Leckage-Detektion, Energie- und Umgebungs-Monitoring für Datacenter

Überwachung aller Vitalwerte für Rechenzentren per Funk

| Redakteur: Ulrike Ostler

Das Berliner Unternehmen Daxten bietet mit „Packet Power“ ein funkbasiertes Überwachungssystem für diie Umgebungsparameter im Rechenzentrum an. Seit Kurzem gibt es auch Sensoren für die frühzeitige Erkennung von Leckagen.
Das Berliner Unternehmen Daxten bietet mit „Packet Power“ ein funkbasiertes Überwachungssystem für diie Umgebungsparameter im Rechenzentrum an. Seit Kurzem gibt es auch Sensoren für die frühzeitige Erkennung von Leckagen. (Bild: Daxten)

Die Vitalwerte des Rechenzentrums zu überwachen und zu analysieren ist mittlerweile ein Muss für alle Rechenzentrums- und Facility-Manager, um die Lasten der Umgebung optimal zu verteilen, Energie-Einsparpotenziale auszuschöpfen und sichere sowie Wohlfühlumgebungsbedingungen für die aktiven Komponenten schaffen zu können. Doch per Funk?

Gerade in Bestandsrechenzentren fehlen häufig die erforderlichen Monitoring-Systeme. Sie müssten daher mit einigem Installations-, Verkabelungs-, Einrichtungs- und Zeitaufwand nachgerüstet werden. Hantiert wird dann oft mit proprietären Lösungen für das Monitoring von Strom- und Umgebungsparametern sowie für die Überwachung von leckagegefährdeten Bereichen.

Zudem lässt sich die Verwaltung der einzelnen Module sich in der Regel nicht einmal über ein gemeinsames Management-Tool ausführen. Für diejenigen, die sich hier viel Arbeit, Mühen und Frust ersparen möchten, empfiehlt es sich, einmal ein ganzheitliches Überwachungssystem mit der Bezeichnung „Packet Power“ genauer unter die Lupe zu nehmen. Diese über die Firma Daxten erhältliche und mit dem Deutschen Rechenzentrumspreis in 2015 ausgezeichnete Lösung setzt auf einer Funktechnologie auf, macht daher umständliche Verkabelungs- und Konfigurationsarbeiten überflüssig und führt alle genannten Monitoring-Funktionen auf nur einer Systemebene zusammen.

Das so genannte EM-Modul (EM = Environmental Monitor) gehört zu dem Funk-Monitoring-System „Packet Power“, das hierzulande die Firma Daxten anbietet.
Das so genannte EM-Modul (EM = Environmental Monitor) gehört zu dem Funk-Monitoring-System „Packet Power“, das hierzulande die Firma Daxten anbietet. (Bild: Daxten)

Schutz vor der Wasserflut im Rechenzentrum

Mit dem jüngst vorgestellten Sensormodul zur Detektion von Wasserleckagen wurde das funkgestützte Packet Power Monitoring um einen wichtigen Baustein erweitert. Ab sofort lassen sich neben Stromwerten und Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Feuchte und Differenzdruck auch von Leckagen bedrohte Areale im Rechenzentrum zuverlässig überwachen.

Sobald die Sensoreinheit in Kontakt mit Wasser kommt, wird ein akustischer Alarm ausgelöst und über das systemeigene „EMX“ Management-Tool oder eine beliebige BMS- oder DCIM-Anwendung (BMS = Buielding Management System, DCIM = Datacenter Infrastructure Management) werden automatisch Warnmeldungen versendet und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen eingeleitet. So wird verhindert, dass der anfängliche Wassertropfen zu einer Flutwelle im Rechenzentrum anschwellen kann.

Nahtlos in das komplette Packet Power Funk-Monitoring-Systems wird die Sensoreinheit über ein so genanntes Environmental-Monitor (EM)-Modul integriert, das unter anderem auch Anschlüsse für Temperatur- und Feuchtesensoren bietet.

Messungen am Rack

Bei den EM-Modulen für das Umgebungs-Monitoring bietet Daxten ebenfalls Neues: Die mit einer Abmessung von 50 mm x 50 mm kompakten Funkmessmodule mit der Bezeichnung „E300“ und „E302“ eigenen sich insbesondere für die sekundenschnelle Installation an Rack-Türen. Jedes Modul verfügt über interne Sensoren für Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.

Das Modell E302 bietet zudem zwei externe Sensor-Ports für die Temperaturmessung an insgesamt drei Punkten. Für hochdichte Rechenzentrumsinfrastrukturen kommen bewährte Funkmessmodule zum Einsatz, die im Einzelbetrieb mit sechs oder auch zwölf Temperatursensoren aufwarten.

Lastverteilung, Kühlung und ein Plus an Sicherheit

Komplettiert wird die Monitoring-Familie durch Funkmessmodule, die die Stromwerte, wie Volt, Ampere, Watt, Stromverbrauch, Frequenz, Leistungsfaktor, Scheinleistung und Verbrauchsspitzen, auf jeder Verteilungsebene (Raum, Abzweigung, Rack, PDU, IT-Gerät) erfassen. Der Clou aller Funkmessmodule besteht darin, dass diese untereinander nicht verkabelt sind, sondern sich nach der Aktivierung selbsttätig konfigurieren, ein vermaschtes Funknetzwerk bilden und automatisch ihre Messtätigkeit aufnehmen.

Die Messdaten werden weiter per Funk an ein System-Gateway übertragen, das die Daten per SNMP oder Modbus TCP/IP über das EMX-GUI oder über BMS- und DCIM-Anwendungen von Drittherstellern verfügbar macht. Datacenter- und Facility-Experten haben so alle Stromwerte und Umgebungsparameter stets sicher im Blick, können Lasten optimiert verteilen, Temperatur, Feuchte und Druck an den Racks einpegeln sowie Leckage-Risiken minimieren.

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