VMware kündigt Virtual SAN 6 und vSphere Virtual Volumes an

VMwares Vision von Software Defined Storage

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Ulrike Ostler

VMware kündigt vSphere Virtual Volumes und VMware Virtual SAN 6 an
VMware kündigt vSphere Virtual Volumes und VMware Virtual SAN 6 an (www.vmware.com)

Die Ankündigung von „vCloud Suite 6“, „vSphere with Operations Management 6“ und „vSphere 6“ einschließlich „Virtual Volumes“ und „VMware Virtual SAN 6“ Anfang dieser Woche offenbart die strategische Rolle von VMwares Software Defined Storage Technologie.

Virtual SAN 6 stellt laut VMware zusammen mit vSphere Virtual Volumes eine neue Generation von Enterprise Storage für den breiten Einsatz von Software Defined Storage dar. VMware Virtual SAN 6 sei radikal einfach und stelle bei vierfacher Performance, sowie doppelter Skalierbarkeit zahlreiche Enterprise-Funktionen zur Unterstützung unternehmenskritischer Anwendungen zur Verfügung.

VMware vSphere Virtual Volumes

Mit vSphere Virtual Volumes erweitert VMware seine Vision von Software Defined Storage zu einer anwendungsorientierten, richtlinienbasierten Automatisierung über heterogenen Speicher hinweg. VSphere Virtual Volumes (VVOL) erlaubt es den in Form von VMDK-Dateien existierenden virtuellen Gastsystemen besser mit dem unterliegenden Speichersystemen zu kommunizieren.

VVOL unterstützt laut VMware ein breites Spektrum an Storage-Systemen von Drittanbietern. Laut VMware ist vSphere Virtual Volumes das branchenweit erste Produkt für native Virtual Machine-Awareness für Speicher-Arrays externen Anbieter.

Neuer Industrie-Standard für Software-Defined Storage

VMware Virtual Volumes löst laut VMware zudem ein langjähriges Industrie-Problem, indem Storage-Arrays mit VVOL einen direkten Zugang zu virtuellen Maschinen haben. Unter der Haube besteht vSphere Virtual Volumes aus einem Set aus Storage APIs, welche eine granulare Integration zwischen den Storage-Arrays von externen Herstellern und VMware vSphere auf der Ebene von individuellen virtuellen Maschinen ermöglichen.

Die Storages können somit dynamisch Kapazitäten und Datendienste für jede virtuelle Maschine bereitstellen, was laut VMware zu einer agilen und kosteneffizienten Speicherinfrastruktur führe, die viel einfacher zu verwalten sei. Storage-Arrays mit VMware vSphere Virtual Volumes lassen sich über eine gemeinsame Kontrollplattform verwalten.

Virtual Volumes - VMwares Vision von Software Defines Storage
Virtual Volumes - VMwares Vision von Software Defines Storage (www.vmware.com)

Breite Hersteller-Akzeptanz

VMware vSphere Virtual Volumes genießt laut Aussage von VMware zudem breite Unterstützung aus dem VMware-Storage-Umfeld, da VMware eng mit den fünf wichtigsten Design-Partnern Dell, EMC, HP, IBM und Netapp zusammen arbeite, die maßgeblich an der Entwicklung der Technologie beteiligt waren.

Demnach sollten die ersten VMware vSphere Virtual Volumes-affinen Storage-Produkte voraussichtlich im ersten Halbjahr 2015 zur Verfügung stehen und über Atlantis Computing, Dell, Fujitsu, HP, Hitachi Data Systems, IBM, Netapp, NEC, Nexgen Storage, Symantec und Tintri vertrieben werden. Neben den genannten Partnern nehmen noch weitere 29 Storage-Partner an einem Programm teil. Das Ziel ist es, eigene Storage-Produkte auf den Markt zu bringen, die VMware vSphere Virtual Volumes-affin sind. Dazu zählen die Partner Commvault, NEC, Nimble Storage und Solid Fire.

VMware Vitual SAN 6

Mit der offiziellen Vorstellung seiner neuen Generation von Enterprise Storage-Lösungen erreicht der Virtualisierungsexperte die nächste Phase seiner Strategie für Software-Defined Storage. Virtual SAN 6 wurde für den breitflächigen Einsatz von Software Defined Storage entwickelt und macht VMwares vor rund 9 Monaten mit VSAN 5.5 erstmals eingeführte Hypervisor-konvergente Storage-Lösung in der neuen Version 6 signifikant skalierbarer und leistungsfähiger.

VMware virtual SAN abstrahiert und bündelt interne Festplatten und Flash-Storage von ESXi-Hosts zu logischen Speicher-Pools, wodurch virtuelle Maschinen ein gemeinsam nutzbarer Datenspeicher zur Verfügung steht. Gemeinsam mit vSphere Virtual Volumes realisiert VMware so ein bisher nicht dagewesenes Maß an Storage-Integration.

vSAN 6 reduziert Betriebskosten

VMware Virtual SAN ist vollständig in VMware vSphere integriert und bietet Funktionen für ein richtlinienbasierte Storage-Management. So verschiebt VSAN das Management-Modell für Storage vom Gerät auf die Anwendung, da Administratoren binnen Minuten Storage für Applikationen bereitstellen können.

