Leitfaden hilft Anbietern und Kunden bei der Vertragsgestaltung

So erkennt man einen guten Cloud-Computing-Dienstleister

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Urheber- und Nutzungsrechte klären

Ob die Leistung des Cloud-Anbieters stimmt, lässt sich auch daran erkennen, wie Fragen rund um die Urheber- und Nutzungsrechte verabredet werden. In der Regel arbeiten Cloud-Anbieter mit urheberrechtlich geschützter Software, um ihre Leistung erbringen zu können. Häufig setzen sie dabei auch patentrechtlich geschützte Verfahren ein, für die sie sich die notwendigen Nutzungsrechte beschaffen müssen. Sollte solch eine Software oder solch ein Verfahren auch auf den Rechnern des Kunden eingesetzt werden, ist es wichtig, diese Nutzung vertraglich genau zu regeln. IT-Jurist Borges rät in dieser Situation, dass sich Kunden aus dem Mittelstand von allen Ansprüchen Dritter freistellen lassen sollten.

Ergänzendes zum Thema
Checkliste: Diese Fragen sollten beim Cloud Computing vertraglich geregelt sein

  • Welches Recht gilt: Wo ist der Gerichtsstand?
  • Werde ich schnell informiert, wenn etwas schief läuft?
  • Gibt es eine Planung für den Notfall - beispielsweise wenn der Dienstleister ausfällt?
  • Wie bin ich abgesichert?
  • Was passiert, wenn bei mir der Strom ausfällt - kann ich dennoch auf die Cloud zugreifen?
  • Wie gut ist der Service: Sind bei Fragen die Mitarbeiter des Dienstleisters rund um die Uhr verfügbar und wie teuer ist das?
  • Wie teuer wird es, wenn ich zusätzliche Cloud-Kapazität nachbuchen möchte?
  • Wie werden Probleme gehandhabt?
  • Fallen externe Kosten an, wenn ein Techniker kommen muss?
  • Was passiert bei entgangenem Gewinn?

Vertragsleitfaden zum Herunterladen

Weitere Vorschläge für gute Geschäftsvereinbarungen in der Cloud sind in dem Leitfaden „Vertragsgestaltung beim Cloud Computing“ des Kompetenzzentrums Trusted Cloud zusammengestellt. Der Leitfaden steht auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zum Download bereit.

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