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Interview mit VMware-Manager Thomas Kühlewein „VMware ist der einzige Technologie-Enabler der Cloud“

| Autor / Redakteur: Das Interview führte Michael Hase / Michael Hase

VMware positioniert sich heute als strategischer Infrastruktur-Anbieter, wie Thomas Kühlewein, Zentral- und Osteuropachef des Herstellers, betont. Enduser-Computing, Software-defined Datacenter und Hybrid Cloud heißen die großen Themen, von denen auch die Partner profitieren sollen. Allerdings steigen für sie die Anforderungen.

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Thomas Kühlewein, Zentral- und Osteuropa-Chef von VMware, sieht im Software-defined Datacenter große Chancen für Partner.
Thomas Kühlewein, Zentral- und Osteuropa-Chef von VMware, sieht im Software-defined Datacenter große Chancen für Partner.
(Bild: VBM-Archiv)

VMware hat im Februar die Horizon Suite gelauncht. Welche strategische Bedeutung hat das Produkt für den Anbieter?

Kühlewein: Mit dem Produkt haben wir unsere verschiedenen Technologien für das Enduser-Computing in eine Suite integriert. Neben View, unserer Lösung für die Desktopvirtualisierung, und der Image-Management-Lösung Mirage ist ein neues Produkt hinzugekommen, der Horizon Workspace. Dabei handelt es sich um einen zentralen Service, über den Daten und Applikationen verwaltet werden. Die Integration der Technologien zielt darauf ab, die Installation und den Betrieb zu vereinfachen. Letztlich geht es darum, Anwendungen und Daten zentral zu managen und bei Bedarf auf jedem Gerät, jederzeit und an jedem Ort bereitzustellen. Enduser-Computing ist derzeit eines unserer drei großen Themen neben Software-defined Datacenter und Hybrid Cloud. Zur Cebit haben wir damit begonnen, auch was den Wettbewerb angeht, mit allen drei Themen etwas lauter am Markt zu werden.

Wen meinen Sie konkret, wenn Sie von Wettbewerb sprechen? Welchen Anbietern möchte VMware im Enduser-Computing künftig Marktanteile abnehmen? Microsoft? Citrix?

Kühlewein: So denken wir nicht. Wir entwickeln Lösungen zunächst für unsere Kunden, um deren IT schlagkräftiger zu machen und ihre Betriebskosten zu senken. Durch diesen Ansatz gewinnen wir Marktanteile. Unsere Motivation ist es, die beste Lösung für unsere Kunden zu entwickeln. Mit Horizon reagieren wir auf den Markt und die zunehmende Verbreitung unterschiedlicher Endgeräte. Wir gehen den nächsten logischen Schritt, basierend auf unserer Kerntechnologie, unser Lösungsportfolio im Enduser-Computing auszubauen. VMware ist unbestrittener Marktführer in der Server-Virtualisierung. Unsere Kunden erwarten einen flexiblen Zugriff über Smartphone, Tablet oder PC auf personalisierte Daten und Anwendungen, die zentral im Rechenzentrum bereitgestellt werden. Im Vergleich zum Wettbewerb im Enduser-Computing haben wir eine Lösung, die für die IT-Abteilung einfach zu managen und für den Benutzer simpel zu bedienen ist. Wie beim iPad gibt es Icons, die man anklickt, um beispielsweise in sein CRM-System oder seine Human-Resources-Lösung zu gelangen.

Wird mit solchen Lösungen das klassische Desktop-Betriebssystem über kurz oder lang überflüssig?

Kühlewein: Technisch betrachtet ist das Betriebssystem dafür verantwortlich, die Hardware-Ressourcen zu verwalten. Diese Aufgabe hat schon lange der Hypervisor übernommen. Und das Betriebssystem verliert weiter an Relevanz. Perspektivisch werden klassische Windows-Lösungen immer weniger benötigt. Das lässt sich auch am Nutzerverhalten ablesen, das sich durch die neuen Formfaktoren verändert hat. Die junge Generation denkt nicht mehr in Desktops und Foldern, sondern in Apps und Apps-Stores, wo sie ihre Dienste herunterlädt, vom Busfahrplan über Social Media bis zur Wettervorhersage.

Wie VMware das Konzept Software-defined Datacenter (SDDC) umsetzt, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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