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Agilität des Rechenzentrums erfordert ein automatisiertes Management der IT-Infrastruktur Verschlanken des Datacenters durch Virtualisierung

| Autor / Redakteur: Nils Meyer / Ulrich Roderer

Der Body-Mass-Index des Rechenzentrums – die Heterogenität und Komplexität – haben über die Jahre zugelegt. Zusätzliche Aufgaben und neue Techniken führten zu einer gewissen Schwere, die sich dem Wunsch nach besserer Agilität und einer Lean IT widersetzen.

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Virtualisierung verschlankt das Rechenzentrum; Bild: Rittal
Virtualisierung verschlankt das Rechenzentrum; Bild: Rittal
( Archiv: Vogel Business Media )

Die gute Nachricht lautet: Im Aufbau und Management des Data Centers steckt viel Verschlankungspotenzial, mit dessen Hilfe sich gleichzeitig die Kosten reduzieren und der Leistungsbeitrag der IT für das Unternehmen steigern lassen.

Insbesondere die Virtualisierungstechniken gelten als ein hervorragendes Verschlankungsmittel, um die Ressourcen im Rechenzentrum effizienter auszunutzen. In nahezu jeder Technik-Rangliste nehmen sie vordere Plätze ein. In einer aktuellen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM nennen beispielsweise 44 Prozent der Befragten Virtualisierung als wichtigsten IT-Trend 2010. Nur Cloud Computing schneidet mit 45 Prozent besser ab.

Überdimensionierte Server und unausgelastete Hardware sind eher die Regel denn die Ausnahme. Die Vermeidung und Reduktion von Komplexität durch Virtualisierung gilt daher als einfachste Form der Einsparung. Schließlich entsteht ein erheblicher Teil der Kosten durch die Verwaltung der IT-Ressourcen.

Je mehr unterschiedliche Ressourcen im Einsatz sind, desto höher ist die Gefahr eines Ausfalls. Mit dem Grad der Komplexität und Heterogenität wächst der Bedarf an Know-how und Personalkapazität in der Administration. Auch verursacht die Beschaffung neuer Hardware, Software und Netzwerk-Equipment zum Teil erhebliche Kosten.

Die Rack-Dichte moderner Server-Architekturen wiederum bietet höhere Leistung bei verringerter Stellfläche und löst dringliche Platzprobleme. Allerdings werden gleichzeitig ursprüngliche Energieberechnungen Makulatur. Aufgrund des höheren Energiebedarfs pro Quadratmeter müssen zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt werden. Dies kann wiederum eine physische Umgestaltung der Gebäudeinfrastruktur – beispielsweise in punkto Redundanz und Ausfallsicherheit oder auch Kühlung – nach sich ziehen, wodurch natürlich weitere Kosten anfallen.

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