CPUs und APUs für Enterprise Server

Städtetour: Die Server-Strategie und -Roadmap von AMD

| Redakteur: Wilfried Platten

AMD im Microsoft-Land: Der neue 64-Bit-ARM-Prozessor hört auf den Codenamen Seattle.
AMD im Microsoft-Land: Der neue 64-Bit-ARM-Prozessor hört auf den Codenamen Seattle. (© PaulDidsayabutra - Fotolia.com)

Die Pläne von AMD zu den kommenden ARM-CPUs, x86-CPUs und APUs, die künftig in Servern für Unternehmen und Rechenzentren Dienst tun sollen.

AMD will Marktanteile bei den anspruchsvollen Servern für Unternehmen und Datacenter (zurück-)gewinnen. Wie das auf der Produktseite aussehen soll, hat der Hersteller jetzt bekannt gegeben. Wobei die Vorstellung von den Produktbezeichnungen, respektive Codenamen her zu einer Städtetour mit Halt in den USA und Europa geriet.

Go West

Beginnen wir im Norden der amerikanischen Westküste, sozusagen im Microsoft-Land: in Seattle. Das ist der Codename für den ersten ARM-Prozessor von AMD mit 64-Bit-Architektur. Wobei der Begriff Prozessor untertrieben ist, denn als System-on-a-chip (SoC) sind hier auch die Chipsätze integriert. Seattle ist im ersten Schritt eine CPU mit acht, später mit 16 Kernen. Sie basiert auf dem ARM-Kern Cortex-A57 und soll mit mindestens zwei Gigahertz getaktet sein. Sie unterstützt unter anderem bis zu 128 Gigabyte DRAM-Speicher und 10 Gigabit Ethernet. Erwartet wird eine Performance, die zwei- bis viermal so hoch ist wie die der kürzlich vorgestellte Opteron X-Serie. Samples sind für das erste Quartal 2014 angekündigt, die Produktion soll dann im zweiten Halbjahr starten.

Zwitter im Herzen Europas

Weiter geht die Reise nach Zentraleuropa, genauer gesagt nach Berlin. So heißt im gegenwärtigen Stadium ein neuer x86-Prozessor, der sowohl als herkömmliche CPU, alternativ aber auch als APU (Accelerated Processing Unit) verfügbar sein wird. APUs sind CPUs mit einem hohen integrierten Anteil an GPU-Funktionalität (Graphic Processing Unit). GPUs sind nicht nur geeignet für 3D-Grafik, Spiele, Imaging und HD-Video, sondern auch für schnelles Parallelprocessing, wie etwa komplexe wissenschaftliche und technische Berechnungen, sofern hier mit stark parallelisierbaren Algorithmen gearbeitet wird.

Als erste Server-APU wird Berlin auf der Heterogeneous System Architecture (HSA) von AMD aufbauen, die unter anderem den gemeinsamen Speicherzugriff für CPU und GPU gestattet. Gegenüber dem aktuellen Opteron 6386SE Prozessor soll er die Leistung (Gigaflops pro Watt) verachtfachen. Die x86-APU/CPU ist für die erste Jahreshälfte 2014 angekündigt.

Go East

Nicht weit von Berlin wartet mit Warschau eine weitere neue CPU auf ihren Einsatz. Sie ist AMDs zukünftiges Prozessorangebot für Server mit zwei oder vier Sockeln. Als präferiertes Einsatzgebiet dafür sieht AMD den Datenbank-Bereich von hierarchischen Typen über relationale SQL-Varianten bis zu analytischen Anwendungen (Data Analytics). Der Sockel ist kompatibel zur Opteron 6300 Serie. Warschau soll im ersten Quartal 2014 verfügbar sein.

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