BESSERE KOMPRIMIERUNG UND MULTICORE-UNTERSTÜTZUNG

SQL Server 2008 von Microsoft bringt neue Film-Datentypen und optimiertes Performancemanagement, Teil 2

07.01.2009 | Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrich Roderer

MIcrosoft SQL Server 2008: Mehr Dateitypen
MIcrosoft SQL Server 2008: Mehr Dateitypen

Der SQL Server zählt zu den wichtigsten Serversystemen von Microsoft. In der aktuellen Version hat Microsoft wieder zahlreiche Neuerungen eingebracht. Diese Neuerungen zielen sowohl auf die Softwareentwicklung, aber auch den IT-Betrieb. Beide Belange wollen wir in unserer Übersicht darstellen.

Neu überarbeitet wurde auch die Zeilenkomprimierung und Seitenkompression. Bei der Komprimierung unterscheidet der SQL Server 2008 zwei Modelle: die Zeilenkomprimierung und Page Kompression. Bei der Zeilenkomprimierung werden Datentypen fester Länge wie etwa int, bigint, datetime, bit auf die Länge verkürzt, die ohne Verlust von Datengenauigkeit machbar ist.

Dies gilt beispielsweise bei der Eliminierung führender Nullen einer Zahl. Die Seitenkomprimierung operiert hingegen, ganz ihrem Namen entsprechend, immer auf ganzen Speicherseiten. Vereinfacht gesprochen werden dabei doppelte Einträge in einer Seite nur einmal gespeichert. Geringfügige Änderungen in den Daten werden in das gemeinsam Präfix und das Delta zwischen den Daten, es wird als Suffix bezeichnet, gespeichert. Laut Aussagen von Microsoft lassen sich durch diese Komprimierung Datendichten erzeugen, die um das 1,5- bis 7-fache höher liegen, als bei der unkomprimierten Speicherung.

Backupkomprimierung

Microsoft komprimiert die Daten aber nicht nur für die interne Speicherung der Fakten in den Data Warehouses, sondern wendet das Prinzip der Datensicherung nun auch für Sicherungszwecke an. In Zukunft lassen sich die Daten, wenn sie auf die Backupmedien geschrieben werden, auch komprimieren. Dadurch reduziert sich die I/O-Last und erhöht sich auch die Sicherungsgeschwindigkeit. Diese kommt einer Verkürzung der Backup-Fenster gleich, ein Aspekt der im Rahmen der Orientierung zu 24/7-Betrieb immer wichtiger wird, da die Komprimierung in der Regel schneller ist als die Sicherung der unkomprimierten Daten.

Aber auch diese Komprimierung muss durch die lokale CPU vorgenommen werden. Daher gelten auch an dieser Stelle die oben gemachten Anmerkungen bezüglich der Belastung der CPU bei gleichzeitiger Entlastung der I/O-Kanäle. Unter der Maßgabe allerdings, dass die Sicherung der Daten ohnehin durch eignen Backup-Dienste oder –Server vorgenommen wird, fällt dieser Aspekt allerdings weg.

Diese beiden Kompressionstechniken, also die Kompression der Daten in der Datenbank und die Kompression des Backups sind per se unabhängig und verwenden auch völlig unterschiedliche Techniken. Sie können aber auch kombiniert werden. Wie weit sich dann daraus weitere Einsparungen erzielen lassen, hängt vom Aufbau der Daten und der Kompressionstechniken ab.

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