Drei Szenarien zeigen, Social ERP ist eine Herausforderung

Social ERP als Plattform für Profi-Communities

| Autor / Redakteur: Hermann Stehlik* / Ulrich Roderer

ERP befindet sich in einer interessanten Phase: Cloud Systeme, mobile Kommunikation und Web 2.0 beeinflussen die technologische Gestaltung von ERP-Systemen.
ERP befindet sich in einer interessanten Phase: Cloud Systeme, mobile Kommunikation und Web 2.0 beeinflussen die technologische Gestaltung von ERP-Systemen. (Bild: © Digital Vision/Getty Images)

Social ERP ist die technisch und strategisch kontrollierte Integration von Social Media in Systeme für Enterprise Resource Planning. Diese Idee ist ebenso reizvoll wie herausfordernd für Unternehmen und ihre ERP-Partner: Schließlich fordert Social ERP ganz eigene Regeln für Sicherheit, beschleunigte Kommunikation und Prozesskontrolle.

Die vermeintliche Leichtigkeit des Seins von Social Media hat sich seinen Weg in unser alltägliches Geschäftsleben gebahnt. Applikationen wie Yammer oder Jive fördern die Zusammenarbeit von Teams, Facebook und Twitter sind bereits essentiell für die Entwicklung von Marken, LinkedIn und Xing haben sich als wertvolles Werkzeug für Personalabteilungen etabliert.

Davon bleibt auch das streng regel- und rollenbasierte Enterprise Resource Planning (ERP) nicht unberührt. So stellt sich die Frage, welche Rolle Social Media hier spielen kann und soll.

Social Media wird Teil von ERP

ERP befindet sich in einer interessanten Phase: Cloud Systeme, mobile Kommunikation und Web 2.0 entwickeln sich von Tag zu Tag weiter und beeinflussen die technologische Gestaltung von ERP-Systemen. Das Kundenbeziehungsmanagement (CRM) ist als Teil von ERP fest in den „sozialen“ Alltag der Unternehmen integriert und erfordert immer mehr, in Echtzeit mit dem Rest der Wertschöpfungskette verbunden zu sein. Modernes ERP positioniert sich zunehmend als strategischer Mittelpunkt, Unternehmen zu steuern, zu verändern und deren Wachstum voranzutreiben. Die Folge daraus ist: Weder die traditionelle kommerzielle Industrie noch Online-Handel können ohne einen radikalen Wandel in der Kommunikation überleben, die Integration von Social Media in ERP wird schon bald keine Zukunftsmusik mehr sein.

Kollision von Regeln und Freiheiten

Ein schleichender, unkontrollierter Einzug von Social Media in ERP-Prozesse ist allerdings gefährlich, der Schritt zu einem “Social ERP“ entsprechend groß. Strikte Regeln der B2B-Kommunikation im ERP prallen auf eher Intuitions-getriebene Social Media-Gewohnheiten. Dies birgt Risiken, weshalb sich Unternehmen die neuen Herausforderungen anhand von Szenarien deutlich machen sollten, die für sie kritisch sind. Das betrifft sowohl die Kommunikation mit Zulieferern und einzelnen Geschäftskunden, die Zusammenarbeit mit Partnern in der Produktentwicklung als auch den Austausch intern im Unternehmen. Drei Beispiele zeigen, welche Aspekte für Social ERP relevant sein können:

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 35325920 / Anwendungen)