Big Brain Computer

SGI stellt den Supercomputer UV 2 vor

| Redakteur: Ulrike Ostler

Mit dem SGI Supercomputer UV 2, eine Single-Image-System, lassen sich wissenschaftliche Fragen untersuchen.
Mit dem SGI Supercomputer UV 2, eine Single-Image-System, lassen sich wissenschaftliche Fragen untersuchen. (Bild: SGI/stummi 123/Pixelio)

Das weltgrößte In-Memory-System für datenintensive Probleme will SGI nun mit dem Computersystem „UV2“ auf den Markt gebracht haben. Die Plattform verdoppelt gegenüber der früheren Generation die Anzahl der Kerne auf bis zu 4096 und vervierfacht den zusammenhängenden Arbeitsspeicher auf bis zu 64 Terabyte.

Mit einer I/O-Spitzenrate von vier Terabyte pro Sekunde (14 PB pro Stunde) kann der SGI UV 2 beispielsweise den gesamten Inhalt der zehn Terabyte umfassenden US-amerikanischen Kongressbibliothek in weniger als drei Sekunden aufnehmen. SGI UV 2 kann sogar noch höher skalieren und bis zu acht Petabyte an Shared Memory bereitstellen.

Diese Eigenschaft ermöglicht es Anwendern, Antworten auf die weltweit schwierigsten Fragen zu erforschen und dies auf einem System, das, nach Aussagen des Herstellers, so einfach zu verwalten ist, wie eine handelsübliche Workstation. Der SGI UV 2 baut auf Industriestandards auf, unterstützt eine Vielzahl von Speichermöglichkeiten:

Das System nutzt „Intel Xeon E5“-Prozessoren und führt handelsübliche LinuxSoftware aus. Es unterstützt außerdem die MIC-Technologie (Many Integrated Cores) von Intel sowie „NVIDIA Quadro“-GPUs und Tesla-Beschleuniger.

Günstig im Preis, sagt SGI

Die Standardkomponenten haben Auswirkungen auf die Kosten. Joachim Berger, Geschäftsführer bei SGI und zuständig für die Region Deutschland, Österreich und Schweiz, sagt: „Der technologische Vorteil bei dieser nächsten Generation der UV-Plattform von SGI ist offensichtlich. Wir haben uns hier nicht einfach auf die reine Erweiterung des Speichers und die Erhöhung der Prozessorkerne beschränkt, sondern können gleichzeitig auch die Kosten für das gesamte System senken.

Die Einrichtung eines UV-2-Systems sei 40 Prozent günstiger als noch bei der ersten Generation. „Damit bieten wir ein System, das die Gesamtkostenrechnung deutlich senkt und eine echte Alternative zu aufwändigen Cluster-Lösungen darstellt.“

UV 2 ist nach SGI-Angaben das einzige System auf dem Markt, das das Potenzial der jüngsten „Intel Xeon E5“-Prozessorfamilie mit mehr als vier Prozessorsockeln und 1,5 Terabyte Speicher nutzt und im Vergleich zum HP-System“ Proliant DL980 Server“ ein verbessertes Preis-Leistungsverhältnis bietet.

Super Computer von Einstieg bis zur Spitzenskalierung

Der Einstieg ins Supercomputing kann mit SGI UV 2 bereits mit 16 Kernen einem Speicher von 32 Gigabyte geschehen. Danach lässt sich das System stufenlos skalieren. Es hält die Weltrekorde bei den Benchmarks mit SPECompL2001, top 64 socket Intel Xeon E5-4600, SPECint_rate_base2006 und SPECfp_rate_base20062.

Mit SGI UV 2 können technische Berechnungen im Multi-Terabyte-Bereich auf schnellstem Weg durchgeführt werden. Damit ist UV 2 die ideale Plattform, um das Tempo bei der Entwicklung von Innovationen deutlich zu beschleunigen, sei es bei der Entscheidungsfindung, Genomforschung, Chemie oder bei Werkstoffen. Außerdem findet UV2 Anwendung in der Physik, in integrativen Systemwissenschaften, der nationalen Sicherheit, im Produktdesign und anderen Bereichen, bei denen riesige Datenmengen verarbeitet werden müssen.

