Kostenloses Tool sorgt für coole Rechenzentren

The Green Grid aktualisiert Kühlungs-Landkarten

| Redakteur: Ulrike Ostler

In Europa ist fast alles blau; die Frabe signalisiert, das hier gut mit freier Kühlung gewirtschaftet werden kann.
In Europa ist fast alles blau; die Frabe signalisiert, das hier gut mit freier Kühlung gewirtschaftet werden kann. (Bild: The Green Grid)

Um Betreiber von Rechenzentren beim Einsatz von Kühlung durch Außenluft zu unterstützen, stellt The Green Grid Kühlungs-Landkarten zur Verfügung. Solche zeigen, in wie vielen Stunden pro Jahr Free Cooling im Rechenzentrum möglich wären.

Weite Teile von Nordamerika, Japan und Europa sind in der Lage, ihre Rechenzentren während des ganzen Jahres mit Free Cooling zu versorgen. Betreiber von Rechenzentren, die mit entsprechenden Economisern arbeiten, haben die Möglichkeit, bei der Kühlung durchschnittlich 20 Prozent an Geld, Energie und CO2-Emissionen einzusparen im Vergleich zu Rechenzentren ohne Kühlung mit Hilfe von Außenluft.

Das Industrie-Konsortium The Green Grid stellt nun aktualisierte Kühlungs-Landkarten zur Verfügung. Diese zeigen leicht verständlich die potenziellen Stunden, in denen Rechenzentrumsbetreiber teure und Energie-intensive Kühlungsmaschinen ausschalten können. Die Karten gibt es für Europa, Japan und Nordamerika.

Die Karten – erstmalig von The Green Grid im Jahr 2009 entwickelt – wurden als Reaktion auf neue Kriterien der American Society of Heating, Refrigeration und Air conditioning Engineers (ASHRAE), die kürzlich neue Richtlinien für die „empfohlene“ und „zulässige“ Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Rechenzentren veröffentlichte, aktualisiert. Die Spezifikation bildet zwei neue Klassifikationen von Rechenzentren und erweitert das Spektrum der zulässigen Umgebungsbedingungen, um Energie-Effizienz-Praktiken wie luftseitige Economisation zu fördern.

Das Potenzial der Kühlung mit Außenluft wird unterschätzt

Mike Patterson, Vorstand der Technology and Strategy Work Group bei The Green Grid, sagt: „Die neuen Kühlungs-Landkarten zeigen, dass weite Teile von Nordamerika, Japan und Europa ihre Rechenzentren während des ganzen Jahres mit kostenloser Kühlung versorgen können. Selbst in sonnenverwöhnten Regionen wie der US-Golfküste oder Südeuropa könnten Rechenzentren für zwei Drittel der Zeit ihre Klimaanlagen ausschalten und die Kühlung durch Außenluft nutzen. Es gibt also keine Entschuldigung für neue Anlagen, die nicht mit luftseitigen Economisern ausgestattet sind.

Die leicht lesbaren Karten stehen frei zum Download zur Verfügung (siehe Kasten). Patterson erläutert die Zielsetzung für die Erstellung und Verbreitung der Karten: „Eines der Ziele der neuen aktualisierten Karten ist es, jedem Rechenzentrums-Designer und -Betreiber die kostenlose Kühlungsressource, die vor der Haustür zur Verfügung steht, bewusst zu machen. In einer Welt, in der das Bewusstsein für ökologische und finanzielle Kosten der IT wächst, war es noch nie so wichtig, die Umwelt zu nutzen, um den Ressourcenverbrauch von Rechenzentren zu senken."

Ergänzendes zum Thema
 
Download der Karten
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