SaaS und Geräte-Unabhängigkeit gewollt

Starre Lizenzmodelle und Lieferoptionen frustrieren

| Redakteur: Ulrike Ostler

(Bild: Gemalto)

Gemalto fragt; Anwender antworten: Sie wünschen sich mehr Flexibilität bei Lizenzbedingungen und der Zusammenstellung ihrer Softwarepakete. Hersteller von Software und intelligenten Geräten müssen ihr Portfolio an diese Nachfrage anpassen. Das sind Ergebnisse des „State of Software Monetization Report“ von Gemalto, Anbieter für digitale Sicherheit.

Eine große Mehrheit der Befragten aus der Region Deutschland, Österreich und Schweiz (89 Prozent) ist der Meinung, dass Anbieter ihre Programme fortlaufend an die sich ändernde Nachfrage im Markt anpassen müssen. Weitere 88 Prozent antworteten, dass ein flexibler Zugang zu Anwendungen auf unterschiedlichen Geräten und anpassbare Softwarepakete sehr wichtig sei. Zudem sind 90 Prozent der Befragten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz der Ansicht, dass Software zukunftssicher sein muss, um Erfolg zu haben.

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Über State of Software Monetization Report

Gemalto hat im Rahmen der Umfrage 600 Entscheidungsträger in Unternehmen und 180 unabhängige Softwarehersteller (Deutschland, Österreich, Schweiz (DACH), Frankreich, Japan, Großbritannien und den USA) befragt (siehe: Kasten).

Die befragten Unternehmen – darunter Hersteller intelligenter Geräte – stehen bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen für ihre Produkte vor Herausforderungen. Vor allem Backoffice-Aufgaben und die Kontrolle von Lizenzverletzungen bereiten Probleme. Nur zehn Prozent der Firmen haben eigenen Angaben zufolge keine Schwierigkeiten bei der Lizenzierung. Die größten Herausforderungen im Backoffice sind über alle Länder hinweg:

  • Kosten für Erneuerung und Verwaltung von Lizenzen (87 Prozent)
  • Zeitaufwand für die Erneuerung und Verwaltung von Lizenzen (83 Prozent)
  • Zeitaufwand und Kosten für Entwicklungen, die nicht in Produkte fließen (82 Prozent)
  • Eingeschränkter Einblick in die Art und Weise wie Produkte genutzt werden (68 Prozent)

Infografik zur Gemalto-Studie: "State of Software Monetization Report"
Infografik zur Gemalto-Studie: "State of Software Monetization Report" (Bild: Gemalto)

In allen Ländern drückten Benutzer ihr Unbehagen im Zusammenhang mit traditionellen, starren Lizenzmodellen sowie Softwarepaketen und Lieferoptionen aus. Immer häufiger wird nach Download-Möglichkeiten über das Internet, nutzungsbasierten Abrechnungs- und Geräte-unabhängigen Lizenzierungsmodellen gefragt.

Nur einer von zehn Umfrageteilnehmern gab an, keine Probleme mit Softwarelizenzen zu haben. Für 90 Prozent der Befragten gehörten unflexible Lizenzvereinbarungen, langwierige Prozesse bei der Kundenregistrierung und verlorene Lizenzschlüssel zu den größten Herausforderungen. Am häufigsten äußerten sie folgende Präferenzen:

  • Unternehmensweite Lizenzen (59 Prozent)
  • Standortlizenzen (45 Prozent)
  • Concurrent-User-Lizenzen (40 Prozent)

Die Einhaltung von Lizenzbedingungen bereitet Schwierigkeiten

Lizenzverletzungen – egal ob vorsätzlich oder unabsichtlich – zählen zudem immer noch zu den größten Problemen von Softwareherstellern. Alle (100 Prozent) befragten Mitarbeiter aus Deutschland, Österreich und Schweiz machen sich Sorgen über eine unerlaubte Nutzung. Im Jahre 2012 waren es noch 83 Prozent. Folgende Bedenken wurden von Softwareherstellern am häufigsten genannt:

  • Vorsätzliche Verletzung von Lizenzverträgen (90 Prozent)
  • Diebstahl geistigen Eigentums durch Wettbewerber (80 Prozent)
  • Softwarepiraterie (73 Prozent)

Gleichzeitig gaben 25 Prozent der Umfrageteilnehmer aus der DACH-Region zu, selbst bereits Lizenzbedingungen missachtet zu haben. Sie empfehlen Software-Anbietern folgende Strategien, um ihre Dienstleistungen zu verbessern:

Verbesserung der Kommunikation zu Prozessen und Audits (75 Prozent)

Optimierung der Audits und Nachverfolgung des Nutzungsverhaltens (73 Prozent)

Der Einsatz von Software-Tools zahlt sich aus

Von den Mitarbeitern, die eine kostenpflichtige Lizenzierungssoftware implementiert hatten, setzen zwei Drittel diese innerhalb von weniger als sechs Monaten ohne Einschränkungen ein.

„Die Art und Weise, wie Angestellte in Unternehmen mit Software arbeiten, verändert sich: Manche Anwender möchten nur bestimmte Funktionen auf dem Gerät ihrer Wahl nutzen, andere wünschen sich lediglich für Features zu bezahlen, die sie tatsächlich einsetzen“, sagt Ansgar Dodt, Vice President Software Monetization Global Sales, Gemalto.

Er fährt fort: „Software-Anbieter müssen sich an die sich wandelnden Bedürfnisse ihrer Kunden anpassen. Neben Piraterie, Reverse Engineering sowie willentlichem und unabsichtlichem Missbrauch besitzt die Software-Monetarisierung noch einen weiteren wichtigen Aspekt. Applikationen müssen kunden- und bedarfsgerecht angeboten werden. Nur so wird daraus eine für den Kunden zufriedenstellende Lösung, die sich letztendlich auch gut verkauft.“

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