Messlatte „mission critical“

Unix und/oder Linux? Konvergenz ist die Antwort

| Autor / Redakteur: Albrecht Munz / Ulrike Ostler

Die Grafik visualisiert die Mission-Critical-Strategie von HP. Die obere Hälfte des Kreises beschreibt das Unix-basierte Portfolio. Der graue Bereich steht für HPs x86-Innovationen Das Project "Odyssey" soll für die Konvergenz beider Welten sorgen.
Die Grafik visualisiert die Mission-Critical-Strategie von HP. Die obere Hälfte des Kreises beschreibt das Unix-basierte Portfolio. Der graue Bereich steht für HPs x86-Innovationen Das Project "Odyssey" soll für die Konvergenz beider Welten sorgen. (Bild: HP)

Cloud, In-Memory, Big Data – gerade jetzt fragen sich viele IT-Verantwortliche, was in Zukunft die ideale Infrastruktur für ihre geschäftskritischen Prozesse ist. Dabei geht es weniger um die Frage „Unix, ja oder nein?“ oder „Unix von welchem Hersteller?“, sondern darum: Wie kann und soll die Plattform für geschäftskritische Lasten im Unternehmen aussehen?

Einen ganz eigenen Aspekt steuert HP zu diesen Überlegungen bei. So sorgt der Gerichtsstreit zwischen Oracle und HP in Sachen Itanium nach wie vor für Verunsicherung – trotz Entwarnung nach dem bekannten Gerichtsbeschluss im August 2012 und der Ankündigung von Oracle, man werde in Zukunft weiter Software für Itanium-Server bereitstellen.

Aber auch die In-Memory-Datenbasis von SAP, „HANA“, die für viel Aufmerksamkeit sorgt, ausschließlich auf Linux. Zudem planen manche Server-Anbieter zwischenzeitlich sogar ohne ein eigenes Unix-Portfolio – wie Dell, Fujitsu und Cisco.

Die Auseinandersetzung mit der Thematik ist langfristig bedeutsam, da Infrastrukturen für Mission-Critical-Workloads einen großen Teil des vorhandenen IT-Budgets ausmachen. Bei den meisten größeren Unternehmen stehen sie sogar im Zentrum aller IT-Überlegungen. Deshalb sollte man auch Mainframes aus dem Hause IBM in diesem Zusammenhang nicht ausblenden.

Migration, Zukunftssicherheit, Wirtschaftlichkeit

Befeuert wird die Diskussion zusätzlich durch Verfechter, die ausschließlich Linux beziehungsweise Open Systems befürworten. Für sie scheint es nichts anderes zu geben als Linux in Kombination mit x86-Architekturen. Oft behaupten sie sogar: „Unix ist tot, es lebe Linux!“ – Das lässt sich leicht sagen. Doch was ist die Realität?

Momentan werden vor allem drei Dimensionen des Themas diskutiert: Migration, Zukunftssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Doch wie einfach ist es tatsächlich, große, im täglichen Einsatz befindliche Gesamtsysteme auf ein neues Betriebssystem und damit faktisch auf eine komplett neue IT-Umgebung zu hieven?

Eine der bekannten Hardware-Plattformen von HP: Der "Superdome"
Eine der bekannten Hardware-Plattformen von HP: Der "Superdome" (Bild: HP)

Wer garantiert die notwendige Zukunftskompatibilität? Und: Wer kann mit Brief und Siegel versichern, dass sich exakt jene wirtschaftlichen Vorteile ergeben, die man sich erhofft hat – insbesondere, wenn im Rahmen einer Migration Änderungsbedarf oder Kompatibilitätsprobleme auftreten?

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