VMworld US 2016

VMware schafft Brücken zu den Rivalen

| Autor: Ludger Schmitz

(Bild: VMware)

VMware reagiert darauf, nicht mehr einzig das Maß der Dinge in Sachen Virtualisierung zu sein. Der Container-Technik begegnet das Unternehmen mit einem integrativen Ansatz, und ähnlich folgt es in Sachen Private Cloud der Open-Stack-Linie.

In erster Linie war die Hausmesse VMworld US 2016 in Las Vegas vom Thema Cloud Computing beherrscht, wie die Schwesterpublikation CloudComputing-Insider berichtete. Im Prinzip positioniert VMware sich dabei mit den Stärken aus jahrelanger Erfahrung mit Virtualisierung: Einbeziehung aller beteiligten Komponenten und vor allem einfache Administration der quasi unduchschaubar gewordenen Umgebung. Dabei sind dem Unternehmen zwei fundamentale Techniktrends nicht entgangen: Docker-Container und OpenStack.

Das neue OpenStack-Release integriert

In Las Vegas stellte der Virtualisierungsspezialist „VMware Integrated OpenStack 3“ vor. Mit diesem Produkt bekräftig VMware die Unterstützung für den Cloud-Ansatz mit Open-Source-Vorzeichen; denn es basiert auf dem aktuellen OpenStack-Release Mitaka. Die funktionalen Verbesserungen dieser Version gelten noch einmal dem, was VMware seit jeher ins Zentrum stellt: Die Management-Kontrollebene zielt darauf ab, den IT-Operations-Teams die Arbeit leichter zu machen, Cloud-Umgebungen schnell aufzubauen und mit VMware-Infrastruktur zu verbinden.

Verlockungen für Ops-Teams

Bestehende virtuelle VMware vSphere-Maschinen lassen sich in OpenStack importieren. Für vSphere, NSX und Virtual SAN gibt es OpenStack-APIs, so dass Entwicklungsteams im günstigen Fall in ihrer gewohnten virtuellen Umgebung weiterarbeiten können. Die VMware-Produkte „vRealize Operations“ und „vRealize LogInsight“ lassen sich für das Monitoring und Troubleshooting in der Open-Stack-Cloud ebenso nutzen wie in der VMware-Umgebung. vRealize Business ermöglicht eine Kalkulation von Kapazitäten und vor allen Kosten verschiedener Cloud-Angebote.

Ein Upgrade von VMware Integrated OpenStack2 auf die Version 3 soll reibungslos möglich sein. Die OpenStack-Version ist für Kunden, die bereits die VMware vSphere Enterprise Plus Edition, vSphere with Operations Manager Enterprise Plus Edition, vSphere Standard Edition mit NSX Advanced und vCloud Suite nutzen kostenlos erhältlich.

Docker in VMware-Umgebungen

Unter all den Cloud-Themen der VMworld konnte leicht übersehen werden, dass VMware in Sachen vSphere Integrated Containers einen ähnlich integrativen Ansatz verfolgt. Auch er läuft darauf hinaus, VMware-Umgebungen zu erhalten, indem man Docker-Container integriert. Hier ermöglichen es neue Funktionen den IT-Operations-Teams, ihren App-Teams eine mit Docker kompatible Schnittstelle zur Verfügung zu stellen, die auf ihrer bestehenden vSphere-Infrastruktur läuft.

Die Neuerungen heißen „Admiral“ und „Harbor“. Admiral ist ein integriertes Container-Management-Portal mit dem Entwicklerteams Applikationen bereitstellen können. Harbor soll Operations-Teams helfen. Hierzu gehören unter anderem Nutzermanagement und Zugriffskontrolle, Ausweitung von Richtlinien, Support für Audits und Logs sowie eine RESTful-API.

Ohne Open Source geht es nicht

VMware vsphere Integrated Containers ist Open Source und lässt sich von Github herunterladen. Das Unternehmen bietet auch an sich für ein Beta-Programm zu registrieren. Die Software lässt sich von Anwendern nutzen, die VMware vSphere Enterprise Plus Edition, vSphere with Operations Management Enterprise Plus Edition und die vCloud Suite einsetzen.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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