Suse Cloud vereinfacht Einführung und Management von Private Clouds Suse veröffentlicht Openstack-basierte Private Cloud-Suite

Redakteur: Ulrike Ostler

„Suse Cloud“ ist nach Herstellerangaben die erste Private-Cloud-Suite für den Unternehmenseinsatz, die auf „Open Stack“ basiert. Die Cloud Computing-Plattform, soll Unternehmen eine schnelle Einführung und einfache Verwaltung von Infrastructure-as-a-Service ermöglichen.

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Es gibt drei Varianten erhältliche der Open-Cloud-Distribution. Sie setzen auf die im April freigegebene Openstack-Version "Essex" auf.
Es gibt drei Varianten erhältliche der Open-Cloud-Distribution. Sie setzen auf die im April freigegebene Openstack-Version "Essex" auf.
(Bild: Wikipedia / Suse)

Suse Cloud basiert auf dem Openstack-Projekt, an dem über 3.300 Entwickler aus 180 Unternehmen beteiligt sind. Suse hat seinen Open-Source-Software-Stack in der vergangenen Woche auf der „Cloud Open 2012“-Konferenz in San Diego erstmals vorgestellt. Die Software-Suite wird „Suse Studio“ und „Suse Manager“ integrieren und es auf diese Weise ermöglichen, Anwendungen und Workloads über Public und Private Cloud-Umgebungen hinweg bereitzustellen, anzupassen und zu verwalten.

Business Connexion, einer der größten Data Center-Service Anbieter in Südafrika, wird Suse Cloud als Basis-Infrastruktur einsetzen, um darauf ein breites Angebot an Cloud Services für seine Kunden zur Verfügung zu stellen. Frans Labuschagne, Senior Services Manager, Data Center Services, Business Connexion, sagt: „Eine einfache Bereitstellung und Management von SUse Cloud vereinfachen den Installationsprozess und ermöglichen es uns, schnell eine Cloud in unserem Data Center zur Verfügung zu stellen.”

Erste Einschätzung der Suse-Openstack-Distribution

Gary Chen, Research Manager, Cloud und Virtualization System Software bei IDC, halt Open Stack allgemein für einen „weiteren wichtigen Baustein“ in Cloud-Umgebungen, neben KVM, Xen und Linux. Er sagt. „Die jüngste Version von Open Stack ist eine ausgereifte, robuste Lösung, die von Unternehmen aktiv evaluiert wird. Suse kommt hier zum richtigen Zeitpunkt, um Unternehmen beim Aufbau von Private Clouds zu unterstützen.”

Jonathan Bryce, Rackspace Cloud Gründer und Chairman des OpenStack Project Policy Board, schließt sich dieser Einschätzung an: Suse Cloud ist das Ergebnis von Beiträgen des Herstellers und der Beteiligung an der Openstack-Community, um die Komponenten auszubauens und Lösungen für Unternehmen zu liefern.“

Doch Rackspace gehört zu den Anbietern, die mit „Rackspace Private Cloud“ ebenfalls eine Openstack-Distribution am Start hat. Piston Cloud Computing bietet mit „Airframe“ eine kostenfreie Openstack-Variante an.

Die Vorteile im Überblick:

  • Mehr Schnelligkeit und Genauigkeit bei der Bereitstellung von Services für die Geschäftsabteilung: Durch Automatisierung, Self-Service und die Verwendung von Standard-Workloads in Suse Cloud können Geschäftsabteilungen und IT-Abteilung eng zusammenarbeiten, um schnell Chancen auf dem Markt zu nutzen. Durch die Automatisierung von zeitaufwändigen Prozessen, die bisher mit der Bereitstellung von neuen Services verbunden waren, deren Durchführung in einem statischen Data-Center nur mit großem Kosten- und Zeitaufwand zu schaffen gewesen wäre, lassen sich unter Umständen Marktchancehn schneller nutzen.
  • Mehr Business-Dynamik mit dem erforderlichen Support: Suse Cloud beinhaltet 24x7 weltweiten technischen Support und ist vollständig in den Update-Prozess des Unternehmens integriert. Kunden können ihre Cloud-Umgebungen deshlab vergleichsweise einfach verwalten und mit den aktuellen Patches versorgen. Dies gilt sowohl für die Komponenten von Suse Cloud als auch für das zugrundeliegende „Suse Linux Enterprise Server“.
  • Profitieren von den Innovationen der Entwickler-Community: Suse Cloud umfasst Support für alle Komponenten des „Openstack-Essex“-Release, zu dem über 200 Entwickler in 55 Unternehmen beigetragen haben. Künftige Versionen von Suse Cloud werden den sechsmonatigen Upstream Release Zyklus von Open Stack folgen.
  • Die Anwender werden fit gemacht für Hybrid Cloud Computing durch einfaches Erstellen und Verwalten von Cloud-basierten Applikationen mit der Suse-Plattform zum Erstellen von Images „Suse Studio“ und dem Tool Suse Manager der Workloads in Private oder Public Cloud-Umgebungen.
  • Mehr Effizienz bei Skalierung von Infrastruktur und IT-Abteilung: Mit Hilfe von Suse Cloud Lassen sich Computing-Ressourcen genauer erfassen und die die Service-Bereitstellung automatisieren. „Unternehmen verfügen nach so über eine skalierbare Infrastruktur bei gleichbleibendem Arbeitsaufwand für die IT-Abteilungen“. Wirbt der Anbieter.

Suse Cloud integriert Crowbar

Suse Cloud integriert „Crowbar“, einem Open Source-Projekt von Dell. Dieses dient dazu Einführung und Ausbau sowie die laufende Administration der physikalischen Cloud-Infrastruktur zu vereinfachen.

John Igoe, Executive Director Open Source Cloud und Big Data Solutions bei Dell, sagt dazu: “Es freut uns, dass Suse aktiv Beiträge zu Crowbar leistet, einem Open Source Software-Framework, das von Dell entwickelt wurde, um robuste Provisioning-Umgebungen zu schaffen. Es bietet ein praxisorientiertes, einfach zu nutzendes Modell und spricht eine große Community aus allen Bereichen der Industrie an.”

Prominente Partner

Für Unternehmen ist der Einstieg in das Cloud Computing häufig mit dem Kauf neuer Hardware und Software gekoppelt. Suse Cloud ermöglicht es nach Anbieterangaben, die bestehende Infrastruktur weiter zu nutzen und dabei die Lizenzkosten zu optimieren. Dazu zählt, dass Kunden „von dem größten Angebot an zertifizierten Partnerlösungen für Linux sowie von Zertifizierungen für den größten Teil der Standard-Hardware“ profitieren können.

"Suse Cloud" umfasst die Entwickler-Suite "Suse Studio". Damit sollen sich Übergänge in die Public-Cloud und zur traditionellen IT realisieren lassen.
"Suse Cloud" umfasst die Entwickler-Suite "Suse Studio". Damit sollen sich Übergänge in die Public-Cloud und zur traditionellen IT realisieren lassen.
(Bild: Suse)

Zu den Partnern, die sich lobend äußern, gehört auch Intel: „Als Early Adopter von Open Stack und Förderer von Open Source freut sich Intel über die Zusammenarbeit mit Suse bei der Bereitstellung von Suse Cloud“, sagt Bill Cox, Director Intel Cloud Strategy.

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