Stock-exit

Software knockt Londoner Börse aus

| Redakteur: Ulrike Ostler

London Stock Exchange am Paternoster Square
London Stock Exchange am Paternoster Square (Bild: / CC BY NaN)

Es handelte sich um den längsten Ausfall in acht Jahren, teilt die Kondon Stock Exchange (LSE) mit. 489 Aktien konnten eine Stunde und vierzig Minuten lang nicht gehandelt werden, nachdem die Börse am 16. August um 8:00 Uhr mit dem Handel begann, einschließlich derjenigen in den Indizes FTSE 100 und 250. London handelt allerdings 11.000 Aktien.

Techniker der London Stock Exchange (LSE) konnten den Fehler erst gegen 9:40 beheben. „Es hatte nichts mit einem Rechenzentrum zu tun“, sagte eine LSE-Sprecherin. „Es war nur ein Softwareproblem. Es waren nur bestimmte Aktien, die im Handel begrenzt waren. Ich kann keine weiteren Details nennen. Das Problem ist gelöst.“

Nachdem die Systeme wieder online waren, gewann der FTSE-100-Bereich 23 Punkte oder 0,33 Prozent durch den Handel am späten Nachmittag. Die britische Zeitung „The Guardian“ weist darauf hin, dass 2008 der Börsenhandel schon einmal ausgesetzt hatte; ein technisches Problem stoppte ihn für den größten Teil des Tages, sieben Tage vor dem Zusammenbruch von Lehman Brothers am 15. September.

Betroffen war im Jahr 2018 das hauseigene System „Tradelect“. Im Jahr 2009 erwarb die LSE dann die „Millennium“-Plattform 30 Millionen Dollar. Die Software ist etwa auch in Italien, Oslo und Johannesburg im Einsatz.

Das Londoner Unternehmen handelt täglich im Wert von rund 5 Milliarden Pfund (5,47 Milliarden Euro). Derzeit wird über den Erwerb des Finanzmarktdaten- und Infrastrukturunternehmens Refinitiv für etwa 27 Milliarden Dollar verhandelt.

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