Viele Methoden zum Lizenzabgleich – und doch kein Durchblick

Softwarelizenzoptimierung ist mehr als Lizenz-Compliance

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Der nächste wichtige Faktor sind die sogenannten Lizenzberechtigungen. Das bedeutet: Ein Kauf einer bestimmten Version eines Softwareprodukts erlaubt auch deren Nutzung. Beispielsweise gestattet der Kauf einer Lizenz für Microsoft Office Standard 2013 die Nutzung des zugehörigen Produkts. Über die Zeit haben Unternehmen sicherlich unterschiedliche Versionen desselben Produkts beschafft. Einige diese Zukäufe gewähren den Zugriff auf die aktuelle Version, wenn die Wartungs- und Updateverträge für die Software seit dem Lizenzkauf fortlaufend aktuell gehalten wurden. Viele Unternehmen setzen standardmäßig eine einzige Version des Softwareprodukts ein. Diese muss nicht immer die gekaufte sein. Beispielsweise ist oft noch Microsoft Office Standard 2010 der Unternehmensstandard und die aktuelle Version ist noch nicht ausgerollt. Aber gleichzeitig kann nur die Version 2013 gekauft werden. Unter gewissen Bedingungen erlaubt es Microsoft, eine frühere Version des gekauften Produkts zu installieren (beispielweise anhand eines Downgrade-Rechtes). Jeder Lizenzkauf erlaubt also den Zugriff auf eine oder mehrere Versionen des Produktes und dieser muss anhand des gekauften Lizenztypus und der damit eventuell verbundenen Wartung bewertet werden.

Die Bürden der Vergangenheit

Beschaffungsaufträge aus der Vergangenheit sind eine der größten Herausforderungen für das Erstellen eines exakten Lizenznachweises. Denn die Verträge müssen zunächst bearbeitet und die enthaltenen Berechtigungen erfasst werden, um diese schließlich mit den Softwarepositionen aus der Inventarisierung abzugleichen. Bevor die Installation oder die Nutzung der Software mit den Lizenzberechtigungen abgeglichen werden können, müssen Unternehmen unter Umständen sowohl bei der Inventarisierung als auch bei den Berechtigungen Daten aufwändig erheben, normalisieren und bewerten. Ist diese Arbeit erledigt, könnte man meinen, dass der Abgleich aller Produktkäufe mit den Produktinstallationen für den Nachweis der Lizenz-Compliance ausreicht. Das ist aber selten der Fall. Denn, wie bereits angemerkt, kann der Abgleich nicht 1:1 erfolgen, da die Lizenzkäufe nicht zwingend die gleiche Version des Produkts abdecken. Darüber hinaus kann es in mittleren und großen Unternehmen vorkommen, dass trotz aller Bemühen, auf eine einzige Version zu standardisieren, mehrere Versionen desselben Produkts verwendet werden.

Die Produktnutzungsrechte innerhalb der Lizenzrichtlinien – beispielsweise Zweitnutzungsrechte, Rechte für Mehrfachinstallationen oder Roaming-Rechte – sind meistens der Grund, warum Lizenznachweise, die auf dem bloßen Abgleich der Softwareinstallationen mit den Lizenzkäufen beruhen, ungenau sind. In solchen Fällen kaufen Unternehmen oftmals mehr Lizenzen als eigentlich benötigt werden. Werden die Produktnutzungsrechte berücksichtigt, sinkt normalerweise der Lizenzverbrauch und das Unternehmen erreicht eine punktgenaue und kostenoptimierte Lizenz-Compliance.

Der Unterschied liegt im Detail

Viele Werkzeuge behaupten, sie könnten anhand von Dashboards und Berichten dazu beitragen, die Softwarelizenz-Compliance nachzuweisen. Aber eine tatsächliche Softwarelizenzoptimierung lässt sich mit diesen Tools nicht umsetzen. Dafür benötigen Unternehmen leistungsstarke Speziallösungen, wie FlexNet Manager Suite von Flexera Software. Die Unterschiede umfassen mehrere wichtige Aspekte. Dazu zählen Identifikations- und Inventarisierungsmöglichkeiten in virtuellen Umgebungen, die genaue Erkennung von Produkt-Suiten und -Editionen, das Management von komplexen Lizenzmodellen und Möglichkeiten, Lizenzen auf Grundlage von Produktnutzungsrechten und Nutzungsanalysen zu optimieren.

Vincent Brasseur, Flexera Software.
Vincent Brasseur, Flexera Software.
(Bild: Flexera)
* Der Autor Vincent Brasseur ist Director Product Management bei Flexera Software.

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