Die Enterasys-Brille für das RZ-Hype-Thema SDN

Software Defined Networks bedeutet mehr als nur ein Trend, aber ...

| Autor / Redakteur: Markus Nispel / Ulrike Ostler

Markus Nispel, der Autor, plädiert für eine hybride Architektur für den Aufbau eines SDN. Der Chief Technology Strategist bei Enterasys Networks, zeigt zudem, wie diese aussehen und bereits funktionieren kann.
Markus Nispel, der Autor, plädiert für eine hybride Architektur für den Aufbau eines SDN. Der Chief Technology Strategist bei Enterasys Networks, zeigt zudem, wie diese aussehen und bereits funktionieren kann. (Bild: Georg Preissl/Fotolia.com)

Software Defined Networking (SDN) zählt aktuell zu den großen Trends. Immer mehr Anbieter von Switch- und Virtualisierungs-Lösungen verfolgen SDN-Ansätze. Ebenso beschäftigen sich auch immer mehr Unternehmen mit der intelligenten Verknüpfung von Netzwerk und Anwendungen, die eine direkte Steuerung des Netzwerks, eine Orchestrierung möglich macht. Doch was genau ist SDN?

Alle Definitionen haben gemeinsam, dass man ein programmatisches Interface anbietet, dass via einer zentralisierten Komponente die Netzwerkinfrastruktur konfiguriert und mit anderen IT Systemen orchestriert. Das Ziel ist es unter anderem, durch eine zentrale Verwaltung die Betriebskosten zu verringern.

Insbesondere aber ergeben sich Möglichkeiten zur vereinfachten Service Definition, höheren Flexibilität, Agilität und Automatisierung. Dazu zählt unter anderem die Integration von Computer- und Storage-Virtualisierungs-Lösungen im Rechenzentrum. Die Netzinfrastruktur kann einfacher unterteilt werden und über entsprechende Standardisierung lässt sich ein Kostenvorteil erzielen.

Doch es gibt nach wie vor einige Herausforderungen bei der Standardisierung. Auch die Skalierbarkeit ist noch nicht ganz umfassend gelöst: die gesamte Zentralisierung der Control Plane – so vorgeschlagen von der ONF Open Network Foundation - mag theoretisch sinnvoll sein, jedoch ist die Verfügbarkeit und insbesondere die Skalierung oftmals ein Problem.

Die Grenzen des Machbaren

Die Definition der IP Flows erfolgt beispielsweise bei den OpenFlow Switches, typisch in einer sehr groben Weise und ist statisch vordefiniert. Daher muss klar sein, wer mit wem kommunizieren möchte – typisch auf IP Subnetzbasis oder anhand von MAC Adressen.

Geht es jedoch um eine granulare Kontrolle auf Applikationsebene, bei der alle Felder des IP- und TCP-Headers in Betracht gezogen werden sollen, gelangt die zentrale Openflow-Architektur – die in Echtzeit Flow Konfiguration vornehmen müsste – sehr schnell an ihre Grenzen. Pro User fallen mehrere Flows pro Sekunde an, so dass schnell mehrere 100.000 Flows pro Sekunde in größeren Netzen bewältigt werden müssen und mehr als 1.000.000 Flows gleichzeitig verwaltet werden müssen.

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