Hewlett Packard bringt mit Notebook Extension frischen Schwung in die Online-Datensicherung

Verbesserte Data-Protector-Funktionen erleichtern das Backup mobiler Geräte

01.02.2011 | Redakteur: Rainer Graefen

HP Data Protector Notebook Extension 6.1 nimmt Rücksicht auf gestresste Nomaden.
HP Data Protector Notebook Extension 6.1 nimmt Rücksicht auf gestresste Nomaden.

Die Umsätze mit Notebooks steigen. Deren integrierte Speicherkapazität wächst ebenfalls. Nur de Akzeptanz der Datensicherung der tragbaren Geräte verharrt auf niedrigem Niveau. IT-Hersteller Hewlett-Packard will dies mit Version 6.1 der Data Protector Notebook Extension ändern.

Das nackte Zahlenmaterial könnte Anlass zur Besorgnis sein. Derzeit schützen nur 26 Prozent der Unternehmen ihre Desktopdaten vollständig, bei den Notebooks sind es nur 18 Prozent, hat man bei Hewlett-Packard errechnet. Nun will der Hersteller einmal mehr mit einer überarbeiteten Version der HP Backup-Software Data Protector Notebook Extension (DPNE) den Kampf gegen den Datenverlust auf mobilen Geräten aufnehmen.

Um den Unternehmen Argumente für die Datensicherung von Net- und Notebooks an die Hand zu geben, hat man bei HP einige aktuelle Kostenbeispiele zusammengetragen.

Nicht datensichern kostet

Statistisch gesehen erleiden danach große Unternehmen durchschnittlich 253 Fälle von Datenverlust im Jahr. Beim versehentlichen Löschen einzelner geschäftskritischer Daten kostet die Wiederherstellung rein rechnerisch um die 300 Euro. Die Wiederherstellung wichtiger Daten nach einem Festplattenschaden wird von HP schon mit 2.000 Euro veranschlagt.

Der Verlust des ganzen Notebooks verursacht sogar Kosten von mehr als 30.000 Euro. Selbstredend nicht für die Beschaffung, Programminstallation und Konfiguration des Notebooks, sondern für die Wiederbeschaffung der ungesicherten Dateien. Nicht ganz unrealistisch, wenn man bedenkt, dass ein Außendienst-Mitarbeiter an die 5.000 Dateien auf dem Notebook ohne Backup zwischenlagert.

Ein Remote-Backup darf nicht stören

Trotz vieler Versuche in der Vergangenheit die Remote-Datensicherung durch bit- und byte-inkrementelle Übertragungsverfahren zu beschleunigen, haben ältere Backup-Lösungen keine großen marktwirtschaftlichen Erfolge erzielen können. Die Daten werden bestenfalls gesichert, wenn der Anwender zum richtigen Zeitpunkt online im Firmennetz ist.

Sind Anwender unterwegs mit dem Rechner online, wird gerne das Backup stillgelegt, da sonst keine Rechenleistung mehr für Gesprächsnotizen, Bestell- und Auftragsarbeiten übrig bleibt.

An diesem Manko hat HP gearbeitet. Sebastian Hausmann, Channel-Manager für Information Management bei HP: „Ein Datensicherungssystem wie die HP Data Protector Notebook Extension ist in der Lage, das Backup nicht nur zu einem bestimmten Zeitpunkt, sondern kontinuierlich zu fahren. Unsere Software ist zudem intelligent genug sich zurück zu halten, wenn die von einzelnen Anwendungen wie z.B. Outlook oder Excel benötigte Rechnenleistung tangiert würde.“

Das Online-Backup funktioniert auch Offline

Aber auch das reicht nicht immer, weswegen HP drei wichtige Funktionen in seiner DPNE-Lösung umgesetzt hat:

  • Continuous File Protection: bietet kontinuierlichen und automatischen Schutz für lokal generierte Daten, indem es das Backup nicht nur zu einem bestimmten Zeitpunkt startet, sondern bei jedem Speichervorgang eine neue Version der Backup-Datei erstellt, auch wenn kein Zugang Intranet oder Internet besteht.
  • Local Recovery: speichert veränderte Dateien lokal und ermöglicht Anwendern somit, versehentlich überschriebene oder gelöschte Dateien auch offline wiederherzustellen – ohne fremde Hilfe und ohne auf eine Verbindung zum Internet oder Firmennetzwerk angewiesen zu sein.
  • Open File Protection: schützt Dateien in Bearbeitung wie etwa Microsoft Outlook PST oder Datenbank-Anwendungen wie Sage und MySQL. Mit Hilfe von Snapshot-Technologie stellt die Anwendung sicher, dass offene Dateien automatisch geschützt und wiederherstellbar sind, ohne Eingriff durch den Anwender oder eine Anbindung ans Firmennetzwerk.

Ebenfalls integriert wurden Deduplikations-, Datenverschlüsselungs- und Kompressionsverfahren. Das ermöglicht eine blockweise Datensicherung. Zudem werden Dateien nicht in mehreren Varianten abgespeichert, sondern es werden nur die Änderungen selbst gesichert, sodass das Speichervolumen schlank bleibt.

Für kleine und mittlere Unternehmen bietet HP ein Startpaket mit 100 Clients an. Die Software ist ab sofort verfügbar. Ein Update mit 100 Clients von älteren DPNE-Versionen kostet 3.194 Euro (Listenpreis).

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