Funktionen für Migration und Anwendungsschutz

VMware Cloud on AWS expandiert in Europa

| Autor: Elke Witmer-Goßner

VMware Cloud on AWS aus Frankfurt senkt die Hürde vor allem für deutsche Unternehmen auf ihrem Weg in die Cloud.
VMware Cloud on AWS aus Frankfurt senkt die Hürde vor allem für deutsche Unternehmen auf ihrem Weg in die Cloud. (Bild: gemeinfrei (Kallmann - Pixabay/CC0) / CC0)

Der bereits im vergangenen August zur „VMworld 2017“ verkündete On-Demand-Cloud-Service „VMware Cloud on AWS“ startet jetzt auch in Europa durch. Ab sofort können Partner von VMware beziehungsweise „Amazon Web Services“ die Hybrid Cloud Services nicht nur aus dem AWS-Rechenzentrum in London, sondern auch – und dies sollte für viele deutsche Kunden interessant sein – in Frankfurt am Main anbieten.

VMware Cloud on AWS ist so konzipiert, dass Kunden ihre Anwendungen in gewohnter Weise und ohne Unterbrechung in einer Hybrid Cloud ausführen, verwalten und absichern können. Dank einer konsistenten Infrastruktur über die gesamte Hybrid Cloud hinweg können Anwendungen frei zwischen On-Premises „VMware vSphere“-Rechenzentren und AWS bewegt werden.

VMware Cloud on AWS bietet Kunden eine Reihe von AWS-Services, wie Computing, Datenbanken, Analytics, Internet of Things (IoT), Security, Mobilgeräte, Anwendungsservices und mehr. Sie haben zudem Zugang zu denselben Cloud-Management-Lösungen und -Services, die sich im Rechenzentrum bereits bewährt haben. Für Verwaltung und Sicherheit von kritischen Anwendungen in der Public Cloud stehen außerdem mehr Tools, Richtlinien und Expertise zur Verfügung, verspricht VMware.

Anwendungsschutz und Weiterentwicklung datenintensiver Anwendungen

Mit dem Europastart erhält VMware Cloud on AWS einige neue Funktionen, die die Migration in die Cloud vereinfachen sowie beschleunigen sollen. Hybrid-Cloud-Deployments ergänzen das aktuelle Angebot. Das Update umfasst folgende Neuerungen:

  • Anwendungen sind jetzt vor verschiedenen Störfällen, wie wie Ausfällen von Rechenzentren und Verfügbarkeitszonen oder Host- und VM-Level-Ausfällen geschützt. Mit „Stretched Clusters for VMware Cloud on AWS“ soll für jede Anwendung in den AWS Availability Zones (AZ) Zero Recovery Point (RPO)-Hochverfügbarkeit gewährleistet werden können. Dabei sind keine größeren Eingriffe in die Anwendungsarchitektur nötig.
  • Dank einer schnelleren Bearbeitung von Big-Data-Volumina in der Cloud sollen datenintensive Workloads jetzt native „VMware vSAN“-Kompression und Deduplizierung nutzen können, um die Gesamtbetriebskosten zu senken und die Vorteile von All-Flash-Storage zu nutzen. Schätzungen zufolge könnten Kunden ihre Storage-Kosten mit der nativen vSAN-Deduplizierung und -Kompression um die Hälfte senken und zugleich inaktive Ressourcen mit elastischem On-Demand-Computing reduzieren. Laut einem internen Test von VMware könnte ein Kunde mit typischen Workloads und einem Storage-Bedarf von 150 Terabyte in einem Zeitraum von drei Jahren bis zu 1,2 Millionen Dollar mit einem VMware Cloud on AWS Software-defined Datacenter (SDDC)-Cluster sparen.
  • Verfügbar ist jetzt auch „VMware vMotion“ zur Workload-Migration zwischen On-Premise und VMware Cloud on AWS sowie Cluster-übergreifend zwischen Hosts innerhalb von VMware Cloud on AWS SDDC. VMware will vMotion bald auch zwischen Hosts in einem Stretched Cluster über zwei AWS Availability Zones hinweg verfügbar machen.
  • Die Unterstützung von „VMware Horizon“ ermöglicht Kunden die einfache Bereitstellung und den reibungslosen Betrieb virtueller Horizon-Desktops und -Anwendungen auf VMware Cloud on AWS – unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Aspekte der Cloud-Nutzung. Mit VMware Horizon sollen Kunden ihre lokalen Desktop-Services über die Cloud ohne neue Hardware-Anschaffungen ausweiten können sowie virtuelle Desktops oder veröffentlichte Anwendungen näher an Niederlassungen und Lokationen bringen. Damit ließe sich die Latenz und die Enduser Experience verbessern. Zudem könnten Kunden elastische Kapazität als kosteneffektiven Weg nutzen, um On Premise Horizon-Deployments zu erweitern oder vorübergehenden Bedarf zu decken.
  • Überhaupt sollen sich mit VMware SDDC-Umgebungen in VMware Cloud on AWS schneller und einfacher einrichten, konfigurieren und verwalten lassen, verspricht der Anbieter. Die Integration in „AWS Cloud Formation“ und „Hashicorp Terraform“ erlaube Kunden die Bereitstellung auf SDDC-Level zu automatisieren unter Einsatz verbreiteter und häufig genutzter DevOps-Tools. VMware kündigt darüber hinaus ein Developer Center an, das in die Service-Konsole von VMware Cloud on AWS integriert ist und Automatisierungsexperten, DevOps-Ingenieuren und Entwicklern ein zentrales Portal an die Hand gibt, um Zugriff auf API-Informationen, Software Development Kits, Code-Beispielen und Befehlszeilen-Schnittstellen zu erhalten. Kunden sollen zudem mit Networking- und Security-Funktionalitäten von „VMware NSX“, einschließlich „Tunnel Status Monitor“, „Connectivity Checker“ und „Firewall Rule Accelerator“ die initiale Netzwerk-Konfiguration beschleunigen und den laufenden Betrieb verbessern können.

Zusätzlicher Support durch VMware Cloud Services

VMware Cloud on AWS unterstützt bereits „VMware Hybrid Cloud Extension“ und „Wavefront by VMware“, die neueste Version jetzt auch „VMware Cost Insight“ und „VMware Log Intelligence“. Cost Insight ist ein Software-as-a-Service-Angebot, mit dem die exakten Kosten einer Migration zu VMware Cloud on AWS auf Grundlage echter Inventory-Daten aus dem „VMware vCenter“ ermittelt werden können.

Log Intelligence liefert Echtzeit-Sichtbarkeit der Infrastruktur-Überwachungs- und Anwendungsprotokolle, um Störfälle schnell zu isolieren und zu beseitigen. Sowohl Cost Insight als auch Log Intelligence sind als kostenlose Testversionen für Cloud-on-AWS-Kunden verfügbar.

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