen Umstieg von XP nach. Dieser Überblick zeigt den Weg zum Umstieg und erläutert, in welchen Fällen der XP-Mode bei der Migration helfen kann.

Am 8. April 2014 wird laut Microsoft der gesamte Support für Windows XP eingestellt. Danach wird der Hersteller auch keinerlei Sicherheitsupdates mehr anbieten.

Schon seit dem 14. April 2009 hat Microsoft die Windows-XP-Betriebssysteme aus dem Mainstream-Support herausgenommen hat, und sie nur noch durch den „Extended Support“ unterstützt. Der Hersteller stellt damit zwar weiterhin Sicherheitsupdates zur Verfügung.

Aber der freie technische Support und Hotfixes, die nicht sicherheitsrelevant sind, stehen nur noch den Anwendern zur Verfügung, die eine sogenannte Software-Assurance abgeschlossen haben. Wobei sie dabei zudem noch ein Extended Hotfix Support Agreement mit Microsoft abgeschlossen haben müssen. Dennoch läuft die Mehrheit der Desktops in Unternehmen aber heute noch unter Windows XP.

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Entscheidungsgrundlagen für ein Update

Viele Experten weisen zwar in diesem Zusammenhang gern darauf hin, dass sich die XP-Systeme bewährt haben, ihre Zuverlässigkeit und Stabilität erwiesen ist und die Administratoren die Rechner im Griff haben.

Gegen diese Argumente spricht die Tatsache, dass Windows XP bereits seit 2001 auf dem Markt ist und somit weder ein innovatives noch aktuelles Betriebssystem für den professionellen Einsatz sein kann. Mit Windows 7 stehen außerdem deutliche Verbesserungen im Bereich der Sicherheit und bei der generellen Verwaltung der Systeme zur Verfügung.

Allerdings macht Microsoft den Firmen einen Umstieg von Windows XP auf Windows 7 nicht gerade leicht: Besitzen die Anwender XP-Lizenzen, so haben sie damit auch ein Anrecht auf eine Upgrade-Lizenz. Aber trotzdem ist es ihnen nicht möglich, einen Rechner einfach mittels eines Updates auf Windows 7 zu bringen.

Auch die Übernahme aller bestehenden Einstellungen und der auf dem System vorhandenen Anwendungen, wie sie beispielsweise noch bei einem Update von XP zu Windows Vista funktionierte, ist so nicht machbar. Ein derartiges als „Inplace-Update“ bezeichnetes Vorgehen von XP zu Windows 7 schließt Microsoft absolut aus.

So bliebe Administratoren höchstens die Möglichkeit, auf den PCs unter Windows XP ein Inplace-Update auf Windows Vista durchzuführen, um diese danach mit einem weiteren nun möglichen Inplace-Update mit Windows 7 auszurüsten.

Mag dieser Weg im bei einem Heimanwender noch als durchaus denkbare wenn auch umständliche Lösung gelten, so ist deren Einsatz in einem Firmennetz schlechtweg unmöglich: Nicht nur dass diese Vorgehensweise zeitaufwändig und umständlich ist, sie wird in komplexen Netzwerk-Domänen auch zwangsläufig zu Problemen und Fehlern führen.

Wege zum Update, unterschiedliche Versionen und Editionen

Welche Wege stehen also den IT-Verantwortlichen und Systemverwaltern offen, um ihre Desktop-Rechner auf Windows 7 umzustellen? Ohne Zweifel besteht ein relativ problemloser Ansatz darin, neue Systeme anzuschaffen, bei denen das Betriebssystem bereits vorinstalliert mit ausgeliefert wird.

Ist die vorhandene Hardware sowieso „in die Jahre gekommen“, kann das durchaus sinnvoll sein. Allerdings werden häufig sowohl die Kosten als auch ein nicht unerhebliche Installations- und Zeitaufwand gegen eine solche Lösung sprechen.

Windows 7 steht zu Recht in dem Ruf, auch auf älteren Systemen, die bisher unter Windows XP arbeiteten und unter Windows Vista nicht einzusetzen waren, relativ problemlos zu funktionieren. Da aber wie zuvor beschrieben, kein Inplace-Upgrade zur Verfügung steht, müssen die IT-Fachleute bei diesen Systemen im Prinzip eine Migration durchführen.

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