Schlank und effizient: Thin Clients für Server Based Computing bis hin zu virtuellen Desktops Thin Clients: Vorteile und Nutzen

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrich Roderer

Thin Clients gehören als fester Bestandteil zu den IT-Betriebsszenarien. In punkto Funktionsumfang und Einsatzmöglichkeiten werden sie beständig ausgebaut. Dies stärkt auch ihre spezifischen Vorteile und ihren Nutzen, die wir hier aufzeigen wollen.

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Thin Clients erobern schrittweise immer neue Segmente der IT-Nutzung. Seit gut einem Jahrzehnt werden die schlanken, energiesparenden Desktops unter diesem Begriff nun angeboten – und im Funktionsumfang und den Einsatzmöglichkeiten beständig erweitert. Dennoch sind die Konzepte hinter den Thin Clients keineswegs neu. Die Großrechnersysteme und auch Unix-Systeme operierten von Beginn an mit schlanken Benutzergeräten, die als Terminals bezeichnet wurden. Der Terminal Server von Microsoft orientiert sich ebenso an den Konzepten schlanker Endgeräte. Durch die Produktreihe von Citrix, von WinFrame über den Presentation Server bis zu XenApp, wurden diese Terminal Server-Funktionen im breiten Stil etabliert.

Aufgrund ihrer universellen Struktur eignen sich diese schlanken Rechner aber nicht nur für entfernte Bildschirmausgaben im Sinne des Citrix Presentation Server (XenApp), sondern sie lassen sich gleichermaßen als Benutzergeräte für virtuelle Desktops, wie z.B. im Kontext mit Citrix XenDesktop oder VMware View anwenden. Desweiteren kommend diese Geräte auch als Frontend für Highend-Arbeitsplätze mit Blade Workstations im Rechenzentrum zum Einsatz.

Der größte Vorteil der Thin Clients: Die einfache Verwaltung

Wenngleich der Umfang der Produkte der Anbieter unterschiedlich ist, so handelt es sich im Kern doch immer um eine Form des Server Based Computing. Hierbei werden die Applikationen auf einem zentralen Server ausgeführt. Auf Anwenderseite erfolgt lediglich die Entgegennahme der Benutzereingaben und die Darstellung der Bildschirmausgaben - just wie bei den traditionellen Terminals. Dies hat entscheidende Vorteile. Die Geräte, die für diese Aufgaben erforderlich sind, benötigen keine umfangreiche Ausstattung. Statt vollständiger PCs kommen weniger komplexe Clientgeräte zum Einsatz. Diese wiederum haben einen geringeren Stromverbrauch, senken die Wärmeentwicklung, vermeiden Lüftergeräusche, sind weniger fehleranfällig und sind vor allem weitaus einfacher zu verwalten.

Die Verwaltung von Thin Clients reduziert sich vor allem auf die Bereitstellung einer zentralen Konfiguration. Vor Ort-Serviceeinsätze entfallen dabei in der Regel. Für eine remote Konfiguration dienen häufig herstellereigene Verwaltungstools, die neben Update-Unterstützung des Thin Client Betriebssystems und einzelner Module auch Konfigurationsmöglichkeiten sowie Support-Tools wie z.b. die Arbeitsplatzspiegelung bieten. Der gesamte Aufgabenblock der Softwarebereitstellung, des Patch-Managements, der Verwaltung von Profilen oder Daten entfällt auf der Clientseite. Zu verwalten ist primär das Kommunikationsmodul der Thin Clients, das die Verbindung zu den zentralen Serverdiensten herstellt.

Dies ist, verglichen mit der clientseitigen Verwaltung auf einem traditionellen PC weitaus einfacher und letztendlich auch der Grund für den Erfolg der Citrix-Dienste bzw. des Microsoft Terminal Servers. Alle Berechnungen und Erfahrungen der Unternehmen haben gezeigt, dass die Verwaltung einer PC-basierten Infrastruktur ein Mehrfaches der eigentlichen Anschaffungskosten ausmacht. Die Kosten entstehen somit über die Jahre verteilt in der Verwaltung der Systeme.

Die Analysten von IDC gehen in einer aktuellen Studie davon aus, dass sich durch den Einsatz von virtuellen Desktops die Kosten dramatisch senken lassen. Diese gilt vor allem für die einfachere Verwaltung eines Thin Client gegenüber dem Aufwand für einen vollständigen PC. Nach den Analysen von IDC schlagen diese Verwaltungskosten mit circa 80 Prozent der Gesamtkosten und 1298 Dollar pro Jahr zu Buche. Die Analysten erwarten eine Reduzierung des Verwaltungsaufwands auf ein Drittel, was wiederum einer Senkung der Verwaltungskosten von 1298 Dollar auf 425 Dollar pro Jahr entspricht.

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