Flexibles Arbeiten und effizientes IT-Management

Virtuelle Desktops & CAD-VDI von Citrix bei Kesseböhmer

| Autor / Redakteur: Holger Hespelein* / Andreas Donner

Die Kesseböhmer-Firmenzentrale in Bad Essen.
Die Kesseböhmer-Firmenzentrale in Bad Essen. (Bild: Kesseböhmer)

Vom Büro-Anwender bis zum CAD-Konstrukteur: Mit der Desktop-Virtualisierungslösung Citrix XenDesktop stellt das Unternehmen Kesseböhmer jedem Anwender den passenden digitalen Arbeitsplatz zur Verfügung – sicher, kosteneffizient und ohne Kompromisse beim Benutzerkomfort.

Der Name Kesseböhmer steht für Innovation, die Design, Funktion und Qualität in sich vereint – und das seit Generationen. Das 1954 gegründete Unternehmen zählt heute zu den führenden Anbietern von Küchenausstattungen und hat sich mit spezialisierten Zulieferteilen für die Automobilindustrie ein weiteres zukunftsorientiertes Standbein geschaffen.

Die Produkte von Kesseböhmer sorgen für Ordnung und Übersicht und verbessern beispielsweise die Raumausnutzung und Arbeitsabläufe in der Küche. Aber nicht nur die Anwender, sondern auch Industrie und Handwerk profitieren von der einfachen Montage und Justierbarkeit der innovativen Komponenten. Immer mehr Produkte von Kesseböhmer werden heute werkzeuglos geclipst. Das spart wertvolle Zeit und sichert einen durchgängig hohen Montagestandard.

Hohe Qualitätsstandards zu setzen, Innovationen zu verwirklichen und gleichzeitig den Arbeitsaufwand zu reduzieren – das war in den letzten Jahren auch die Zielsetzung der IT-Organisation von Kesseböhmer. Im Fokus standen dabei vor allem die rund 700 Desktop-Arbeitsplätze des Unternehmens.

„Als wir vor mehreren Jahren die Migration auf Windows 7 planten, wurde uns klar, dass wir mit den eingesetzten Softwareverteilungsverfahren nicht mehr weitermachen möchten“, sagt Detlef Voigt, IT-Manager bei Kesseböhmer. „Jedes Software-Update war mit enorm viel Arbeit verbunden und die Ergebnisse waren dennoch oft nicht befriedigend. Letztlich hatte fast jeder unserer PC-Arbeitsplätze einen individuellen Systemzustand.“

Das Ziel: Einfachere Desktop-Bereitstellung für alle Benutzergruppen

Im Zuge der Migration wollte die IT-Organisation daher die Desktop-Arbeitsplätze und die eingesetzte Software standardisieren und gleichzeitig das Desktop- und Anwendungs-Management deutlich vereinfachen. „Wir haben uns zusammen mit mehreren Systemhäusern verschiedene Konzepte angesehen und sind letztlich bei der Desktop-Virtualisierung gelandet“, so Voigt.

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Das Unternehmen Kesseböhmer
 
Der Partner SVA

ER setzt hinzu: „Besonders überzeugen konnte uns dabei ein Lösungskonzept auf Basis von „Citrix Xen Desktop“, das uns der System-Integrator SVA vorstellte. Im Proof-of-Concept wurde deutlich, dass wir mit dieser Lösung wirklich alle Arten von Arbeitsplätzen virtualisiert über das Rechenzentrum bereitstellen können – von Standard-Desktops bis zu den Workstations unserer CAD-Entwickler.“

Bei der Umsetzung starteten die Projektpartner zunächst mit den Desktops der typischen Büroanwender. Kesseböhmer und SVA bereiteten ein virtuelles Windows 7-Desktop-Image vor und installierten in dieses Image die wichtigsten Standard-Applikationen, die von allen Usern benötigt werden. Zudem wurde eine Citrix XenApp-Umgebung aufgebaut, um auch Spezialanwendungen zentral bereitzustellen. Diese Applikationen können von den Anwendern direkt aus dem virtuellen Desktop heraus gestartet werden.

Von XP auf Windows 7

Schritt für Schritt stellte die IT-Organisation dann insgesamt 600 vorhandene Windows „XP“-Fat Clients auf virtuelle „Windows 7“-Desktops um. Die Anwender an vier Standorten arbeiten heute ausschließlich mit Desktops und Applikationen, die auf zentralen Servern im Rechenzentrum von Kesseböhmer laufen. Ein Großteil der vorhandenen PCs konnte so durch kostengünstige Thin Clients von Igel mit langer Lebensdauer ersetzt werden.

„Wir haben durch die konsequente Umsetzung unserer Strategie sehr schnell die erhofften Einspareffekte erzielt“, sagt Voigt. „Nicht nur die Kosten für die Client-Hardware sind gesunken, sondern auch der Administrationsaufwand pro Arbeitsplatz ist erheblich zurückgegangen.“

Statt an jedem einzelnen Desktop müssten Applikationen nur noch einmal zentral auf den Servern installieren. So sei das Unternehmen heute in der Lage, neue Software und Updates sehr schnell unternehmensweit zugänglich zu machen.

CAD-Arbeitsplätze wandern ins Rechenzentrum

Im nächsten Schritt wandten sich die Projektpartner dann den Arbeitsplätzen der CAD-Anwender zu. Rund 100 Konstrukteure sind bei Kesseböhmer für die Entwicklung neuer Komponenten verantwortlich und nutzen dafür vor allem die CAD-Software „PTC Creo“.

Auch die Desktops dieser Anwendergruppe sollten nun virtualisiert über das Rechenzentrum bereitgestellt werden. Dabei ging es den IT-Verantwortlichen vor allem darum, die Administration zu vereinfachen und CAD-Anwender an unterschiedlichen Standorten möglichst flexibel einbinden zu können. Durch die zentrale Datenhaltung wollte man zudem die Sicherheit der sensiblen Konstruktionsdaten erhöhen.

„Wir haben bei den ersten Tests schnell erkannt, dass für eine erfolgreiche CAD-Virtualisierung unterschiedliche Lösungskomponenten perfekt zusammenspielen müssen“, berichtet Voigt. „Wenn an irgendeiner Stelle Performance-Probleme auftreten, wird die Lösung von den Anwendern nicht akzeptiert.“

Performance ist einfach unverzichtbar

Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg des Projekts war zum einen die „HDX 3D Pro“-Technologie von Xen Desktop. Mit Optimierungs- und Beschleunigungsverfahren sorgt diese dafür, dass Anwender auch über große Entfernungen und begrenzte Bandbreiten im WAN performant mit grafikintensiven Applikationen arbeiten können.

Hilfreich war zum anderen die Weiterentwicklung der eingesetzten CAD-Software. Ein neues Release von PTC Creo ermöglichte nach Aussage des IT-Managers ein deutlich flüssigeres Arbeiten in der virtualisierten Umgebung.

Um die Anforderungen der Anwender zu erfüllen, musste die IT-Organisation schließlich ausreichend Rechen- und Grafikleistung für die virtuellen CAD-Desktops zur Verfügung stellen. In der ersten Phase des Projekts nutzte man als Hardware-Plattform 14 IBM-Server vom Typ „x3650“, die mit je vier „Nvidia Quadro 2000“ Midrange-Grafikkarten ausgestattet waren. Auf jedem Server konnten so vier CAD-Entwickler arbeiten – insgesamt bot die Lösung damit Kapazität für bis zu 56 gleichzeitige Anwender.

Nachbesserung

Da jeder virtuelle Desktop Zugriff auf einen dedizierten Grafikprozessor hatte, war die Performance der Lösung bereits mit lokalen CAD-Workstations vergleichbar. Allerdings stießen die virtuellen Desktops bei der Bearbeitung sehr großer Baugruppen teilweise an ihre Leistungsgrenzen. Zudem wünschte sich die IT-Organisation noch mehr Flexibilität und bessere Skalierbarkeit beim Setup der Server-Infrastruktur.

16 Konstrukteure arbeiten heute auf einem Server

„Den wirklichen Durchbruch bei der CAD-Virtualisierung erzielten wir schließlich mit der „vGPU“-Technologie “, sagt IT-Manager Voigt. „Durch das Zusammenspiel von `Nvidia Grid´-Grafikkarten mit Xen Desktop konnten wir erstmals die Leistung von High-End-Grafikprozessoren virtualisiert mehreren Desktops auf einem Server zuweisen.“

Gemeinsam mit SVA richtete man nun eine weitere virtuelle CAD-Infrastruktur auf Basis von „Fujitsu CX400“-Servern ein. Die Benutzerdichte ließ sich in der neuen Umgebung drastisch erhöhen: Bereits mit einer „Nvidia Grid K2“-Grafikkarte pro Server war es nun möglich, bis zu 16 virtuelle CAD-Desktops gleichzeitig auf einer physischen Maschine auszuführen. Durch eine zweite Grid-Karte ließe sich die Benutzeranzahl sogar jederzeit noch verdoppeln.

