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Konsolidierung im Markt für Flash-Storage-Prozessoren SSD-Hersteller Sandforce wird von LSI für geschätzte 370 Millionen US-Dollar gekauft

| Redakteur: Rainer Graefen

LSI, Hersteller von ASICs, SAS-Produkten und RAID-Controllern, will den SSD-Controller-Hersteller SandForce für vermutlich 322 Mill. US-Dollar in bar kaufen. Weitere 48 Mill. US-Dollar sind wahrscheinlich notwendig, um die von Sandforce-Mitarbeitern gehaltenen Unternehmensanteile und Bezugsrechte aus Aktien zu erwerben.

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Warpdrive SLP-300 mit Sandforce SSD-Modulen: 200.000 I/Os und 1.200 MByte Datendurchsatz pro Sekunde.
Warpdrive SLP-300 mit Sandforce SSD-Modulen: 200.000 I/Os und 1.200 MByte Datendurchsatz pro Sekunde.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Übernahme von Sandforce soll LSI in eine „industrieführende Position auf dem Flash-Storage-Prozessor-Markt für leistungsstarke und leichtgewichtige Notebooks wie auch Enterprise-SSD bringen“, heißt die knappe Zusammenfassung des Deals.

Laut Pressemeldung schätzt LSI an Sandforce, dass die dort produzierten Flash-Storage-Prozessoren für PCIe-Flash-Adapter und SSDs sich für eine breite Palette von kommerziellen und Enterprise-Anwendungen eignen.

Verbesserte Wettbewerbsposition

„Die Acquisition soll LSIs Wettbewerbsposition im schnell wachsenden Server- und Speichermarkt mit PCIe Flash-Adaptern verbessern. Zwar verbaut LSI schon jetzt in den Warpdrive-Produkten SLP-300 die Sandforce Flash-Storage-Prozessoren, doch die engere Integration der jeweiligen ASIC-Technologien könnte bei Performance und Green-IT weitere Vorteile bringen.

Die Synergieeffekte einer Kombination der diversen von LSI hergestellten SAS- und SATA-Controller mit den von Sandforce produzierten SSD-Controllern sind für LSI offensichtlich. Das grundsätziche Ziel der sich ergänzenden Technologien ist es, die I/O-Zugriffe wichtiger Anwendungs-Software, z.B. Datenbanken, gezielt zu beschleunigen.

Man werden den Anwendern durch die zukünftig engere Integration der beiden Technologien allerdings noch ausdifferenziertere, professionellere Produkte für die jeweiligen Anwendungsgebiete an die Hand geben können, erläuterte Geschäftsführer Michael Raam von Sandforce der IT-Presse.

Aufräumarbeiten

Wie geht es weiter? Das Sandforce-Team wird Teil einer noch zu gründenden LSI Division für Flash-Komponeten werden, der Raam dann als Geschäftsleiter vorsteht. Zusätzlich erfreulich für LSI dürfte die hochkarätige Schar an Kunden (u.a. AMP, Corsair, Kingston, OCZ, Super Talent, Viking) sein, die Sandforce in den Deal einbringt.

Die Konkurrenten von Fusion-IO, Intel, OCZ und STEC werden sich wärmer anziehen müssen.

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