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McAfee-Studie Unternehmen leiden verstärkt unter Datenverlust

| Autor / Redakteur: Peter Hempel / Florian Karlstetter

Der Verlust wertvoller Daten lässt sich unterbinden, indem die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt bei der richtigen Person landen. Doch viele Firmen haben laut der von McAfee beauftragten Online-Befragung „Datagate: The Next Inevitable Corporate Disaster?“ mit diesem Problem zu kämpfen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Ein Drittel aller Befragten der Studie von McAfee glaubt, dass mangelnde Datenkontrolle erhebliche geschäftliche Risiken zur Folge hat. Einigkeit herrscht unter den befragten 1.400 IT-Fachkräften in den USA, England, Frankreich, Deutschland und Australien: Informationssicherheit bedeute mehr als nur der bloße Schutz von IT-Systemen, Unternehmen müssen vor allem präventiv Sorge für den Schutz sensibler Geschäftsdaten tragen.

60 Prozent aller Befragten räumten ein, dass es im eigenen Unternehmen innerhalb des vergangenen Jahr mindestens einen bekannt gewordenen Verstoß gegen Datenschutzrichtlinien gegeben habe. Fast ein Viertel geht davon aus, dass Datenklau vorsätzlich von den eigenen Mitarbeitern hervorgerufen wurde. Lediglich 6 Prozent konnten mit Gewissheit ausschließen, dass dies innerhalb der letzten zwei Jahre der Fall gewesen wäre. Für McAfee belegen die Ergebnisse eindeutig, wie wichtig es für Unternehmen ist, durch Präventivschutz des Datenflusses die Verfügungsgewalt über ihre Informationen zu behalten.

Ungeachtet der Häufigkeit eines Datenverlustes oder gar einer Datenveruntreuung investieren Unternehmen bisher kaum in entsprechende Maßnahmen zu deren Vorbeugung und Abwehr. Im Durchschnitt entfiel in den befragten Firmen lediglich ein halbes Prozent des gesamten IT-Budgets auf den Datenschutz.

Weitere Ergebnisse im Überblick

70 Prozent aller Befragten glauben, dass der Verlust bestimmter Daten dramatische Auswirkungen auf ihr öffentliches Ansehen haben könnte. rund ein Drittel glauben sogar, dass der Verlust den weiteren Geschäftsverlauf empfindlich stören könnte. 23 Prozent führen Informationsverluste auf vorsätzliche Taten zurück. In beinahe der Hälfte der Unternehmen werden Mitarbeiter, die ihr Ausscheiden aus der Firma bekannt gegeben haben, nicht hinsichtlich des Umgangs mit vertraulichen Informationen verpflichtet oder überwacht.

Gerade einmal ein Viertel der Studien-Teilnehmer waren in der Lage, die jährlichen Kosten von Datenverlusten zu beziffern. Der Schaden belief sich demnach im Durchschnitt auf 1,82 Millionen US-Dollar pro Jahr. Die kostspieligsten Informationsverluste betreffen nach Einschätzung der Befragten geistiges Eigentum und Bilanzdaten. Die Untersuchung hat ergeben, dass ein Büroangestellter heute mit durchschnittlich acht Unternehmensdokumenten pro Woche sein Büro verlässt.

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