Stromleisten mit Datenerfassung für Server-Racks

Server Technology verspricht präzise und robuste PDUs

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Server Technology ist ein Spezialist in Sachen PDU für Server-Schränke und legt sich auch schon einmal mit dem großen Kokurrenten Schneider Electric an.
Server Technology ist ein Spezialist in Sachen PDU für Server-Schränke und legt sich auch schon einmal mit dem großen Kokurrenten Schneider Electric an. (Bild: Server Technology)

n nun 30 Jahren hat sich Server Technology Inc. aus Reno, Nevada, in der Nische der Stromversorgung von Server-Schränken einen Namen gemacht. Aus den Steckerleisten früherer Zeiten sind inzwischen vernetzte Geräte geworden.

Stromkabel in diversen Längen samt Steckern und Kupplungen nach allen weltweiten Normen, für verschiedene Lastgrößen, in diversen Außenhüllen, mit der Möglichkeit zur Farbkodierung... All das ist immer noch beim Server Technology zu haben. Aber die Steckerleisten sehen heute anders aus und haben mehr zu bieten als eine Reihe Kupplungen.

Überspannungsschutz ist bei einer Stromleiste für Server-Schränke (Power Distribution Unit, PDU) selbstverständlich, dito derlei für Anschlussgruppen. Und sitzen die Stecker so fest in den Leisten, dass sie nicht durch eine zufällige Bewegung herausfallen können. Server Technology bietet schmale einreihige und zweireihige PDUs in verschiedenen Bauhöhen oder als 1U hohe Einschübe. Je nach Modell haben die einiges an Mehrausstattung.

So gibt es Modelle, welche die aktuelle Stromaufnahme der Leiste anzeigen. Andere messen auch den Stromeingang der Leiste (Per Inlet Power Sensing, PIPS) oder an jedem Anschluss (Per Outlet Power Sensing, POPS). Die Stromleisten lassen sich über „Expansion Modules“ verlängern. Es gibt Sensoren beziehungsweise Erweiterungsmöglichkeiten, um Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu messen.

Anschluss ans Firmennetz

Eine PDUs sind für ihre direkte Einbindung in das Firmennetzwerk (über unterschiedliche Schnittstellen) vorgesehen. In diesen Fällen fließen sämtliche einzelne Daten von den Steckerleisten in die Software „Sentry Power Manager“ (SPM) von Server Technology ein. Die sorgt nicht nur für einen Überblick über den Stromverbrauch, sondern auch für die Speicherung der Informationen.

So lassen sich die Energieverbrauchswerte sämtlicher angeschlossenen Systeme und die Klimadaten einzeln oder in Gruppen über einen längeren Zeitraum analysieren. Sobald die Zustände zuvor definierte Schwellwerte überschreiten, gibt die Software Warnungen aus. Das System ist nur für Berechtigte, die beispielsweise per LDAP eingetragen sind, zugangsberechtigt. Es gibt Möglichkeiten, die Daten wiederum in andere Systeme einzuspeisen. Die Steckverbindungen lassen sich einzeln steuern.

Diese Fernüberwachung spart Zeit gegenüber visuellen Kontrollen vor Ort, die außerdem nicht permanent möglich sind. Nach Angaben von Server Technology ist die langfristige Kontrolle und Analyse der Verbrauchswerte eine Voraussetzung zur Reduktion des Stromverbrauchs und damit des CO2-Austausches.

Server Technology im Streit mit der Konkurrenz

Server Technology nimmt für sich in Anspruch, in seinem Segment der PDUs führende Technik anzubieten. Mitte letzten Jahres meldete das Unternehmen, ein Gericht habe ihm rund zehn Millionen Dollar Schadenersatz wegen Verletzung von Patenten zugesprochen. Der Verurteilte war die American Power Conversion Corporation (APC), eine Tochter der Branchengröße Schneider Electric.

Server Technology hält 48 Patente und hat weitere 54 Patentanträge gestellt. Das in privater Hand befindliche Unternehmen beschäftigt mehr als 170 Mitarbeiter und hat weltweit 16 Niederlassungen; die deutsche ist in Wuppertal.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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