Neben dem vereinfachten Management profitieren vSAN-Nutzer auch von der Integration in den gesamten VMware-Stack. So helfe Virtual SAN 6 laut VMware Kunden auch dabei, ihre kontinuierlichen Betriebskosten (OPEX) zu senken, da nach Einschätzung von VMware nur ein Drittel der Betriebskosten für die Verwaltung benötigt würden, im Vergleich zu konventionellem Storage.

VMware VSAN abstrahiert physische interne Festplatten zu logischen Speicherpools
VMware VSAN abstrahiert physische interne Festplatten zu logischen Speicherpools (www.vmware.com)

Die Neuerungen von VMware Virtual SAN 6 umfassen im Einzelnen:

  • Neue All-Flash-Architektur

vSphere Virtual SAN 6 erlaubt den Aufbau einer zweistufigen All-Flash-Architektur, in der Flash-Geräte sowohl für das Caching als auch für das persistente Speichern von Daten intelligent verwendet werden. Im Vergleich zu Virtual SAN 5.5 sei der Input/Output-Durchsatz pro Knoten dank der neuen All-Flash-Architektur mehr als vier Mal höher und liefere vorhersehbare Latenzzeiten von unter einer Millisekunde.

  • Maximaler Durchsatz

Ein VMware Virtual SAN Cluster mit 64 Knoten liefert bis zu sieben Millionen Input/Output Vorgänge pro Sekunde (IOPS) mit nahezu perfekt linearer Skalierbarkeit

  • Erweiterte Skalierbarkeit

Virtual SAN 6 verdoppelt die Skalierbarkeit auf 64 Knoten pro Cluster. Kunden können bis zu 6.400 virtuelle Maschinen pro Cluster betreiben und auf bis zu acht Petabyte an Speicherkapazität pro Cluster erweitern.

  • Snapshots der Enterprise-Klasse

Virtual SAN 6 führt eine leistungsfähige Snapshot-Funktion ein, die die Snapshot-Tiefe auf 32 je virtuelle Maschine erweitert, bei gleichzeitiger Minimierung des Performance-Overheads.

  • Rack-Erkennung

Virtual SAN 6 ermöglicht ein intelligentes Platzieren von VM-Objekten zwischen Server-Racks. Das verbessert die Verfügbarkeit von Anwendungen sogar im Falle eines vollständigen Rack-Ausfalls.

  • Erweiterter Blade-Support

Der neue Support von „Direct-attached“- JBODs erlaubt Kunden, VMware Virtual SAN 6 Cluster in Server Blade-Umgebungen großzügig skalieren.

Software-Defined Data Center al la VMware

Laut VMware lässt sich das volle Potenzial des Software Defined Data Centernur mit einem völlig neuen Ansatz von Software Defined Storage ausschöpfen, die Storage-bezogene operative Komplexität und Kostenfaktoren gleichermaßen adressiert. Daher stehe bei VMwares Software -Defined-Storage-Strategie der Hypervisor im Zentrum. Er transferiere das Storage-Thema in die Cloud-Ära und ermögliche die betriebliche Effizienz, wie seinerzeit die Server-Virtualisierung beim Computing.

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Raghu Raghuram, Executive Vice President and General Manager, Software-Defined Data Center Division, bei VMware kommentiert die Einführung von VMware Virtual SAN 6 und VMware vSphere Virtual Volumes mit, „In Gesprächen mit unseren Kunden hat sich gezeigt, dass diese einen einfachen, kostengünstigen und Cloud-fähigen Ansatz für Storage benötigen. Genau das bieten Virtual SAN 6 und vSphere Virtual Volumes und erfüllen die Anforderungen unserer Kunden durch ein verbessertes Hypervisor-konvergentes Storage-Tiering und die Integration in existierende Storage-Arrays, die virtuelle Maschinen automatisch wahrnehmen.“

Raghu Raghuram
Raghu Raghuram (www.vmware,com)

Preis und Verfügbarkeit

VMware Virtusal SAN 6 und VMware vSphere Virtual Volumes sollen voraussichtlich noch im 1. Quartal 2015 erhältlich sein. VMware Virtual SAN kostet 2.495 Dollar pro CPU; VMware Virtual SAN für Desktop 50 Dollar pro User.

Die neue All-Flash-Architektur soll als Add-on von VMware Virtual SAN 6 zu einem Preis von 1.495 Dollar pro CPU und 30 Dollar pro Desktop erhältlich sei. VMware vSphere Virtual Volumes dagegen steht als Feature in der VMware vSphere Standard Edition und darüber hinaus in den VMware vSphere ROBO Editionen zur Verfügung.

Weitere Informationen finden sich in der offiziellen Ankündigung.

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