Bitkom: Die Arbeit aus dem Home Office und externe Spezialisten werden wichtiger

Virtuelle Teamarbeit fordert die IT

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Die Arbeitswelt wird richig heimelig.
Die Arbeitswelt wird richig heimelig. (Bild: magicpen, pixelio.de)

Mehr als zwei Drittel der Unternehmen sind der Ansicht, dass sich durch Home Office, Einsatz von externen Spezialisten und Videokonferenzen die Arbeitsumgebung zu viruellen Teams verändern wird. Die IT-Abteilungen werden die Grundlagen für flexibleres Arbeiten schaffen müssen.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt lässt Unternehmen über neue Formen der Kooperation nachdenken. 70 Prozent gehen davon aus, dass sich durch Home Office, den Einsatz externer Spezialisten sowie virtuelle Zusammenarbeit das Innovationstempo erhöhen wird. Zwei Drittel (65 Prozent) erwarten, dass die deutsche Wirtschaft dadurch stärker wachsen und Arbeit schaffen wird. So die Ergebnisse ein Aris-Umfrage unter 1500 deutschen Unternehmen.

Bitkom möchte Lockerung des Arbeitsrechts

Prompt leitet der IT-Branchenverband Bitkom daraus die Warnung ab, „durch übertriebene Regulierung im Arbeitsrecht wie bei der geplanten neuen Arbeitsstättenverordnung oder beim Thema Werkverträge diese Chancen zunichte zu machen“. Über die politische Forderung hat der Bitkom anscheinend übersehen, wer die Herausforderungen, die sich aus der begrüßten „Zusammenarbeit in virtuellen Teams“ ergeben, zu bewältigen haben wird: die IT-Abteilungen.

Zunächst einige Befunde der Umfrage: 30 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass Arbeit im Home Office wichtiger wird als bisher. Bitkom-Präsident Professor Dieter Kempf plädiert für die Entkoppelung vom Büroarbeitsplatz: „Das flexible Arbeiten, auch von zu Hause aus, ist etwas, was vor allem gut ausgebildete Hochschulabsolventen erwarten.“

Zuarbeit externer Spezialisten wird wichtiger

35 Prozent der Unternehmen erwarten, dass externe Spezialisten für sie wichtig werden. Derzeit ist das bei einem Viertel der Firmen der Fall. Hier geht es nicht um x-beliebige freie Mitarbeiter, sondern um Spezialisten, „nicht um ein schlichtes Sparprogramm“, wie Kempf erklärt.

Telefonkonferenzen sind jetzt schon bei einem Drittel der Firmen üblich, und sie sind offenbar längst nicht „old school“. Denn 44 Prozent wollen diese Kommunikationsform künftig noch häufiger nutzen. Videokonferenzen gibt es momentan bei acht Prozent der Unternehmen. 39 Prozent erwarten, dass dieser Anteil steigen wird.

Inhalt des Artikels:

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43231522 / Services)