Entwicklungsumgebung auf Basis von Microsoft.NET und Windows Azure Test-Infrastruktur aus der Cloud

Redakteur: Florian Karlstetter

Logica betreut IT-Projekte, Landschaften mit Standard-Anwendungen oder Individualentwicklungen für Kunden u.a. aus der Automobilindustrie, Versicherungsbranche und dem Energiesektor. Im Rahmen der Projekte ist es häufig notwendig, die IT-Infrastruktur des Kunden nachzubilden, damit Entwickler und Tester die jeweilige Lösung auf einer möglichst ähnlichen Umgebung realisieren.

Firmen zum Thema

Der IT-Dienstleister Logica setzt die Test- und Entwicklungssysteme für seine Kunden in Form einer Infrastructure-as-a-Service (IaaS) auf Basis von Microsoft Windows Azure Lösung auf.
Der IT-Dienstleister Logica setzt die Test- und Entwicklungssysteme für seine Kunden in Form einer Infrastructure-as-a-Service (IaaS) auf Basis von Microsoft Windows Azure Lösung auf.
(© Amy Walters - Fotolia.com)

Dier Ausgangssituation: Zur Nachbildung der IT-Infrastuktur setzt Logica die Test- und Entwicklungssysteme in Form einer Infrastructure-as-a-Service (IaaS) Lösung in der Cloud auf. Damit lässt sich die Lösung mit geringem Risiko und Aufwand in die IT- Umgebung des Kunden überführen.

„Jede Kundenumgebung hat ihre eigenen Anforderungen. In der Cloud können wir die Infrastruktur flexibel nach Bedarf des Kunden aufsetzen“, erklärt Christoph Langewisch, Unit Manager Microsoft Business Applications & Cloud bei Logica. „Das erspart uns hohe Investitionen in Rechenzentren sowie den kostspieligen Einsatz von Entwicklern vor Ort beim Kunden. Und unseren meist verteilt arbeitenden Teams steht eine einheitliche Plattform zur Verfügung“, so Langewisch weiter. Bei kleineren Projekten sind die Test- und Entwicklungsumgebungen zum Teil nur kurz in Betrieb. Wird die Umgebung nach Abschluss des Projekts nicht mehr benötigt, wird sie abgeschaltet, um die laufenden Kosten zu reduzieren.

Bis Mitte des Jahres setzte Logica auf die IaaS-Lösung eines führenden Cloud-Anbieters. Da sich die Administration wegen der Anzahl der Projekte zunehmend schwieriger und kostspieliger gestaltete, sah sich das Unternehmen nach Alternativen um.

Die Lösung

Die Entscheidung fiel für den Cloud-Service Windows Azure von Microsoft. „Ein wichtiges Kriterium war, dass Microsoft Windows Azure um IaaS-Dienste erweiterte und als zukunftsweisende Technologie kontinuierlich weiterentwickeln wird. Das gibt uns Investitionssicherheit", erklärt Langewisch.

Zudem ermöglicht es Windows Azure - im Gegensatz zu anderen IaaS-Lösungen - laufende Instanzen zwischen der Public Cloud und der lokalen Infrastruktur ganz einfach und ohne Vendor Lock In zu verschieben. Nach nur vier Monaten ist die Migration aller Instanzen auf Windows Azure parallel zum normalen Tagesgeschäft mittlerweile komplett vollzogen. Dadurch kann Logica je nach Bedarf der Kundenlösung Services von Windows Azure wie zum Beispiel Rechenleistung, Datenbanken, Active Directory Services, aber auch Microsoft SharePoint nutzen.

Der Nutzen

Durch die Konsolidierung der verschiedenen Cloud-Instanzen auf der Windows Azure-Plattform und die vollständige Integration in die einheitliche Tool-Landschaft von Microsoft kann Logica jetzt während der Entwicklungs- und Testphase effizienter arbeiten. „Selbst die komplexe Infrastruktur eines Kunden lässt sich nun dank Windows Azure in Tagen bereitstellen, und nicht in Wochen oder sogar Monaten“, betont Langewisch. „Wir reagieren jetzt sehr schnell und flexibel auf wechselnde Anforderungen unserer Kunden. Eine bestehende Infrastruktur erweitern wir per Knopfdruck.“ Durch den intensiven Kontakt zu Cloud-Experten von Microsoft sei es zudem möglich, Fragen und Probleme kurzfristig zu lösen.

Aktuell nutzt Logica Windows Azure intensiv für einige Microsoft SharePoint-Farmen, BizTalk- Infrastrukturen oder SOA-Umgebungen der eigenen Kunden. Ist ein Projekt beendet, wird die in der Cloud nachgebaute IT-Umgebung archiviert. Logica kann dann jederzeit auf diesen Pool aus kompletten Infrastrukturen und Komponenten zugreifen, was die Nachbildung neuer Kundenumgebungen in der Cloud erheblich erleichtert. „Damit sparen wir im Vergleich zur vorherigen IaaS-Lösung mit Windows Azure bei den laufenden Kosten rund 40 Prozent ein. Neu sind auch standardisierte Services bei Data oder Disaster Recovery“, erklärt Langewisch.

Ergänzendes zum Thema
Über Logica

Logica ist Teil von CGI, einem führenden Beratungs- und IT- Dienstleistungsunternehmen. Mit 72.000 Mitarbeitern in über 40 Ländern verfügt Logica über weltweite Expertise und bietet umfassende IT-Dienstleistungen, um den Anforderungen seiner Kunden zu begegnen.

Um die IT-Infrastruktur seiner Kunden möglichst identisch nachzubilden und die Entwicklung möglichst effizient zu gestalten, entschied sich Logica für die Cloud-Plattform Windows Azure von Microsoft in Kombination mit der Entwicklungsumgebung Microsoft.NET.

Aber damit gibt sich Logica noch nicht zufrieden. Kontinuierlich werden weitere Anwendungsfälle geprüft und getestet. Derzeit arbeitet das Unternehmen an einem Hybrid-Szenario, in dem die Integrationsumgebung des Kunden mit der Cloud- Umgebung gekoppelt wird.

Dazu Langewisch: „Da wir damit die laufende Entwicklung gegen die realen Systeme des Kunden testen können, lassen sich spezifische Probleme beim Rollout in die Kundenumgebung noch effizienter lösen.“

(ID:39016860)