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IT-Abteilungen brauchen Umbau, besagt A.T.-Kearney-Studie

Übergang zu Dritten, Umschulung, Freisetzung – das trifft 136.000

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Was ist der Plan?

Auf der einen Seite setzen 80 Prozent der befragten auf Standardsoftware; andererseits erwarten 84 Prozent der CIOs deutlich spezialisiertere Applikationen.
Auf der einen Seite setzen 80 Prozent der befragten auf Standardsoftware; andererseits erwarten 84 Prozent der CIOs deutlich spezialisiertere Applikationen.
(Bild: A.T. Kearney)
Jede zweite Applikation werde nach Meinung von über 80 Prozent der Befragten zudem über eine wiederum die Komplexität treibende mobile Schnittstelle verfügen. Einzig der Wille von Unternehmen, auf Standardsoftware, also „Software von der Stange“ zu setzen, mache den CIOs Mut. 80 Prozent der Befragten glaubt, dass jede zweite Applikation eine Standardapplikation sein werde.

Auf Seiten der IT Infrastruktur allerdings würden Konsolidierungsbemühungen durch immer neue Geräte überkompensiert: Über 60 Prozent der CIOs erwarte bis 2020 doppelt bis vierfach so viele Endgeräte und Server als heute.

Wie planen die CIOs sich zu behelfen? Durch eine massive IT Transformation.Drei Viertel der Befragten wollen eigenen Angaben zufolge noch einmal mehr Outsourcing betreiben als ohnehin schon heute: einfachere Leistungen, die so genannten „Commodities“ werden ausgelagert, wenn möglich sogar in die Cloud.

Massive Transformation

Nach Ansicht von 70 Prozent der Befragten werden in 2020 mehr als die Hälfte aller Unternehmen Lösungen aus der Cloud beziehen. Zudem wird ins billigere Ausland ausgelagert: 60 Prozent glauben an mehr Offshoring in 2020.

Parallel müssten, so die Studie, neue Stellen mit neuen Fähigkeiten geschaffen werden, um die neuen in- und ausländischen Partner zu managen. Ganz zu schweigen von den Mitarbeitern, die Lösungen zur Erfüllung der neuen Anforderungen an die IT entwickeln müssten.

Das alles werde einen massiven Umbau der IT Abteilungen nach sich ziehen, von dem allein in Deutschland 136.000 Mitarbeiter betroffen sein werden: Übergang zu Dritten, Umschulung, Freisetzung.

Die gute Nachricht

Die gute Nachricht für den Arbeitsmarkt: Den 136.000 Mitarbeitern stehen laut Studie 162.000 neue Stellen gegenüber. Doch nicht alle Mitarbeiter könnten trotz Umschulung den Anforderungen dieser neuen Stellen genügen. Und der Nachwuchs sei nur unzureichend vorhanden. Rund 60.000 Stellen würden in Deutschland somit nicht besetzt werden können.

Der Job der IT Chefs werde dadurch nicht leichter. „Die neue Aufgabe der CIOs gleicht der Quadratur eines Kreises“, findet Marcus Eul, Partner bei A.T. Kearney im Bereich Strategische IT und sagt: „An sie wird der Anspruch formuliert, schneller und effizienter als bisher direkt zum Geschäftserfolg beizutragen. Zugleich müssen sie mit leicht aufgestockten, aber insgesamt begrenzten Mitteln eine immer komplexere IT-Landschaft betreuen.“

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