Red Hat integriert Openwhisk-Technik

Serverless Computing unter OpenShift

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Stephan Augsten

Mit den OpenShift Cloud Functions bietet Red Hat nun eine Möglichkeit des Serverless Computing auf Enterprise-Niveau.
Mit den OpenShift Cloud Functions bietet Red Hat nun eine Möglichkeit des Serverless Computing auf Enterprise-Niveau. (Bild: Red Hat)

Auf Basis von Apache „Openwhisk“ will Red Hat die „Openshift“-Plattform um Serverless-Computing-Funktionen erweitern. Das Function-as-a-Service-Angebot wird dabei in Konkurrenz zu Amazon und Google positioniert.

Serverless-Computing und Function-as-a-Service spielen für Red Hat eine wichtige Rolle bei der Definition der nächsten Ära von Enterprise-IT – gemeinsam mit Cloud-nativen Services und der Hybrid Cloud. Mit „OpenShift Cloud Functions“ kündigt Red Hat nun ein offenes, leistungsfähiges Enterprise-Grade-Serverless-Tool an, das auf Apache Openwhisk basiert.

Zweifelsohne ist Serverless Computing „in“ und bringt im Kontext der digitalen Transformation zweifelsohne zahlreiche Vorteile. Im Maßstab des im Cloud Computing üblichen Innovationstempos allerdings ist Serverless schon fast ein alter Hut, bedenkt man, dass Amazon Web Services beispielsweise als Pionier der Branche seinen Dienst „AWS Lambda“ schon 2014 vorgestellte hatte.

Im Vergleich zu AWS ....

AWS Lambda versteht sich als Event-getriebener Compute-Service, der von Nutzern hoch geladenen Code wie Java, JavaScript oder Python als Reaktion auf Ereignisse in AWS ausführt. Die benötigte Infrastruktur vom Server bis hin zu Tools (beispielsweise die Entwicklungsumgebung) wird für die Dauer der Funktionsausführung völlig agnostisch bereitgestellt oder bei Bedarf skaliert.

Für Entwickler sieht das so aus, als liefe ihr Code, ohne dass er dazu „virtuelle“ Hardware, etwa in Form von „EC2“-Instanzen bereitstellen müsste, gänzlich ohne Hardware. Google bietet mit Google Functions übrigens eine ähnliche Funktionalität seit Februar 2016 und Microsoft zog mit „Azure Functions“ nur knapp einen Monat später gleich.

Red Hat nähert sich nun auch im Kontext von Openshift dem Serverless-Computing. Mit der Abstraktion der Applikationsinfrastruktur vom Code lässt sich der Entwicklungsprozess deutlich vereinfachen, wobei sich gleichzeitig Kosten- und Effizienzvorteile ergeben.

Basis ist OpenShift

Mit Openshift als Basis für Serverless möchte Red Hat Portabilität und Konsistenz über Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen hinweg bieten und dazu künftig zusätzliche Architekturkomponenten wie API-Gateway, In-Memory-Datastore oder Benutzerauthentifizierung bereitstellen. Übrigens hat AWS seinen gleichnamigen Dienst „API-Gateway“ schon 2015 präsentiert. API-Gateway auf AWS erlaubt ein verwaltetes Hosten von REST-APIs, die es etwa auch AWS-externen Applikationen erlauben, Lambda via HTTPs zu triggern.

Die neuen Red-Hat-Services sollen sowohl nativ über das Middleware-Portfolio von Red Hat auf Openshift als auch über Cloud Provider verfügbar gemacht werden. So könnten beispielsweise auch AWS-Nutzer die „Function-Engine“ von Red Hat über den Openshift-Servicebroker nutzen.

Weitere Informationen zu Cloud Functions stellt Red Hat im Developers-Blog, im Open-Shift-Learning-Portal und im Red Hat Blog zur Verfügung.

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