AWS bietet weitere Verfügbarkeitszone

Ticker-Notizen vom AWS-Summit

| Autor / Redakteur: Guido Söldner, Wilfried Sippel* / Ulrike Ostler

„Amazon Lightsail“ wird auch in den Regionen London, Dublin und Frankfurt bereitgestellt.
„Amazon Lightsail“ wird auch in den Regionen London, Dublin und Frankfurt bereitgestellt. (Bild: Dr. Guido Söldner, Wilfried Sippel/AWS)

Die technische Hauptankündigung auf dem Berliner AWS Summit war die Erweiterung der Region Frankfurt um eine dritte Verfügbarkeitszone (Availability Zone, AZ) ab Mitte dieses Jahres. Dies war Insidern aber schon seit längerem bekannt, da AWS-Nutzer in Frankfurt seit jüngerer Zeit vermehrt mit Kapazitätsproblemen zu kämpfen hatten.

Wie bereits in den vergangenen Jahren hat Amazon auch dieses Jahr den deutschen AWS Summit in der Station Berlin in der Nähe des Gleisdreiecks stattfinden lassen. Obwohl Amazon das AWS Summit-Format nicht nutzt, um spektakuläre Neuerungen bekanntzugeben, hat die diesjährige – wie immer kostenfreie- Veranstaltung doch über 3.600 Teilnehmer angezogen – insgesamt bewegt sich damit die Teilnehmerzahl in etwa auf dem Niveau vom letzten Jahr.

In seiner Keynote machte Glenn Gore – Chefarchitekt von Amazon weitere technische Neuankündigungen, die gleichzeitig mit der Einführung der dritten Availability Zone den Nutzern bereitgestellt werden. Interessant dabei ist vor allem, dass das sehr nachgefragte „Amazon Aurora für MySQL“ – eine MySQL kompatible Datenbank-Engine mit einer bis zu fünf Mal höheren Performanz zu einem Zehntel der Kosten – jetzt auch nach Frankfurt kommt.

Darüber hinaus wird „Amazon Elastic File System“ (ein Managed Service, der NFS-Dienste bereitstellt) auch in Frankfurt verfügbar sein. Die Ankündigung, dass „Amazon Lightsail“ jetzt auch in den Regionen London, Dublin und Frankfurt verfügbar ist, wird vor allem Gelegenheitsnutzern und kleine Unternehmen freuen, die sich mit der Komplexität von EC2 und VPCs schwer tun.

Neben der Keynote gab es auch wieder viele Sessions – unterteilt in sechs verschiedene Session Tracks. Wer mehr an Networking interessiert war, konnte im Foyer über 70 verschiedene Aussteller ausfindig machen.

Weiterhin steile Kurven

Neben den technischen Ankündigungen hat Amazon auch Wirtschaftliches Revue passieren lassen. Beindruckend ist vor allem, dass AWS weiterhin großes Wachstum erfährt: Mit über 14 Milliarden Dollar und 43 Prozent Wachstum im ersten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat AWS die Marktführerschaft in quantitativen Zahlen gegenüber den Mitbewerbern Microsoft und Google eher noch ausgebaut. Dies zeigt sich auch an den vielen Firmen, die in Deutschland auf AWS setzen – exemplarisch wurden hier die Bayer AG, die Deutsche Bahn oder Zalando genannt.

Aber AWS wäre nicht AWS, wenn man nicht auch einen Blick in die Zukunft werfen würde. Als Zukunftsthemen und Wachstumsbringer benennt Amazon insbesondere Machine Learning, Spracherkennung und natürliche, Server-lose Applikationen.

* Dr. Guido Söldner und Wilfried Sippel arbeiten als IT-Berater.

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