Arbeiten mit dem Microsoft System Center Virtual Machine Manager 2008 (Teil 1) Universelles Verwaltungstool für virtuelle Server

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Florian Karlstetter

Mitte 2008 gab Microsoft den Hyper-V frei. Knapp ein halbes Jahr später liefert Redmond mit dem Virtual Machine Manager 2008 (VMM 2008) auch ein passendes Verwaltungswerkzeug. Mit VMM 2008 lassen sich nicht nur auf Hyper-V basierende virtuelle Maschinen verwalten, unterstützt werden auch jene des VMware ESX-Server. DataCenter-Insider hat sich die einzelnen Funktionen von VMM 2008 näher angeschaut und stellt diese in einem zweiteiligen Praxisbeitrag vor.

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Einsatzgebiete und Funktionen des Microsoft System Center Virtual Machine Manager 2008.
Einsatzgebiete und Funktionen des Microsoft System Center Virtual Machine Manager 2008.
( Archiv: Vogel Business Media )

Seit gut einem Jahr hat sich Microsoft den Techniken der Servervirtualisierung verschrieben. Wenngleich man anfangs diese neuen IT-Betriebskonzepte nur zögerlich umsetzte, so pusht Microsoft diese nunmehr umso stärker. Nach der Freigabe von Hyper-V zur Servervirtualisierung im Sommer des vergangenen Jahres erfolgte schon wenige Monate später die Lieferung des passenden Verwaltungswerkzeugs: der Virtual Machine Manager 2008 aus der Microsoft System Center-Familie. VMM 2008 ist jedoch weit mehr als ein reines Verwaltungstool für Hyper-V. So lassen sich mit dem Werkzeug auch Servervirtualisierungs-Lösungen des Mitbewerbers VMware verwalten.

Virtual Server 2005 und Hyper-V

Microsoft selbst liefert zur Virtualisierung von Serversystemen heute zwei Produkte: den Virtual Server 2005 und den Hyper-V. Der Virtual Server 2005 benötigt als Unterbau ein vollständiges Betriebssystem, wie etwa Windows Server 2003. Er begnügt sich dabei auch mit einer 32-Bit-CPU und verlangt nicht nach den Virtualisierungsfunktionen in der CPU, wie Intel-VT oder AMD-V. Der Hyper-V wiederum ist nur auf einer 64-Bit CPU einsetzbar und benötigt die CPU-Virtualisierungsfunktionen. Somit haben also beide Produkte auch weiterhin ihre jeweils spezifischen Einsatzszenarien und werden daher von Microsoft auch beide in Zukunft unterstützt.

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Darüber hinaus wird der Hyper-V von Microsoft in mehreren Varianten angeboten: eine Version, die auf Windows Server 2008 aufsetzt und in der frei verfügbaren Version des Hyper-V Server 2008. Bei der frei verfügbaren Version des Hyper-V Server 2008 erfolgt die Einrichtung des Hyper-V zusammen mit dem Basissystem in einem Durchlauf.

Bei der Ausprägung mit dem Windows Server 2008 als Grundlage kann es sich dabei um den vollständigen Windows Server mit seinem bekannten GUI und dem .NET-Framework handeln oder es kommt der abgespeckte Windows Server Core zum Einsatz. In beiden Versionen erfolgt der Einsatz des Hyper-V optional und als Erweiterung des Windows Server 2008. Die Aktivierung erfolgt als Rolle des Windows Servers 2008. In den Kernfunktionen sind allerdings alle drei Varianten des Hyper-V identisch. Es handelt sich in jedem Fall um eine Virtualisierungslösung, die einen x86-Rechner virtuell nachbildet.

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