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Einen, statt 16 Server Servergy stellt einen energie-effizienten Server mit Power-Linux vor

| Redakteur: Ulrike Ostler

Servergy ist im europäischen Server-Markt noch ein recht junger Spieler. Doch die Technik, die das Unternehmen vor Kurzem vorstellte, der „CTS-1000 Cleantech Server“ hat Smartphones zum Vorbild und punktet mit hohem Input/Output auf der Basis von „Power-Linux“ und einer außergewöhnlichen Energie-Effizienz.

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Produktvorstellung des Cleantech-Server CTS-1000 auf der "Enterprise"-Konferenz von IBM.
Produktvorstellung des Cleantech-Server CTS-1000 auf der "Enterprise"-Konferenz von IBM.
(Bild: Ostler)

Vorgestellt hat das Unternehmen Servergy Inc., das Datacenter-Technik produziert und im texanischen Dallas beheimatet ist, die Server-Linie auf der IBM Enterprise Conference. Denn die Firma gehört zu den Geschäftspartnern von IBM, die Initiative Open Power unterstützen und Linux-on-Power-Server anbieten können. Chairman und CEO Bill Mapp sagt: “Wir sind stolz, dass Servergy ein führend dabei ist, zu der Open-Power-Initiative beizutragen.“

Seinen Ausführungen zufolge, sei die Power-Linux-Plattform geradezu ideal für rechenintensive Workloads wie Big Data. Cloud, Caching und Speicheranwendungen. Der Server CTS-1000 soll der erste einer Cleantech-Serie sein. Bestellungen kann das Unternehmen bereits vorweisen. Mit der generellen Verfügbarkeit wird noch in diesem laufenden Quartal gerechnet. Das Unternehmen baut die Rechner in den USA und vergibt eine Drei-Jahres-Garantie.

Die einfachste Ausführung eines Cleantech-Server hat die Maße 8,25 mal 14 mal 1,75 Zoll.
Die einfachste Ausführung eines Cleantech-Server hat die Maße 8,25 mal 14 mal 1,75 Zoll.
(Bild: Servergy Inc.)

Die Grundlage des konvergenten (Fabric-)Systems ist die Power-Architektur von IBM. Darauf setzt die Cleantech-Architektur von Servergy auf, die sich das Unternehmen hat patentieren lassen. Das erste Produkt benötigt unter Volllast gerade einmal 130 Watt. Es wiegt gerade einmal 9 Pfund, verfügt über zwei 10 Gigabit und zwei 1 Gigabit-Ports auf einer Größe, die einem Pad entspricht, also weniger als einem Viertel Höheneinheit. Die Energie- und Platzersparnis entspricht damit bis zu 16 traditionellen Servern.

Das kann ein CTS-1000

Der CTS-1000 Server von Servergy im Doppelpack.
Der CTS-1000 Server von Servergy im Doppelpack.
(Bild: Servergy Inc.)
Außerdem ist der Rechner mit acht starken Kernen in einer 1,5 Gigahertz-Power-Architektur ausgestattet, mit SoC-Prozessoren, die bis zu zwei MegabyteCPU-Cache bieten, sowie 32 Gigabyte Memory und sechs Terabyte Storage. Eingebaut sind zudem bereist einige Akzeleratoren, zum Beispiel einer Encryption Engine, einer Engine für das Network-Offloading sowie einer Engine, die das Matching von Patterns betreibt und für Big-Data-Anwendungen taugt.

Ein solcher Rechner lässt sich nicht von heute auf morgen entwickeln. Wie CEO Mapp ausführt, habe es vier Jahre und der Unterstützung von Partnern gebraucht, um das Produkt auf den Markt zu bringen. „Wir sind den gesamten Weg gegangen, angefangen bei einer Zeichnung im Labor und null Funktionen. Jetzt haben wir einer neue Server-Generation: klein, schnell, cool, leise und leichtgewichtig, die zugleich Performance und Skalierbarkeit bietet“, schwärmt er. „Um es einmal anders auszudrücken: Ein Cleantech-Server ist kein weiterer Micro-Server für Micro-Jobs. Wir arbeiten durch Power-Linux und den Power-Chips mit einer mächtigen Technology, die längst ihre Rechenzentrumstauglichkeit bewiesen hat.“

So kann die Cleantech-Technik im Rechenzentrum aussehen.
So kann die Cleantech-Technik im Rechenzentrum aussehen.
(Bild: Servergy Inc.)

Mapp lässt zudem kein Zweifel daran, dass Technik wie Cleantech gebraucht werde. Denn zum einen rolle die Big-Data-Welle, aber auch alle anderen Anwendungen entwickelten einen immer größeren Appetit auf Daten, und müssten dennoch schneller im I/O werden, träfen aber zugleich auf eine Energiekrise. „Jeder und alles ist heute mit dem Internet verbunden, die Zettabyte-Ära steht bereits vor der Tür und laut Cisco werden schon 2017 rund 3,6 Milliarden Menschen online sein, 19 Milliarden M2M-Verbindungen existieren und 1,4 Zettabyte an Informationen generiert werden.“

Eine guter Zeitpunkt für neue Hardware im Rechenzentrum

Dieses "Hype-Cycle"-Kurve stellten Analysten auf dem noch laufenden Gartner-Symposion ITxpo 2013 in Barcelona vor: Demnach werden dringend neue Energie- und Kühltechnologien und -techniken benötigt, die mit der zunehmenden Dichte an Rechenknoten fertig werden können. Als weitere Harusforderungen sehen die Analysten die steigenden Stromkosten, das Erreichen von Kapazitätsgrenzen sowie die Emmissionen und entsprechende Regularien.
Dieses "Hype-Cycle"-Kurve stellten Analysten auf dem noch laufenden Gartner-Symposion ITxpo 2013 in Barcelona vor: Demnach werden dringend neue Energie- und Kühltechnologien und -techniken benötigt, die mit der zunehmenden Dichte an Rechenknoten fertig werden können. Als weitere Harusforderungen sehen die Analysten die steigenden Stromkosten, das Erreichen von Kapazitätsgrenzen sowie die Emmissionen und entsprechende Regularien.
(Bild: Gartner)
Laut Mapp könne der Launch einer neuen, Energie-effizienten Rechenzentrumstechnik kaum zu einem besseren Zeitpunkt erfolgen. Gartner (siehe: Grafik) Research und Digital Realty Trust, der größte Erbauer von Rechenzentren, etwa identifizieren die in die Höhe schießenden Energiekosten weltweit als die Nummer 1 auf der Problemliste von Datacenter-Betreibern. Der Energiebedarf für die Big-Data-Analysen zwinge sogar das zwei Milliarden Dollar teure NSA-Rechenzentrum in die Knie, so Mapp, und belege damit die Notwendigkeit mit Hilfe neuer Technik, Energie und damit Stromkosten zu sparen.

(ID:42408861)