Erst Gold, jetzt Platin

VMware stockt Linux Foundation-Förderung auf

| Redakteur: Tina Billo

VMware gesellt sich in der Linux Foundation zu den Platin-Mitglieder.
VMware gesellt sich in der Linux Foundation zu den Platin-Mitglieder. (Bild: Pixel-mixer/Pixabay / CC0)

In schneller Taktung verstärkt VMware sein Engagement in der Linux Foundation. Nach dem Umstieg auf die Gold-Mitgliedschaft vor knapp sieben Monaten reiht sich der Virtualisierungspionier nun in die Liga der Platin-Partner ein.

Mit dem Wechsel von der Gold- hin zur Platin-Mitgliedschaft nimmt VMware künftig einen Betrag in Höhe von 500.000 US-Dollar jährlich in die Hand, um die Open-Source-Projekte des 800 Mitglieder zählenden gemeinnützigen Konsortiums zu unterstützen. Im Gegenzug verspricht sich der Hersteller hiervon auf wichtigen Gebieten wie dem Cloud Computing eine noch engere Zusammenarbeit mit der Community. Diese soll sich in verbesserten Lösungen sowie Diensten für die eigenen Kunden auszahlen.

Ausbau der Kooperation

Das Aufrücken in die Platin-Kategorie ist laut VMware der nächste logische Schritt der seit 2008 laufenden Mitarbeit in unterschiedlichsten Initiativen der Linux Foundation. Hierzu zählen unter anderem die Open Network Automation Platform (ONAP), Cloud Foundry, die Open Container Initiative, Open vSwitch, die Cloud Native Computing Foundation (CNCF), das EdgeX Foundry- und IO Visor- sowie OpenStack-Projekte.

Dirk Hohndel, Vice President und Chief Open Source Officer bei VMware, gehört weiterhin dem Vorstand des vierzehn Köpfe zählenden Industriekonsortiums an, künftig jedoch als Vertreter der Platin-Sparte. Der von ihm bislang als Gold-Mitglied besetzte Platz wird neu vergeben.

Linux Foundation begrüßt das Engagement

Gemäß Jim Zemlin, Executive Director der Linux Foundation, unterstreiche das „Upgrade“ der Mitgliedschaft die Bedeutung, die VMware dem Thema Open Source beimesse. „VMware engagiert sich aktiv und in hohem Maß für die Open-Source-Gemeinschaft. Diese zeigt sich einerseits in der aktiven und umfassenden Beteiligung an zahlreichen Projekten, andererseits an der Veröffentlichung eigener Quellcodes.“

Damit tritt Zemlin den häufig geäußerten Vorwürfen entgegen, dass der Hersteller GPL-Lizenzbedingungen nicht einhalten würde. Dies hatte VMware in der Vergangenheit nicht den besten Ruf in der Open-Source-Community beschert und Kritik an der Mitwirkung in der Linux Foundation hervorgerufen.

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