Wachsendes Interesse an Server- und Anwendungsvirtualisierung Virtualisierung gewinnt im Firmenumfeld an Fahrt

Redakteur: Martin Hensel

Einer Studie des Beratungshauses Centracon zufolge planen drei von fünf Firmen für die kommenden zwei Jahre Virtualisierungsprojekte. Dabei stehen insbesondere IT-Konsolidierung und effizientere Nutzung der vorhandenen Ressourcen im Mittelpunkt.

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Mehr als die Hälfte der von Centracon befragten Firmen planen Virtualisierungsprojekte bis 2010.
Mehr als die Hälfte der von Centracon befragten Firmen planen Virtualisierungsprojekte bis 2010.
( Archiv: Vogel Business Media )

Deutsche Unternehmen planen in den kommenden zwei Jahren eine Offensive in Sachen Virtualisierung. Dies berichtet das Beratungshaus Centracon auf Basis einer Studie unter 341 Firmen mit über 50 Millionen Euro Jahresumsatz. Drei von fünf Unternehmen wollen demnach Projekte auf Basis virtueller Systeme realisieren. Sie versprechen sich davon insbesondere eine Konsolidierung ihrer IT-Infrastruktur sowie bessere Ressourcennutzung.

Ein Viertel der Umfrageteilnehmer wollen bis 2010 „auf jeden Fall“, weitere 36 Prozent „voraussichtlich“ Virtualisierungsprojekte umsetzen. Im Mittelpunkt steht dabei die Server-Virtualisierung (41 Prozent), gefolgt von Desktop- (27 Prozent) und Anwendungsvirtualisierung (19 Prozent). Ausgangspunkt für diese Maßnahmen ist für knapp ein Drittel der IT-Manager die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Nur 26 Prozent sehen dagegen primär technologische Motive als Grund.

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Neben Konsolidierung und optimierter Nutzung der vorhandenen Ressourcen zählt auch die Zentralisierung von Anwendungen zu den Virtualisierungs-Zielen. Flexible Bereitstellung von IT-Arbeitsplätzen und ein schlankes Client-Management wurden zusätzlich als Motive genannt.

Steiniger Weg zur Virtualisierung

Der Weg dorthin wird von den Firmen aber als steinig wahrgenommen: In jedem zweiten Fall stehen intern nicht die notwendigen technischen Kompetenzen bereit. Zudem herrscht große Unsicherheit bei den Vorgehenskonzepten. Andere Projektprioritäten stehen in vielen Firmen den Virtualisierungsplänen im Weg. Für ein Drittel der Unternehmen ist die Berechnung des Business Case eine noch nicht bewältigte Herausforderung.

„Virtualisierung bedeutet keineswegs nur eine Veränderung von Technologien, sondern es muss dabei eine übergreifende strategische Grundidee verfolgt werden“, warnt Centracon-Geschäftsführer Robert Gerhards vor Trend-bedingten Schnellschüssen. Ohne eine mittelfristig und breiter angelegte Vision könnten derartige Vorhanden schnell in eine Sackgasse geraten. Eine mittelfristig und breit angelegte Vision, die auch den wirtschaftlichen Nutzen genau darstellt, ist dringen vonnöten. „Notwenig ist eine klare und auf die individuellen Bedingungen ausgerichtete Roadmap“, betont Gerhards.

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