Nested Virtualization in Windows Server 2016

Virtualisierung von Hyper-V mit Hyper-V

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Die Aktivierung von Nested Virtualization für Hyper-V in Windows Server 2016

Wenn die Vorbereitungen getroffen sind, müssen Administratoren in der Powershell auf dem Hyper-V-Host ein Powershell-Skript erstellen, welches die eingebettete Virtualisierung aktivieren kann. Microsoft stellt das Skript kostenlos zur Verfügung. Wenn der Hyper-V-Host über eine Anwendung im Internet verfügt, kann das Skript direkt heruntergeladen und gespeichert werden:

Invoke-WebRequest https://raw.githubusercontent.com/Microsoft/Virtualization-Documentation/master/hyperv-tools/Nested/Enable-NestedVm.ps1 -OutFile ~/Enable-NestedVm.ps1

Danach wird das Skript gestartet:

~/Enable-NestedVm.ps1 -VmName "<Name der VM>"

Funktioniert die eingebettete Virtualisierung nicht, sollte das Skript einfach noch einmal in einer Powershell-Sitzung mit Administratorrechten gestartet werden.

Die eingebettete Virtualisierung wird auf dem Hyper-V-Host in der Powershell aktiviert.
Die eingebettete Virtualisierung wird auf dem Hyper-V-Host in der Powershell aktiviert.
(Bild: Thomas Joos)

Sobald die eingebettete Virtualisierung aktiviert ist, lässt sich in der VM Hyper-V installieren. Dieser Vorgang kann ebenfalls in der Powershell auf dem Host gestartet werden:

Invoke-Command -VMName "w2k16" -ScriptBlock { Enable-WindowsOptionalFeature -FeatureName Microsoft-Hyper-V -Online; Restart-Computer }

Aber es kann auch die Powershell in der VM oder der Server-Manager in der VM verwendet werden. Anschließend steht Hyper-V in der VM zur Verfügung. Die Verwaltung von Hyper-V erfolgt identisch mit der Verwaltung von Hyper-V auf einem Hyper-V-Host.

Hyper-V und Windows Server 2016 mit VMware vSphere 6 virtualisieren

Administratoren haben die Möglichkeit mit VMware vSphere 6 Testumgebungen für Hyper-V und Windows Server 2016 aufzubauen. Um Windows Server 2016 oder Hyper-V zu testen, wird eine neue VM installiert.

Bevor die VM gestartet wird, müssen deren Einstellungen jedoch angepasst werden. Nachdem die Einstellungen aufgerufen wurden, wechselt man auf die Registerkarte „Optionen“. Danach wird auf den Menüpunkt „CPU/MMU-Virtualisierung“ geklickt. Hier aktiviert man die Option „Intel VT-X/AMD-V für die Virtualisierung des Befehlssatzes und Intel EPT/AMD RVI für die Virtualisierung der MMU verwenden“.

Mit etwas Konfigurationsarbeit können Administratoren einen Hyper-V-Host auf Basis von vSphere 6 installieren.
Mit etwas Konfigurationsarbeit können Administratoren einen Hyper-V-Host auf Basis von vSphere 6 installieren.
(Bild: Thomas Joos)

Danach muss die Konfigurationsdatei der VM über den Datenspeicher-Browser auf einen PC heruntergeladen und mit Wordpad geöffnet werden. Am Ende der Konfigurationsdatei sind die beiden folgenden Zeilen hinzu zu fügen:

hypervisor.cpuid.v0= "False"vhv.enable= "True"

Danach wird die VM im vSphere-Client mit der rechten Maustaste angeklickt und die Option „Aus Bestandsliste entfernen“ ausgewählt. Anschließend wird die angepasste Konfigurationsdatei wieder in den Datenspeicher in den Ordner der VM hochgeladen. Nach dem Upload klickt man die Datei mit der rechten Maustaste an und wählt die Option „Zur Bestandsliste hinzufügen“.

*Der Autor

Thomas Joos ist Autor zahlreicher Fachbücher und -artikel. Auf DataCenter-Insider hat er seinen eigenen Blog: Toms Admin-Blog.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist