Suchen

Neuer Server für Virtualisierung und Konsolidierung Technology@Work: HP schreibt sich die Transformation des Rechenzentrums auf die Fahnen

| Redakteur: Ulrich Roderer

Auf der Hausmesse Technology@Work in Barcelona hat HP das Rechenzentrum in den Fokus gerückt: Das Unternehmen bündelt neue und bestehende Technologien und Dienst, um Unternehmen zu helfen, ihre Rechenzentren in Puncto Energieeffizienz und Management in für die Anforderungen des nächsten Jahrzents fit zu machen.

HP Technology@Work, Barcelona 2008
HP Technology@Work, Barcelona 2008
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Rechenzentren wachsen aus den Nähten: Nach Marktstudien von HP geben ein Drittel der CEOs bzw CIOs an, dass die Wachstumskapazität ihre bestehenden Rechenzentren bis 2010 erschöpft ist. 47 Prozent der CIOs planen, die Anzahl ihrer Rechenzentren innerhalb der nächsten fünf Jahre zu reduzieren „Die Kunden verlangen virtualisierte, vollautomatisierte Infrastrukturen“, sagt Ann Livermore, Executive Vice President Technology Goup bei HP. Dabei basiert HP sein gesamtes Konzept auf den Best Practises von ITIL und der eigenen Restrukturierung und Konsolidierung der HP-internen IT von 85 Rechenzentren auf sechs.

Und genau darauf abgestimmt ist das neu organisierte Portfolio von HP. HP hat jetzt ein Komplettangebot zum Einrichten, der Konsolidierung und Virtualisierung von Rechenzentren. Durch den Kauf von EYP Mission Critical Facilities, das weiter als eigenständiges Unternehmen geführt wird, ist HP jetzt in der Lage, Unternehmen Planung, Consulting und Teststrategien für den Bau oder die Restrukturierung von Rechenzentren anzubieten. EYP beschäftigt über 350 Mitarbeiter und hat in den letzten Jahren über 200 Kunden gewonnen. Momentan werden die Critical Facilities Services allerdings noch nicht in Deutschland angeboten.

Bildergalerie

Automatisierung des Rechenzentrumsbetriebs

Der zweite Baustein in der Matrix der Dienstleistungen zur Transformation des Rechenzentrums ist HP Operations Orchestration zur Automatisierung des Veränderungsmanagements in Rechenzentren. Basis bildet die von HP hat die im letzten Jahr übernommenen Opsware-Lösungen. Mit diesen Lösungen lassen sich Service-Management-Prozesse wie das Ereignis- und Veränderungsmanagement über alle IT-Domänen hinweg automatisieren. Dabei avanciert die ehemalige Opsware-Komponente „Operations Orchestration“ zur zentralen Steuerungsinstanz.

HP hat in Deutschland als Pilotland den Outsourcing-Dienst Adaptive Infrastructure as a Service (AIaaS) gestartet. Die WGV-Versicherung beispielsweise nutzt bereits das neue Dienstleistungsangebot mit Erfolg und hat seine eigenes Rechenzentrum bei HP outgesourced. Im Rahmen von AIaaS können Kunden jederzeit flexibel Kapazitäten steuern, die Abrechnung erfolgt nach Verbrauch. In diesem Rahmen bietet HP derzeit auch Anwendungespakete für SAP und Exchange an.

HP Insight Dynamics-VSE

Gleichzeitig setzt HP wie auch andere Anbieter den Trend fort, Managenent-Funktionen der großen Unixsysteme auch für den x86-Server verfügbar zu machen. So wird jetzt Insight Dynamics-VSE (VSE: Virtual Server Environment) im zweiten Halbjahr auf den x86-Servern verfügbar.

Insight Dynamics-VSE vereint die Komponenten des HP-Infrastrukturportfolios basierend auf der „Logical Server“-Technologie, die sich die Vorteile virtueller Maschinen nun auch auf physische HP-Plattformen zur Verfügung stellt. Sie trennt logischer Server-Identitäten von den physischen Servern. Dadurch lassen sich logische Server einfacher in der gesamten Infrastruktur bereitstellen – sowohl auf physischen als auch auf virtuellen Servern.

Mit der neuen Lösung wird auch die Kapazitätsplanung in Echtzeit in den x86-Servern verfügbar. Die in den HP Labs entwickelte „Smart Solver“-Technologie ermöglicht auf Basis tausender historischer Daten die Analyse von Server-Kapazitäten und des Energieverbrauchs und bietet exakte Empfehlungen für die optimale Verteilung der Workload.

HP Insight Dynamics-VSE ermöglicht es, über einen einzigen Bildschirm alle virtuellen und physischen Ressourcen zu verwalten, inklusive Hypervisoren von anderen Herstellern – zum Beispiel VMware sowie künftig auch Microsoft HyperV und Citrix Xenserver. Das System bildet alle Ressourcen auf einer zentralen Oberfläche ab.

Die Software basiert auf erprobten Technologien wie zum Beispiel HP Virtual Server Environment, HP Insight Control und HP Virtual Connect. Sie lässt sich nahtlos in HP Systems Insight Manager, eine Plattform für das Infrastruktur-Management, integrieren.

Neuer Konsolidierungsserver

Mit dem HP ProLiant DL785 G5 präsentiert HP einen hoch skalierbaren x86-Server mit acht Sockeln und AMD Opteron Quad-Core-Prozessoren. Besonders Wert gelegt hat HP auf eine hohe I/O-Kapazität. Mit 11 I/O-Erweiterungssteckplätze ermöglicht er, große Virtualisierungs-Umgebungen und konsolidierte Umgebungen zu hosten. Zukünftige Versionen enthalten eine Upgrade-Option für HTx und PCIe I/O-Steckplätze. Die interne Speicherkapazität lässt sich auf bis zu 16 Festplatten erweitern, so dass ein Gesamtspeicher von 2,3 TByte erreicht wird. Der HP ProLiant DL785 Server ist voraussichtlich ab Mai 2008 erhältlich. Weitere Prozessoroptionen werden in den folgenden Monaten verfügbar sein.

(ID:2011593)