Mit nur vier zusätzlichen Servern kann die IT-Organisation nun 64 weitere virtuelle CAD-Desktops im Rechenzentrum betreiben – und dies sogar mit einer verbesserten Performance für die Endanwender. „Bei unseren Benchmark-Tests mit großen Baugruppen erreichte die neue Umgebung 30 bis 50 Prozent bessere Werte als die bisherige Umgebung“, bestätigt Voigt.

Unterstützung durch GPUs und Wirtschaftlichkiet

Der IT-Manager freut sich zudem über die Wirtschaftlichkeit der neuen Lösung: „Wir konnten durch die CAD-Virtualisierung zahlreiche High-End-Workstations einsparen und durch CAD-fähige Thin Clients ersetzen. Auch wenn wir auf der anderen Seite die Kosten für Server und Lizenzen berücksichtigen, haben sich die Gesamtkosten für den Betrieb unserer CAD-Arbeitsplätze in Summe etwa halbiert.“

Noch nicht eingerechnet sind dabei weitere Vorteile, von denen Kesseböhmer heute profitiert – wie zum Beispiel die höhere Ausfallsicherheit und Flexibilität. Sollte etwa einer der Thin Clients defekt sein, kann sich der Anwender sofort von einem anderen Endgerät aus mit seinem virtuellen Desktop verbinden und die Arbeit fortsetzen.

Das aufwändige Einrichten einer Ersatz-Workstation entfällt. Ebenso einfach kann die IT-Organisation heute neue Anwender oder auch externe Dienstleister an jedem beliebigen Standort in die Umgebung integrieren.

Hohe Datensicherheit – auch beim mobilen und flexiblen Arbeiten

Die Mitarbeiter von Kesseböhmer schätzen die flexiblen Zugriffsmöglichkeiten durch die virtuelle Desktop-Lösung. CAD-Konstrukteure können jetzt auch von unterwegs oder von zu Hause aus mit dem Notebook an ihren neuesten Entwicklungen arbeiten. Mobile Anwender – zum Beispiel im Vertrieb – nutzen heute teilweise sogar „Apple iPads“ für den Zugang zu ihren Business-Applikationen.

„Mit dem Citrix Receiver lässt sich der virtuelle Windows-Desktop auch auf „iOS“-Endgeräten zur Verfügung stellen – und mit einer Bluetooth-Tastatur und der Citrix X1 Mouse wird das iPad sogar zum kompletten Desktop-Ersatz für unterwegs“, so Voigt.

Um die Sicherheit sensibler Geschäftsinformationen muss sich der IT-Manager bei allen diesen Szenarien keine Gedanken machen. Daten und Anwendungen bleiben auch beim mobilen Zugriff stets im geschützten Rechenzentrum. „Citrix Netsclaer“ verschlüsselt die gesamte Kommunikation zwischen den Clients und den Servern, zusätzlich ist der Web-Zugang durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung abgesichert.

Schutz vor eingeschleppter Malware

Selbst vor Bedrohungen wie Ransomware kann die Xen Desktop-Umgebung schützen. Als mehrere Mitarbeiter ihren virtuellen Desktop versehentlich mit einem Kryptotrojaner infiziert hatten, genügte ein einfacher Neustart vom geschützten Master-Image, um den Desktop wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen. Lediglich die Server-gespeicherten Profile der Anwender mussten neu angelegt werden.

Holger Hespelein.
Holger Hespelein. (Bild: Hespelein)

„Citrix-Technologien ermöglichen uns heute, sichere digitale Arbeitsplätze für unsere Anwender zur Verfügung zu stellen – flexibel, kosteneffizient und mit maximalem Benutzerkomfort“, resümiert Detlef Voigt. „Mit Xen Desktop können wir dabei die Anforderungen aller Benutzergruppen abdecken. Und mit SVA haben wir einen Partner an unserer Seite, der uns in jeder Projektphase kompetent unterstützt – vom Design der Infrastruktur bis zum Troubleshooting.“

* Holger Hespelein ist Dipl.-Journalist in München.

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