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Die Organisation der Unternehmens-IT passt noch nicht zum homogenen Block-Konzept

Systemblöcke haben 30 Prozent geringere Gesamtbetriebskosten

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Der Pferdefuß

Beim HP Cloud System sehen die Vorteile für Geschäftsleitung und Fachabteilung genauso aus, aber für die IT gibt es eine Kröte zu schlucken: "In der IT-Abteilung stoßen wir teilweise auf Vorbehalte, weil das Konzept der Converged Systems quer zu den Abteilungsgrenzen in der IT steht", berichtet Mike Wenner der CTO von HP Deutschland. Entweder muss also in der Unternehmens-IT ein Umdenken, ja, sogar eine Reorganisation, stattfinden oder der Service, den so ein Systemblock bietet, wird von einem Dienstleister bereitgestellt.

Anwenderbeispiel

Diesen Weg des Outsourcings ist der Verlag Langenscheidt gegangen. Er hat seinen Dienstleister Cancom mit einer neuen Virtual DesktopInfrastructure (VDI) beauftragt, um die alten eigenen Systeme, die nicht mehr genug skalierten, mit einer flexiblen Private-Cloud Lösung abzulösen.

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Cancom baute nach Angaben des Langenscheidt-CIO Alexander Jany auf Basis eines Flexpod von Cisco & Netapp eine Private Cloud auf seiner Application Hosting Platform (AHP) auf. Für Langenscheidt, der im harten Markt der Sprachvermittler global tätig ist, ergaben sich nach Angaben des CIO erfolgskritische Vorteile aus dieser Lösung.

"Die Einführungszeit war mit vier Monaten sehr kurz, die Kosten überschaubar", berichtet Jany. "Entscheidend war aber, dass die IT-Betriebskosten um 30 Prozent gesenkt werden konnten und unter hohem Zeitdruck neue, geschäftskritische Projekte auf die Beine gestellt werden konnte."

Die Verlagsmitarbeiter und externe Dienstleister können nun zu Hause oder im Büro zu flexiblen Zeiten mit Citrix-basierten Desktops (VDI) arbeiten, denn alle Anwendungen und Daten, die sie benötigen, befinden sich in der Cloud von Cancom.

Wirtschaftlichkeit eines Systemblocks

Für MSPs wie Cancom oder Freudenberg IT muss der Betrieb eines solchen Systemblocks wirtschaftlich sein. "Die moderne Virtualisierungstechnik lastet solch ein großes System besser aus, und die Hardware wird kosteneffizienter als viele einzelne Server", sagt Dennis Nikles, Director Solution Design bei Freudenberg IT.

Sein Haus ist ein SAP-Kunde der ersten Stunde (Nr. 7) und liefert mittelständischen Unternehmen SAP-basierte Services. Und Nikles ist u. a. der "hohe Automatisierungsgrad" einer auf Flexpod bereitgestellten Cloud wichtig, denn nur sie ermöglicht Effizienz und Wirtschaftlichkeit im Betrieb.

Freudenberg IT nutzt die Verwaltungssoftware von Fluid Operations für Automatisierung, Orchestrierung sowie das Management von Usern, Billing und Sicherheit (u.a. Mandantenfähigkeit). "Einer der Vorteile eines Systemblocks besteht darin, dass die IT für einen Server ein Konfigurationsprofil im XML-Format erstellen und diese Blaupause als Pattern oder Profil auf viele weitere Server übertragen kann", erläutert Ulrich Hamm, Solution Architect für Datacenter bei Cisco.

"Außerdem liefert das File dem UCS System Manager sämtliche Konfig-Details, die dieser braucht. Durch dieses Service-Profil lässt sich ein UCS-System auch sehr einfach in eine vorhandene IT-Landschaft integrieren." Bei IBM funktioniert dies im PureFlex-System genauso. Dort spricht man von "Patterns", die sich von IBM, dem Kunden, einem Service-Provider oder IBM-Partnern liefern lassen. Die Inbetriebnahme und Verwaltung eines solchen neuen Servers erfolgt daher binnen weniger Minuten, wenn nicht sogar Sekunden.

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