Automic-Umfrage in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA

Unternehmen glauben nur, innovativ zu sein

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Entscheidungen für die Zukunft von Unternehmen brauchen eine gehörige Portion Gefühl, gell?
Entscheidungen für die Zukunft von Unternehmen brauchen eine gehörige Portion Gefühl, gell? (Bild: S. Hofschläger, pixelio.de)

Dass die Folgen fehlender Innovationsfähigkeit für Unternehmen dramatisch wären, ist allgemeines Wissen? Weit gefehlt! Noch beeindruckender ist, dass deutsche Unternehmen sich für innovationsfreudig halten, es aber kaum sind – schon gar nicht im internationalen Vergleich. Doch diese Ergebnisse einer Umfrage sind mit Vorsicht zu "genießen".

Das liest sich ganz unverfänglich: „40 Prozent der deutschen Führungskräfte gehen davon aus, dass sich mangelnde Innovationsfähigkeit und das Zurückbleiben hinter dem technischen Fortschritt in den nächsten fünf Jahren sehr negativ auf ihr Unternehmen auswirken wird.“ Im Gegenschluss schaut die Aussage schon ganz anders aus: Fast zwei Dritteln der deutschen Manager ist die Innovationsfähigkeit ihres Unternehmens schnuppe.

solche Umfrageergebnisse sind erschütternd

Immerhin: 77 Prozent erwarten doch Umsatzeinbußen. Aber was soll's, schließlich geben 78 Prozent der Manager an, bei negativen Folgen käme es zu einer Verkleinerung der Auslandsgesellschaften. Die Zahlen stammt aus einer Pressemitteilung von Automic, einem auf Business Automation spezialisierten IT-Anbieter, zu den Ergebnissen einer Umfrage des von ihm beauftragten Marktforschungsinstituts Vanson Bourne. Auch die im Folgenden zitierten Zahlen stammen aus der Pressemitteilung, nicht aber deren Interpretation.

Die beiden letztgenannten Zahlen bestätigen noch einmal, dass ein gehöriger Teil der Manager, hier mehr als jeder Fünfte, keinen Zusammenhang zwischen Innovationsfähigkeit und und Unternehmenszukunft sieht. Dann wundert eins nicht: „Nur 14 Prozent der Befragten in Deutschland gaben an, dass ihre Unternehmens-IT auf dem neuesten Stand sei.“

Nächstes Jahr wird alles besser

Nach diesen befremdlichen Befunden jetzt eine überraschende und schon kurios anmutende positive Nachricht: Es wird alles schlagartig besser, und zwar nächstes Jahr. „Fast alle deutschen Unternehmen (97 Prozent) wollen im kommenden Jahr Innovationen vorantreiben. Dabei konzentrieren sie sich auf IT (56 Prozent), Produkte und Services (35 Prozent) und den Kundenservice (30 Prozent).“ Nun ja, ein paar Schwierigkeiten gibt es noch: „Die größten Hürden für Innovation sind zu knappe Budgets (44 Prozent) sowie mangelndes Know-how und Erfahrung (41 Prozent).“

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