Das Genome Analysis Centre (TGAC) und das Centre Biological Sciences (CBS) an der Dänischen Technischen Universität, beide hoch angesehen auf dem Gebiet der nächsten Generation Sequenzierung und Metagenomik, sind unter den ersten Anwendern des SGI UV 2. Für weitere Informationen zu CBS findet auch ein Webinar statt: “Conquering Complexities in Cancer Research.”

Stephen Hawkins bennt sich als SGI-Fan

Der britische theoretische Physiker und Astrophysiker Professor Stephen Hawking lässt Vorfreude auf die Nutzung des SGI-Computers erkennen: „Ich freue mich über den Einsatz des ersten SGI UV 2 Supercomputers der Welt”, sagt er.

„Neue Beobachtungen unseres Universums, wie etwa mit dem Planck-Satellit, bieten uns sehr interess

Der SGI-Computer der UV 2 kann ab sofort geordert werden. Durch die Unterstützung einer Vielzahl von Dateisystemen und Speichermöglichkeiten wie SGI DMF, das die Speicherhierarchien wie ein lokales Laufwerk anzeigt, bietet der SGI UV 2 eine Plattform für nahezu jeden Anwendungsbereich, so der Hersteller.
Der SGI-Computer der UV 2 kann ab sofort geordert werden. Durch die Unterstützung einer Vielzahl von Dateisystemen und Speichermöglichkeiten wie SGI DMF, das die Speicherhierarchien wie ein lokales Laufwerk anzeigt, bietet der SGI UV 2 eine Plattform für nahezu jeden Anwendungsbereich, so der Hersteller. (Bild: SGI)

ante und aufschlussreiche neue Erkenntnisse. Um unsere mathematischen Theorien zu prüfen, müssen wir diese bei unseren Computersimulationen berücksichtigen. Das flexible neue UV 2 COSMOS3-System, das demnächst mit der MIC-Technologie von Intel ausgebaut wird, wird sicherstellen, dass die britischen Forscher weiterhin an der Spitze der fundamentalen und beobachtenden Kosmologie stehen.“

Konzentration auf die Forschung, nicht auf die IT

Aufgrund der hohen Kapazität des SGI UV 2 können die Benutzer komplette Arbeitsabläufe auf einem einzigen System mit geringstmöglichem Aufwand für die IT-Abteilung pro Rechnerkern gegenüber vergleichbaren Clustern oder Scale-out-Systemen konsolidieren. SGI UV 2 funktioniert wie eine Workstation, ist weitaus einfacher zu verwalten als traditionelle Scale-out-Systeme mit vielen Knotenpunkten. Anwendungen lassen sich ohne den Aufwand einer Multi-Instance-Software anpassen.

Auf SGI UV läuft alles – von Desktop- bis hin zu üblichen Scale-out-Anwendungen, wodurch er zu einer echten Alternative zu kleinen und mittleren Clustern wird. Die Benutzer konzentrieren sich einfach auf die Ergebnisse anstatt auf Algorithmen, so dass sie schnell und einfach in der Lage sind, Änderungen oder Korrekturen umzusetzen.

Sie können eine Analyse von einem Laptop nutzen, diese auf dem SGI UV extrapolieren. Dazu müssen sie weder den Code neu schreiben, noch ist ein neues aufwändiges Daten-Management erforderlich. Durch die Unterstützung einer Vielzahl von Dateisystemen und Speichermöglichkeiten wie etwa SGI DMF, das die Speicherhierarchien wie ein lokales Laufwerk anzeigt, bietet der SGI UV 2 eine umfasse Lösung für nahezu jeden Anwendungsbereich.

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