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Vogel Business Media lagert Infrastruktur für Online-Dienste aus

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Päckchen für Päckchen in die Cloud

Die finale Entscheidung für die Auslagerung der Online-Dienste in die ProfitBricks-Cloud fiel im Sommer 2014. Das interne Projektteam um Peter Kraus und Michael Eberle definierte zunächst die Meilensteine. Wegen der über acht Jahre gewachsenen Strukturen und der Verschiedenartigkeit der Angebote existierten zahlreiche technische Abhängigkeiten, beispielsweise bezüglich verschiedener Datenbanken.

Die Auslagerung fand deshalb Dienst für Dienst in verschieden großen Paketen statt und war im März 2015 abgeschlossen – in Anbetracht der Vielzahl der einzelnen Services und deren Verschiedenartigkeit ein wirklich ambitioniertes Projekt.

Nach der stückweisen Inbetriebnahme jedes einzelnen Portals wurde für ein paar Tage sehr genau beobachtet, wie sich dieses verhält: Gibt es bestimmte Aktionen, besonderen Kundenandrang, müssen die Ressourcen neu verteilt werden? Mit leichten Anpassungen war es aber jeweils getan. Seit März 2015 wird dennoch stetig weiter optimiert und angepasst – ein Prozess, der sicherlich noch eine Weile andauern wird.

Auslagerung der verschiedenen Webservices im Detail

Während der Migration nutzte das Team um Peter Kraus zudem die Chance, die in die Jahre gekommenen Strukturen technologisch grundsätzlich neu aufzusetzen. „Wir haben entschieden, dass alles, was eine Webpräsenz ausmacht, zukünftig in der ProfitBricks-Cloud liegen soll“, so Peter Kraus. Ausgelagert wurden demzufolge die Online-Umgebungen aller Webservices, bestehend aus Nginx-, Tomcat-, PHP- und Lucee-Webservern; MS SQL-, Couchbase- und Couch-Datenbanken; HP-Autonomy-Suchmaschinen, PfSence-Firewalls, High-Availability-Proxies, Load-Balancer etc.

Andreas Gauger ist Mitgründer, Geschäftsführer und Chief Marketing Officer bei Profitbricks.
Andreas Gauger ist Mitgründer, Geschäftsführer und Chief Marketing Officer bei Profitbricks.
(Bild: Profitbricks / michael@setzpfandt.com )

Systeme wie eine ERP-Lösung von SAP, das CRM-Tool und ein Redaktionssystem lagern nach wie vor intern. „Im Falle einiger Applikationen sind wir ziemlich sicher, dass ein Verlagern in die Cloud nicht die klügste Idee wäre“, ergänzt Michael Eberle. „Unser bandbreitenhungriges Redaktionssystem beispielsweise, in dem Content hin- und hergeschoben wird, Print-Layouts gestaltet werden – das betreiben wir weiterhin intern.“

Flexibles Management von Hardware-Ressourcen

„Wir haben den Schritt in die Cloud gewagt, damit wir für unsere diversen Online-Dienste flexibel Hardware-Ressourcen zu- oder abbuchen und unser Wachstum so besser handeln zu können. Das haben wir mit der Auslagerung der Infrastrukturen in die ProfitBricks-Cloud mehr als geschafft“, fasst Peter Kraus zusammen. Michael Eberle ergänzt: „Das Know-how für den Betrieb eines virtuellen Rechenzentrums liegt umfänglich in unserem Haus. Es ist unsere Strategie und Philosophie, alles, was eine Business-Relevanz hat, auch mit eigenem Know-how betreiben zu können. Das wollen wir auch in Zukunft nicht aufgeben.“

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