40.000 Liter Diesel für Daten

UPS mit 9.550 Kilo-Voltampere versorgt ukrainisches Rechenzentrum

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Ulrike Ostler

Ukrainisches Rechenzentrum bekommt alternative Stromversorgung
Ukrainisches Rechenzentrum bekommt alternative Stromversorgung (www.ggwilson.com)

Die momentan grundlegend schwierige Situation für die ukrainische Energiewirtschaft hat das größte Rechenzentrum des Landes dazu bewogen, seine Stromversorgung mit Hilfe des urkrainischen USV-Spezialisten Madek sicherer zu machen.

Madek, offizieller FG-Wilson-Händler in der Ukraine und Teil des weltweiten, 370 Händler umfassenden FG-Wilson-Netzwerks, hat nach eigener Angabe die Lieferung einer stets verfügbaren alternativen Stromversorgungslösung an das größte kommerzielle Rechenzentrum in der Ukraine abgeschlossen.

Problematische Stromversorgung in der Urkraine

Laut einem Bericht des Analysten Differ Group birgt das Elektrizitätssystem der Ukraine momentan hohe Risiken. So soll sich die Stromnachfrage bis zum Jahr 2030 zwar voraussichtlich verdoppeln, veraltete thermische Produktionsanlagen und die momentan hohen Treibstoffkosten machen das ukrainische Stromnetz allerdings anfällig.

Dringend benötigte Investition würde durch Korruption, mächtige Oligarchen und die politische Instabilität behindert. Die ukrainischen Erzeugungskapazitäten seien in Folge veralteter, ineffizienter Technik und schlechter Übertragungsleitungen nur zu 38 Prozent ausgelastet. Eine durch intelligentes Power-Management gesicherte Energieversorgung sei daher für Rechenzentren in der Region überlebenswichtig.

Parkovaya Rechenzentrum bekommt hoch verfügbare alternative Stromversorgung

Das Rechenzentrum Parkovaya befindet sich im industriellen Kernland der Ukraine. Ein Team von hoch qualifizierten Madek-Ingenieuren hat einem Bericht von FG Wilson zur Folge zwei FG Wilson „P1375E3“- und vier „P1700P1“-Stromaggregate bei Parkovaya installiert. Das Projekt wurde bereits Anfang 2014 von RZ-Betreiber beauftragt und von Madek jetzt gemäß der technischen Spezifikationen und Budgetvorgaben fristgerecht umgesetzt.

Größe und Anwendungsbereich der Anlage helfen Parkovaya in Verbindung mit der von Madek entwickelten Technik und den vor Ort installierten Stromaggregaten seinen Ruf und seine Position als führendes Rechenzentren des Landes zu behaupten. So erfüllen laut FG Wilson sämtliche Parameter des Rechenzentrums die Bedingungen von Tier III gemäß der internationalen Norm TIA-942.

Maßarbeit

Alle sechs Aggregate wurden in einem speziell dafür vorgesehenen Bereich im Maschinenraum des Rechenzentrums von Madek individuell eingepasst. Die Gesamtkapazität der alternativen Stromversorgungsanlage beträgt 9.550 Kilo-Voltampere (kVA).

Dabei können vier synchronisierte P1700P1-Geräte bei einem Ausfall des öffentlichen Stromnetzes jederzeit den erforderlichen Notstrom für das Rechenzentrum liefern, während zwei weitere P1375E3-Geräte im Bedarfsfall für die Stromversorgung der allgemeinen Infrastruktur des Rechenzentrums zur Verfügung stehen.

Strom-Aggregat FG Wilson P1375E3
Strom-Aggregat FG Wilson P1375E3 (www.fgwilson.com)

Laut Dmitry Gladkyi, Commercial Director von Madek hätten die hoch qualifizierten Madek-Ingenieure sämtliche erforderlichen technischen Lösungen speziell für das Rechenzentrum Parkovaya entwickelt. Dies umfasste auch die Konzeption und Installation des automatischen Auftanksystems und der Brennstoffvorratstanks mit einem Gesamtfassungsvermögen von 40.000 Litern.

Diese soll rund um die Uhr einen unterbrechungsfreien Betrieb der Stromaggregate sicherstellten. Auch die Konzeption und Installation der Feuerlöschanlage sei laut Gladkyi Teil des Projektes gewesen, ebenso die Bereitstellung der Stromsynchronisierungstafeln und das Verlegen eines für 2.500 A ausgelegten Stromversorgungskabelstrangs mit einer Länge von 300 Metern.

Weitere Informationen:

Vertriebspartner GW Wilson in Deutschland: BU Power Systems GmbH & Co. KG

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