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Tool-Schau: Solarwinds Virtualization Manager, Teil 1 Setup und Konfiguration mit Virtualization Manager von Solarwinds

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrike Ostler

Die Überwachung von virtuellen Strukturen erfolgt nach anderen Regeln als dies bei physischen Servern der Fall ist. Solarwinds hat mit dem Management-Werkzeug „Virtualization Manager“ ein umfassendes Produkt im Programm. Was müssen Admins tun, um mit Tool „vSphere“-Strukturen zu überwachen. Die Erläuterungen umfassen das Setup, die Konfiguration und auch Bedienung des Virtualization Manager.

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Solarwinds-Aufnahme; Bild: NASA
Solarwinds-Aufnahme; Bild: NASA
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Modul „vCenter“ ist die zentrale Verwaltungsinstanz für „VMware vSphere“-Strukturen. Dies gilt auch für die Überwachung und Verwaltung durch den Solarwinds Virtualization Manager. Er ergänzt vCenter um weitere Verwaltungsfunktionen.

Der Virtualization Manager wird von Solarwinds als OVA-Datei angeboten. Die Dateierweiterung steht für Open Virtualization Appliance. OVAs beinhalten eine fertig konfigurierte virtuelle Maschine, die ohne traditionelles Setup einzusetzen ist.

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Da es sich dabei aber immer noch um eine virtuelle Maschine handelt, wird diese Appliance als virtuelle Appliance bezeichnet. Der Begriff Appliance soll dabei lediglich ausdrücken, dass diese virtuelle Maschine sofort in Betrieb gehen kann – wie eine physische Appliance.

Bezug der OVA

Zu beziehen ist die OVA-Datei mit Solarwinds Virtualization Manager von der Solarwinds-Website. Die OVA-Datei müssen die Nutzer dann auf einem Rechner verfügbar machen, der Zugriff auf den vCenter-Server hat.

Dies kann über einen USB-Stick oder auch eine Dateifreigabe erfolgen. Als Systemvoraussetzungen für den Betrieb der Solarwinds Virtualization Manager gibt Solarwinds 4 vCPUs (virtuelle CPUs) und 8 Gigabyte an (virtuellen) Memory an. Der verfügbare Plattenplatz muss mindestens 100 Gigabyte betragen. Ferner benötigen die Kunden einen Browser.

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Integration des Virtualization Manager in den vCenter-Server

Die Grundlage für diesen Test bildet eine aktuelle Version 4.0 des vCenter Server. Um die Appliance in das vCenter zu integrieren gehen Administratoren wie folgt vor: Rufen Sie den „vSphere Client“ auf und verbinden Sie sich mit Ihrem vCenter Server. Anschließend selektieren Sie im vSphereClient die Zielumgebung mit dem ESX-Host, in dem Sie die virtuelle Appliance mit dem Virtualization Manager einhängen wollen.

Unter dem Menüeintrag „Datei“ findet sich die Option „OVF-Vorlage bereitstellen“. Über diese Option wird auch die OVA-Datei mit dem Virtualization Manager eingebunden.

Bei der Frage nach der Quelle der OVF-Datei geben Sie den Pfad auf Ihre OVA-Datei an. Bestätigen Sie die weiteren Angaben in dem Assistenten und geben bei der Frage nach dem Netzwerk ihre Verbindung an. Solarwinds empfiehlt die Verwendung einer statischen IP-Adresse für die Appliance.

Anschließend präsentiert Ihnen der Assistent nochmal die gewählten Einstellungen. Diese können Sie bestätigen. Im Anschluss daran finden Sie eine neue virtuelle Maschine in der vorher gewählten Umgebung und dem ESX-Server. Dies ist die virtuelle Appliance mit dem Virtualization Manager. Diese virtuelle Maschine können Sie wie jeder andere virtuelle Maschine starten, stoppen oder anhalten.

Starten der virtuellen Appliance des Virtualization Manager

Um die Ausgabe der Bildschirminhalte der virtuellen Appliance sehen zu können, müssen Sie anschließend den Reiter „Konsole“ im vCenter öffnen. Durch diese Konsolenansicht können Sie den Startvorgang in der Konsolenansicht der virtuellen Maschine verfolgen.

Bei der Appliance handelt es sich um ein „CentOS“-Derivat. CentOS ist ein Linux-Derivat das frei verfügbar ist.

Nach dem Booten der virtuellen Appliance erhalten Sie eine Maske mit dem Hinweis auf die IP-Adresse der virtuellen Appliance und ein paar Statusangaben. Das System präsentiert Ihnen nun eine Verwaltungsmaske, die als Überschrift den Hinweis auf Virtualization Manager und der Version trägt.

Im unteren Bereich sehen Sie ein einfaches Kommandozeilen-Interface mit den drei Optionen: „Login“, „Configure Network“ und „Set Timezone“. Über das Login melden Sie sich bei der Appliance und auch dem dem CentOS-Derivat an.

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Arbeien mit der Linux-Shell

Standardmäßig hat Solarwinds der Appliance die Credentials Username = „admin“ und das Passwort = „admin“ zugewiesen. Wenn Sie sich nun als „admin“ anmelden, können Sie die von Linux bekannten Befehle absetzen. Es handelt sich hierbei um die Linux-Shell.

Wenn Sie Änderungen an der Netzwerkkonfiguration vornehmen wollen rufen die dazu die Option „Configure Network“ auf. Im Rahmen diese Tests haben wir der Appliance eine statische IPv4-Adresse zugewiesen. Über diese IP-Adresse ist die Appliance später zu erreichen.

Konfiguration der Verwaltungskonsole

Für die weitere Konfiguration des Solarwinds Virtualization Manager benötigen Sie einen Browser. Geben Sie in der Adresszeile des Browser entweder den Namen oder die IP-Adresse ein. Der Zugriff erfolgt via https.

Als Port müssen sie 5480 eingeben. (https://IP-Adresse-Ihrer-Appliance:5480/). Den Hinweis nach dem Sicherheitszertifikat können Sie ignorieren und das „Laden der Website fortsetzen“. Nun können Sie sich an der Konsole des Appliance anmelden.

Die Solarwinds-Konsole ermöglicht eine generelle Verwaltung der Appliance mit allen Einstellungen in grafischer Form. In der Konsole finden Sie vier Reiter die mit „System“ „Network“, „Update“ und „Solarwinds Mgmt“ umschrieben sind.

Unter „Network“ finden Sie beispielweise wieder die bereits vorher vorgenommenen Netzwerkeinstellungen, aber auch einen Statusbildschirm zum aktuellen Zustand. Wenn diese Basiskonfiguration abgeschlossen ist, starten wir die eigentliche Bedienkonsole des Überwachungs-Tools.

Welche Möglichkeiten der Solarwinds Virtualization Manager dabei bietet zeigen wir im 2. Teil dieser Reihe, der in der kommenden Woche erscheint.

Der Autor:

Johann Baimeister ist freier Autor in Brunnthal.

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