Was muss Datacenter Infrastructure Management leisten?

Struxureware for Datacenters 7.3 bringt DCIM mit Provider-Qualitäten

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Identifizierung von Hotspots

Typische Symptome einer schlechten Rechenzentrumsplanung und falsch platzierter Komponenten sind Hotspots an Stellen, wo es eigentlich kühl sein müsste. Dauerhaft erhöhte Temperaturen wirken sich negativ auf den Betrieb der Server aus.

Eine grafische Darstellung aller vorhandenen Komponenten sowie die Visualisierung von Schwachstellen bei Kapazitäts- und Kühlszenarien helfen bei der Platzierung von Servern. Die 3D-Simulation, die etwa die Version 7.3 bietet, hat hierbei drei Hauptansatzpunkte: Eine 3D-Ansicht des Raumes, das Aufzeigen kalkulatorischer oder gemessener Temperaturverhältnisse im Raum sowie die Abbildung der Luftströme.

Die Regelung des Energieverbrauchs

Die Regulierung des Energiebedarfs ist eine der dringendsten Aufgaben, für die ein DCIM-Tool in Frage kommt. Immerhin sind die Strompreise sind von 2001 bis 2011 um 117 Prozent gestiegen und steigen voraussichtlich auch weiter an. Angesichts dieser hohen Kosten wird Energie-Effizienz zunehmend ein Wettbewerbsvorteil.

Wichtig ist beispielsweise die richtige Auslastung der Server. Server-Kapazitäten sind auf die Spitzenlast ausgelegt, daher ist der PUE - Wert (PUE = Power Usage Effectivness) bei einem voll ausgelasteten Rechenzentrum wesentlich niedriger und damit besser als bei einem Rechenzentrum, das nur 50 Prozent seiner möglichen Leistung bringt.

Heutige Systeme sind in der Lage den aktuellen Energieverbrauch ständig abzubilden. Eine Liste gibt Aufschluss über Server, die ein Upgrade oder eine Lastenverteilung benötigen oder abgeschaltet werden müssen. Indem die Software über nicht ausgelastete Server informiert, verbessert sie den Return On Investment (ROI). Das Tracking von unterlasteten Servern spart Kosten, indem nicht benötigte Geräte abgeschaltet werden. Das steigert Effizienz und Rack-Kapazität.

Das Fehler-Management

Eine große Hilfe sind DCIM-Tools auch beim Fehler-Management. Fällt in einer traditionellen Umgebung beispielsweise ein Lüfter aus, wird eine Alarmmeldung versendet, die das Personal informiert. Bei diesem Vorgehen ist das Risiko eines Rechnerausfalls in der Zwischenzeit allerdings ausgesprochen hoch.

Beim Einsatz eines DCIM-Werkzeugs dagegen fahren nach Lüfterproblemen noch intakte Komponenten automatisch ihre Drehzahl hoch, um den Ausfall zu kompensieren. Gleichzeitig identifiziert das System im Idealfall gefährdete virtuelle Server und beginnt einen automatischen Migrationsprozess auf andere, nicht von Kühlproblemen betroffene Host-Geräte. Das Ausfallrisiko ist in diesem Fall ausgesprochen niedrig.

Dafür bietet Struxureware eine Schnittstelle zur Kommunikation mit der Virtualisierungssoftware. Stellt das System eine Zustandsänderung fest, wird ein Alarm ausgelöst und eine Analyse der Auswirkungen durchgeführt. Danach kommuniziert sie mit dem Virtual Machine Manager und verlagert die virtuellen Jobs.

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