Top-Leistung und Shared Resourcen bei der Datenspeicherung

So nah, wie möglich - Exadata X3 und Oracle 12c

| Redakteur: Ulrike Ostler

X3 - Das Rennpferd im Stall

Während sich die 12c-Technik also noch stark vernebelt darstellt, glänzt das neue Exadata-Release X3 hingegen mit neuen Features (siehe: Abbildung 21ff).

Exadata gehört zu den Systemen, die Oracle mit „Engineered Systems“ bezeichnet. Neben der Datenbank-Appliance gibt es noch mit „Exalogic“ eine für die Middleware und „Exalytics“ für die Datenanalyse. Mit Version X3 wird das integrierte System zur „Database In-Memory“-Maschine.

Denn X3, so teuer wie das Vorgängermodell „X2“, bekommt wesentlich mehr Flash-Speicher eingebaut. Damit kommt die Rechenmaschine auf bis zu 22 Terabyte Flash-Memory pro Rack. Ellison spottet: HANA kann 0,5 Terabyte pro Sekunde, wir 120 Terabyte.“

Zwar setzen Kunden laut Ellison Exadata etwa je zur Hälfte für Data-Warehousing und Transaktionsverarbeitung ein. Doch Inforsakom-Geschäftsführer Rath bezweifelt diese Prozentzahl; denn bisher hatte die Flash-Bestückung lediglich Performance-Rekorde bei lesenden Zugriffen zur Folge, nicht bei schreibenden.

X3 kann nicht nur schnell lesen

Mit X3 ändern sich die Spielregeln. Die Schreibleistung soll sich bis zum 2 Mal erhöhen, und zwar durch eine „Smart Flash Write Caching“. Das schnelle Einlagern erhält einen größeren, intelligenteren mehrstufigen Puffer. Damit eignet sich X3 besser als die Vorgänger für OLTP-Systeme. Insgesamt kann sich der SQL-Datendurchsatz um 33 Prozent erhöhen, bei 100 Gigabit pro Sekunde.

Wollte man eine Disk-basierte Infrastruktur durch Exadata ersetzen wollen, entspräche eine Maschine acht EMC-„VMAX-40K“-Schränken, so Ellison. Allerdings koste ein X3-System deutlich weniger. So sei ein halbes Rack ab 650.000 Dollar zu bekommen. Wem das noch zu viel sei, könne auch ein Viertel X3 bekommen.

Das Beste aber sei, so Oracle-Chef Ellison, dass die Kunden mit X3 und 12c nicht nur intern Cloud-Computing betreiben könnten, sondern auch, quasi ohne Brüche, zur Oracle-Cloud wechseln könnten. Denn Oracle nutze genau dieselbe Architektur und Technik, wie die Kunden. Das setzt allerdings voraus, dass die Kunden eine komplette Oracle-Umgebung nutzen, zum Beispiel Oracle Virtual Machines (OVM).

Datenbunkern als Service

Neu dabei ist, dass der Hersteller nun nicht mehr nur Software als Service und Plattform als Service anbietet, sondern auch Infrastruktur (IaaS). Denn die bisherigen Erfahrungen hätten gezeigt, dass die Kunden die anderen Dienstleitungen nicht wollten, ohne ein IaaS-Angebot, so Ellison. Zur Infrastruktur zählt er Virtuelle Maschinen, Betriebssystem-Server und Storage sowie Compute Power.

Das ganze Service-Angebot gibt es als „öffentliche Cloud“ und „hinter der Firewall“, als private cloud. Bei Letzterem bleibt die Infrastruktur Eigentum von Oracle und das Unternehmen verwaltet es. Der Kunde bezahlt monatlich Gebühren, abhängig vom Nutzungsgrad. Wie Oracle hier seine Partner einbeziehen will, ist zumindest Inforsakom-Geschäftsführer Rath noch unklar.

Inhalt des Artikels:

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 36140850 / Strategien)