Neues Blade-System für Supercomputing nutzt Grafik-Chips

Super Micro sieht sich als Technologieführer beim GPU-Computing

07.03.2011 | Redakteur: Michael Hase

Super Micro hat zwei Hochleistungs-Systeme auf den Markt gebracht, den „SuperServer 5086B-TRF“ und das „GPU SuperBlade“-System. Bild: Super Micro
Super Micro hat zwei Hochleistungs-Systeme auf den Markt gebracht, den „SuperServer 5086B-TRF“ und das „GPU SuperBlade“-System. Bild: Super Micro

Super Micro, ein Hersteller von Server-Komponenten und Komplettsystemen, präsentiert auf der diesjährigen CeBIT sein neues „GPU SuperBlade“-System. Damit lässt sich die Rechenleistung von Grafikprozessoren für High-Performance-Anwendungen bündeln. Beim so genannten GPU-Computing sieht sich der Anbieter als Technologieführer.

High Performance Computing (HPC) mit Grafikprozessoren gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Zu den Anbietern, die in diesem Markt eine führende Rolle beanspruchen, zählt der kalifornische Hersteller Super Micro. Auf der CeBIT, die bis zum 5. März stattfand, stellte das Unternehmen erstmals sein „GPU-Super-Blade“-System vor.

Das Enclosure misst sieben Höheneinheiten und bietet Einschübe für zehn Blade-Server. Es kann unter anderem mit dem ebenfalls neuen „GPU Super Blade SBI-7126TG“ bestückt werden. Der Rechner ist mit zwei „Nvidia Tesla“-Grafikchips und zwei „Xeon“-Prozessoren der neusten Generation ausgestattet.

Im SuperBlade-System lassen sich laut Super Micro mehr als doppelt so viele Graphics Processing Units (GPUs) pro Höheneinheit unterbringen wie in vergleichbaren Wettbewerbsprodukten. Ein Standard-Rack mit 42 Höheneinheiten ermöglicht den Einsatz von bis zu 60 Servern mit zusammen je 120 Grafik- und Hauptprozessoren.

GPU beschleunigt Rechenoperationen

Angesichts der „bisher unerreichten Raumdichte“ gerät Charles Liang, CEO von Super Micro, ins Schwärmen: „Wir haben im brandneuen und sich ständig weiterentwickelnden GPU-Computing-Segment eindeutig die Führung übernommen“.

Beim GPU-Computing werden Haupt- und Grafikprozessor gemeinsam für Berechnungen eingesetzt. Vor allem Operationen, die sich stark parallelisieren lassen, werden durch die zahlreichen Rechenkerne (Shader) eines Grafikchips um ein Vielfaches beschleunigt. Auf der Basis lassen sich wiederum HPC-Cluster aufbauen, die die Rechenleistung vieler GPUs bündeln.

So arbeitet beispielsweise der chinesische Supercomputer Tianhe-1A, der im vergangenen Herbst als schnellster Rechner der Welt für Furore sorgte, mit mehr als 7.000 Grafikprozessoren. Dabei sind GPUs energie-effizienter als CPUs, weil sie weniger Strom verbrauchen und eine geringere Kühlleistung erfordern.

Kraftpaket mit acht Sockeln

Darüber hinaus stellt Super Micro in Hannover einen weiteren Hochleistungsrechner vor: das Enterprise-System „Super Server 5086B-TRF“ mit acht Sockeln. In dem Gehäuse, das fünf Höheneinheiten misst, lassen sich acht Xeon-Prozessoren mit jeweils acht Rechenkernen unterbringen.

Sobald die Zehn-Kern-Chips der nächsten Xeon-Generation verfügbar sind, die bislang den Code-Namen „Westmere EX“ tragen und in der zweiten Jahreshälfte erwartet werden, kann der Super Server die Rechenkraft von 80 Kernen nutzen.

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