Suchen

Die Cloud-Verwaltungs-Tools von VMware, Teil 2 vFabric Application Management – ein Werkzeugkasten für Apps

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrike Ostler

Mit der „vFabricApplication Management Suite“ möchte VMware die Modellierung von Anwendungen im IT-Betrieb vereinfachen. Zum Jahreswechsel 2012 soll sie verfügbar sein und 360 Dollar kosten. Was steckt drin?

Firmen zum Thema

Der Aufbau d von vFabric (VMware)
Der Aufbau d von vFabric (VMware)

Die vFabric Application Management Suite hilft bei der Modellierung von Applikationsdiensten. Dabei geht es um Aspekte der Laufzeitumgebungen, der Konfigurationen und der zugeweisen Ressourcen beispielsweise.

vFabric Application Management Suite ist kein reines Entwickler-Toolkit, kein Werkzeugkasten für Programmierer oder Tester von Anwendungen. Vielmehr geht es um die nachfolgen Schritte auf dem Weg zur Inbetriebnahme von neuen Anwendungen.

Die heutigen Softwaresysteme bestehen in der Regel aus einer Sammlung von einzelnen Modulen aus J2EE, DOT.Net, PHP, Perl, Skripts und dergleichen. Zugleich lassen sich die Anwendungen aber auch in Schichten betrachten: Benutzerschnittstelle, Applikationsdienst, Datenbankzugriff und Applikationslogik mit weiten optionen der Untergliederung.

Echtzeitüberwachung durch Performance Manager

So wird beispielsweise die Präsentation der Daten häufig in einen UI-abhängigen (User Interface) und UI-unabhängigen Teil aufgebrochen. Hinter der Applikationslogik verbergen sich die Geschäftsregeln des Programmes. Durch Middleware-Komponenten (SOA) und Gateways erfolgt die Verknüpfung zwischen den einzelnen Anwendungsbausteinen.

Die Aufteilung eines Programmes in mehrere Module hat enorme Vorteile: Es ist für den verarbeitenden Anteil (Applikationslogik) einer Applikation unerheblich, wie die Ausgabe realisiert ist. Der Benutzer erhält als Zugriffsportal auf seine Anwendungen einen Web-Link. Hierin findet sich der Servicekatalog der zur Verfügung gestellten Anwendungen. Aus dieser Liste wählt er das gewünschte Programm - den Service – aus.

Die Überwachung der Gesamtleistung aus der Sicht der Benutzer (End-to-End-Monotring) wird dabei immer entscheidender. Diese Aspekte bündelt VMware im die Leistung im Modul Application Performance Manager der vFabric Application Management Suite.

weiter mit: Modellierung der Anwendungsdienste durch AppDirector

Modellierung der Anwendungsdienste durch AppDirector

Im vFabric Application Management erfolgt die übergreifende Integration von den einzelnen Modulen einer Anwendung. Der vFabric AppDirector, soll das Ausrollen und den Release-Wechsel von Anwendungssystemen standardisieren und automatisieren. Eingeschlossen sind auch Verfahren und Prozesse die zur Durchführung des IT-Service benötigt werden.

Hinzu kommen Workflows zur Steuerung der Services. Diese Orchestrierung der Anwendungssysteme liefert die Vorlage für die Laufzeitsysteme.

Hinterlegt werden diese Vorlagen in Templates. Hierbei kommt das VMware-Tool „AppDirector“ zum Einsatz. Er hilft bei der Erstellung von Vorlagen für Anwendungen. Ein Template beschreibt beispielsweise die Umgebung die notwendig ist, um eine Anwendung für eine bestimmte Benutzerzahl betreiben zu können.

Echtzeitanalyse und -Kontrolle

Die mehrstufigen Anwendungen werden zunehmend komplexer – egal ob es sich dabei um die Ebenen der traditionellen Client-Server-Applikation, die vielen verteilten Schichten einer Webanwendung oder einem SaaS-Dienst aus der Cloud handelt. Das Gesamtsystem nur schwer zu beherrschen.

Die IT-Infrastruktur aus mehreren interagierenden Baugruppen. Dies sind der Client-Desktop oder ein Browser als Benutzergerät, das Netzwerk samt aktiver und passiver Baugruppen, der Firewall, dem Web- und Applikations-Server und schließlich der Datenbank im Backend.

Die Überwachung des Gesamtsystems erfolgt in „vFabric AppInsight“. Dieses Modul der der vFabric Application Management Suite liefert eine Echtzeitüberwachung der Anwendungsdienste über mehrere Ebenen (Multi Tier).

Auto-Discovery

Unterstützt wird dieses durch die automatische Erkennung (Auto-Discovery) der IT-Systeme und deren Echtzeitanalysen. Sensoren messen dabei die benötigten Zeiten und Verzögerungen von Anwendungen.

Das Ziel dieser Überwachungen sind nicht einzelne Server oder Systeme, sondern vollständigen Geschäftsprozesse. Hierzu werden alle, für einen Geschäftsprozess notwendigen IT-Komponenten und –Dienste, zusammengefasst und als Einheit betrachtet.

Eingeschlossen ist ferner die Gruppierung dieser Dienste und der Schaffung von Abhängigkeiten.

Der Autor:

Johann Baumeister ist freier Autor in Brunnthal.

(ID:30725910)