Weitere Open-Source-Groupware macht File-Sharing möglich

Tine macht Dropbox und Co. unnötig

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

(Bild: M.E., pixelio.de)

Die Version 2.0 der Open-Source-Groupware „Tine“ ist in der Anwendung komfortabler geworden. Aber eine Neuerung fällt auf: Die Anwendung macht es möglich, auch mit anderen Usern Dateien auszutauschen, auch große.

So funktioniert eben Open-Source-Entwicklung: Das Akronym TINE steht für „This Is Not eGroupware“, es handelt sich also um eine Abspaltung, einen Fork, von dieser Anwendung. Die Muttersoftware kann nun seit einiger Zeit etwas, das sehr attraktiv ist: Dateiaustausch mit externen Anwendern. Prompt gibt es das jetzt auch bei Tine.

Eine URL verschafft Zugriff auf Dateien

Mit der Business-Edition von Tine 2.0, Anbieter ist das Hamburger Unternehmen Metaways, lassen sich Dateien für Anwender zugänglich machen, die nicht zum User-Kreis einer Groupware gehören. Tine erstellt dazu eine Download-URL, die der Tine-Anwender zum Beispiel per E-Mail verschicken und über die ohne Authentifizierung auf Files zugegriffen werden kann. Die Gültigkeit der URLs lässt sich zeitlich eingrenzen und die Anzahl der Downloads wird automatisch mitgezählt. Durch diese Neuerung können Anwender auch größere Dateien einfach miteinander teilen. Dropbox oder ähnliche File-Sharing-Lösungen aus der Public Cloud, die aus Sicherheitsgründen in den meisten Unternehmen nicht gern gesehen werden, sind damit unnötig.

Im Kalender von Tine 2.0 ist jetzt ein Schnellzugriff auf Tags und Teilnehmer möglich. Ein Klick, und sie sind einem Termin hinzugefügt. Ebenfalls per Klick lässt sich nun auch eine Mail an alle internen und externen Teilnehmer senden, die bei einem Termin hinterlegt sind. Darüber hinaus können externe Kalender im ICS-Format nun importiert und regelmäßig aktualisiert werden.

Einfacher mit Leads arbeiten

Im CRM-Modul der Groupware lassen sich Leads im CSV-Dateiformat nicht mehr nur exportieren, sondern auch importieren. Das ermöglicht den Nutzern beispielsweise, die eigene Lead-Liste nach MS Excel zu exportieren, dort zu bearbeiten und anschließend wieder in die Groupware einzulesen. Zu den weiteren Verbesserungen von Tine 2.0 zählt die Option, die Groupware als Standard-Mailer einzusetzen. Wird auf Webseiten ein "mailto"-Link angeklickt, öffnet sich automatisch ein E-Mail-Fenster.

Die Tine 2.0 Business Edition ist die stabile, für den kommerziellen Einsatz optimierte Ausführung der Open-Source-Groupware, deren Community-Variante unter dem Namen Tine 2.0org entwickelt wird. In regelmäßigen Abständen veröffentlicht Metaways eine Business-Version der Lösung, die in drei Produktvarianten zur Verfügung steht: als Software für den Einsatz auf bereits vorhandenen Linux-Servern, als Cloud-Bundle und als Hardware-Bundle. Eine Online-Demoversion und eine kostenlose Testversion der Tine 2.0 Business Edition sowie weitere Informationen stehen zur Verfügung.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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